Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)


8 Comments

Interview mit/with Charlotte Otter

So, hier ist nun das Interview, welches ich mit Charlotte in den letzten Wochen geführt habe. Zuerst gibt es die deutsche Übersetzung und danach das englische Original. Viel Spaß damit!

Deutsche Version:
Wer bist Du? Als Person, als Autorin und als Frau, welche in zwei so unterschiedlichen Ländern gelebt hat?
Ich bin eine nach Deutschland verpflanzte Südafrikanerin. Für eine lange Zeit hatte ich mit dem Gefühl zu kämpfen, mich zwischen den beiden Ländern entscheiden zu müssen, aber jetzt bin ich zur Ruhe gekommen, mit der Gewissheit, dass ich jemand bin, der sich glücklich schätzen kann, zweimal ein Zuhause zu haben. Ich mag die Vorstellung eine Bürgerin der Welt zu sein. Ich bin außerdem eine Reisende, eine Optimistin, eine Feministin, ein Kaffee-Fan und eine eifrige und begeisterte Leserin. Bücher haben mein Leben bestimmt und ich war immer fest entschlossen eines zu schreiben. Es hat eine Weile gedauert, aber letztendlich habe ich begonnen, Balthasars Vermächtnis zu schreiben. Ich habe gemerkt, wenn ich nicht jetzt mit dem Schreiben beginne, würde ich nie anfangen und dann würde ich alt und verbittert sterben ohne je meinen Ambitionen einen Versuch zu gewähren. Und so hab ich es einfach gemacht, glücklicherweise wurde mein erstes Buch veröffentlicht und ich befinde mich jetzt am Höhepunkt der Veröffentlichung meines zweiten Buchs.

Nun gibt es so viele Themen, die ich Dich gerne fragen würde, aber lass uns mit dem literarischen starten: Was war das schlechteste Buch, welches Du je gelesen hast – und warum? Was ist Dein absoluter Favorit? Und ist da ein Buch, welches Dein Schreiben beeinflusst hat?
Ich möchte anderen Autoren keine Geringschätzung entgegen bringen, deshalb nenne ich keine Namen, aber ich lese keine Bücher über Missbrauchsbeziehungen, welche in einem leichten S&M bzw. romantischen Gewand erscheinen. Ich bin es außerdem leid, Kriminalliteratur mit einer aufreizenden Frauenleiche zu lesen – so ein veralterer und beleidigender Tropus (=bildlicher Ausdruck) und so viele Autoren der Kriminalliteratur nutzen dieses Bild.
Ich bin Fan von sehr vielen Autoren, somit ist es schwer für mich, einen speziellen Favoriten zu wählen, aber ich würde niemals etwas von Hilary Mantel, Jane Smiley, Barbara Kingsolver, Donna Tarttt oder Ann Patchett verpassen. Auch ihre Einkaufslisten würde ich freudestrahlend verschlingen. Ich bin immer beeinflusst und inspiriert von der Arbeit anderer, aber meine Lieblingsbücher über das Schreiben sind „On Writing“ von Stephen King und „Bird by Bird“ von Ann Lamott.

Hier ist sie – die aufreizende Leiche einer Frau. Einen Krimi ohne dieses Klischee zu schreiben – war das ein Grund für dich, warum du das Kriminalgenre gewählt hast?
Krimis sind der beste Weg, um meine spezielle Story zu erzählen, das war der Hauptgrund, warum ich sie gewählt habe. Der erste Entwurf war tatsächlich ein Roman, aber ich hatte das starke Gefühl, dass es nicht passt. Als ich es in einen Krimi umwandelte, schien es zu passen. Ich habe eine Menge Krimiautoren gelesen – Ruth Rendell, PD James, Elizabeth George – und ich habe sie bewundert dafür, wie sie das Krimigenre benutzen, um der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, was ich auch tun wollte.
Meine Ungeduld mit der sexy Leiche kam später. Je mehr ich las, desto mehr wurde mir bewusst, dass ein Großteil der Kriminalliteratur eine tote Frau als antreibendes Element beinhaltete – und sehr oft eine junge, schöne, nackte Tote. Warum müssen Frauen nackt und tot sein, um einen Krimi erfolgreich zu machen? Warum beginnen viele Krimis in dieser Art und Weise? Und, ist es möglich einen erfolgreichen und spannenden Krimi zu schreiben, der nicht auf einer aufreizenden Leiche basiert?
Die sexy Leiche ist eine Klischee in der Welt der Kriminalliteratur: so üblich, dass es fast gar nicht mehr wahrgenommen wird. Ich lehne das ab. Ich möchte keine Klischees verarbeiten. Und ich möchte Leichen von toten Frauen nicht anziehend darstellen. Das ist viel zu respektlos gegenüber denen, welche Vergewaltigung und Missbrauch erlebt haben oder durch die Hände von Männern getötet wurden. Es ist nichts sexy dabei. Da ist nichts, was cool ist oder ausgefallen. Die Realität ist erschreckend und der Weg, wie wir die Realität in unseren Geschichten darstellen ist nichts weiter als unverantwortlich. Und ich lehne es ab, daran teilzuhaben.

Ich habe auf Deinem Blog dein „I am from“ gelesen. Darin ist Südafrika ein warmer und freundlicher Ort, aber ein Krimi zeigt auch die Schattenseiten eines Landes.
War es für Dich von Anfang an klar, dass Dein Krimi in Südafrika spielen wird? Und wenn Du an Südafrika denkst, hast Du dann zweideutige Gefühle?

Ja, es war immer klar, dass mein erstes Buch in Südafrika, dem Land meines Herzen, spielen würde. Und meine Gefühle für es sind zweideutig: es ist so ein großartiges Land und es muss so viel durchstehen. Es ist sehr enttäuschend für viele Südafrikaner, dass, obwohl das Land Demokratie erlangt hat, es unfähig ist, die Leute aus der Armut zu befreien. Wir haben die Apartheid abgeschafft, aber Millionen von Menschen leiden immer noch und das ist sehr traurig. Wir möchten alle gerne sehen, dass Südafrika seinem Versprechen gerecht wird.

Demokratie, HIV-Leugnung, Wirtschaft – die Themen Deiner Bücher sind alle politisch. Wie wichtig ist es für dich, ernsthafte Themen zu transportieren/ abzudecken?
Wenn du über Südafrika schreibst und wenn Du Krimis schreibst, dann kannst du den sozialen Realismus nicht vermeiden. Die beiden können nicht getrennt werden. Für mich ist es eine Funktion des Genres und eine Funktion, um über Südafrika zu schreiben. Ich glaube auch, dass das Persönliche und Private politisch ist. So wie wir es lieben zu denken, dass wir in unserer eigenen, erdachten und sauberen Welt leben, jede Entscheidung die wir treffen und jede Handlung, die wir erleben ist beeinflusst davon, wer wir sind, wo wir geboren wurden, in welche Familie wir geboren wurden, über welche Privilegien wir in diesen Familien verfügen konnten, und wie Dinge funktionieren, in einer Gesellschaft, die wir uns ausgesucht haben. Als ein Kind der Apartheid in Südafrika bin ich mir dessen sehr bewusst. Also auch wenn ich es aufgeben würde Krimis zu schreiben und stattdessen ein Buch über Sex und Shopping schreiben würde, wäre ich immer noch interessiert an den Erinnerungen und Erfahrungen, welche die Menschen mitbringen und wie diese die Entscheidungen, welche sie treffen, beeinflusst haben.

In einigen Tagen erscheint dein neues Buch mit Maggie Cloete – Karkloof Blue. Was ist das Thema dieses Buches? Und was hat dich inspiriert? Was war der Funke?
Das Thema von Karkloof Blue ist die Umwelt. Der Funke kam von vielen Gesprächen mit meinem Bruder, der eine einheimische Gärtnerei betreibt und welcher sich für die Umkehrung der Auswirkungen von pflanzlichen Monokulturen und die Einführung von biologischer Vielfalt engagiert. Als ich jedoch mehr darüber nachgedacht habe, habe ich realisiert, dass der Kampf zwischen Monokulturen und Biodiversität eine nützliche Metapher dafür ist, wie wir das weiße Patriarchat los zu werden versuchen – und wie hart und schmutzig die Verteidiger des Patriarchats kämpfen, um es zu erhalten.

Für Karkloof Blues war Dein Bruder Deine Inspirationsquelle – welche anderen Mittel der Inspiration und Informationen hast Du bzw. benutzt du?
Inspiration kommt aus dem Lesen, Information kommt aus Büchern!

Maggie Cloete ist die Heldin Deiner zwei Bücher – eine dickköpfige, neugierige, unabhängige Frau, eine Journalistin, Motorradfahrerin. Reflektiert sie Deine eigene Persönlichkeit und Deine Art zu leben? Oder war es wichtig für Dich, Dich von ihr abzugrenzen?

Maggie und ich sind in zwei Dingen gleich: Ich habe auch als Kriminalreporterin gearbeitet und ich hinterfrage auch den Status Quo. Das ist der Punkt, an dem die Gemeinsamkeiten enden! Sie ist eine viel mutigere Journalistin als ich es je war und sie ist viel wilder. Sie ist ein Alter Ego für mich – ein Weg, um mit verschiedenen Identitäten zu spielen, von der sicheren Umgebung meines Heidelberger Arbeitszimmers aus.

Zwischen Balthasars Vermächtnis und Karkloof Blue liegen mehrere Jahre – ein sehr ungewöhnlicher und überraschender Zug in einer Krimiserie. Planst Du eine weitere Überraschung für den nächsten Maggie Cloete?
Ja, das dritte Buch wird eine weitere Überraschung beinhalten!
Das sind gute Neuigkeiten, denn ich habe Karkloof Blue schon ausgelesen und warte schon auf den nächsten Maggie Cloete… nur um ein wenig Druck zu machen… 😀

So, ich denke, wir sind fast am Ende mit unseren Interview, aber ich habe eine letzte Frage: Warum verabscheust Du vier Uhr nachmittags?

Ich bin ein Morgenmensch und mein Energielevel ist um vier Uhr nachmittags am tiefsten. 🙂

Charlotte, vielen Dank für das spannende und inspirierende Interview – es hat mir sehr viel Spaß gemacht!

English version:

Who are you? As person, as writer and as women, who has lived in two such different countries?
I am a transplanted South African, living in Germany. For a long time, I struggled with the feeling that I had to choose between the two countries, but now I have come to a place of peace, knowing that I am someone who is lucky enough to have two homes. I like to think I’m a citizen of the world. I am also a traveler, an optimist, a feminist, a fan of coffee and a huge and avid reader. Books have defined my life, and I was always determined to write one. It took me a long time to get going, but I finally started writing Balthasar’s Gift when I was 39. I realized that if I didn’t get going with writing then and there, I never would, and then I would die old and bitter without ever having given my ambition a try. So I did, was lucky enough to have my first novel published and am now on the cusp of publishing the second one.

So many topics I want to ask further now, but let’s start with the bibliophile one: What was the worst book you’ve ever read – and why? What is your all-time favorite? And is there any novel which influenced your writing?
I don’t like to disrespect other writers so I’m not going to name names, however let it be said that I don’t read novels about abusive relationships dressed up as light S&M/romance. I am also sick to death of crime fiction that starts with a sexy corpse – such an old, tired and disrespectful trope and so many crime writers are guilty of this.
As I am in awe of many writers, it is hard for me to choose a particular favourite, but I would never not read anything by Hilary Mantel, Jane Smiley, Barbara Kingsolver, Donna Tartt or Ann Patchett. I’d happily read their grocery lists. I am always influenced and inspired by other people’s work, but my favourite books about writing are On Writing by Stephen King and Bird by Bird by Ann Lamott.

Ah, here it is – the sexy corpse. To write a crime novel without such a cliché – was that the reason for you to choose the genre of crime fiction?
The main reason I chose crime fiction was that it was the best way to tell my particular story. The first draft was in fact literary fiction, but I had a strong sense that it wasn’t working. When I changed it to crime, it seemed to take off. I had read a lot of crime writers – Ruth Rendell, PD James, Elizabeth George – and I admired the way they used the crime genre to turn a mirror on society, which is what I wanted to do.
My impatience with the sexy corpse came later. The more I read, the more I realized that a huge proportion of crime fiction has a dead woman – and often a young, beautiful, naked dead woman – as its inciting incident. I started to ask myself why. Why do women have to be naked and dead for crime fiction to be successful? Why does most crime start this way? And, is it possible to write successful and thrilling crime fiction that is not predicated on a sexy corpse?
The sexy corpse is the wallpaper of the world of crime fiction: so common that we don’t even notice it any more. I reject this. I won’t create more wallpaper. And I won’t sexualize the bodies of dead women. That is too disrespectful to those who have suffered rape and abuse or been murdered at the hands of men. There is nothing sexy about that. There is nothing cool or edgy about that. The reality is horrific and the way we represent the reality in our stories now is nothing more than irresponsible. And I refuse to participate.

I have read your “I am from” on your webpage. There, South Africa shows a warm and friendly side, but a crime novel also shows the bad sides of a country.
Was it clear to you that South Africa will be your setting right from the beginning? And if you think of South Africa, do you have ambiguous feelings?

Yes, it was always clear that my first novel would be set in South Africa, the country of my heart. And my feelings about it are ambiguous: it’s such a magnificent country and it’s gone through such troubles. It is immensely disappointing to most South Africans that, despite achieving democracy, the country is unable to deliver people out of poverty. We’ve removed apartheid, but millions of people still suffer, and that is sad. We’d all love to see South Africa live up to its promise.

Democracy, denial of HIV, economy – the topics of your novels are political. How important is it for you to cover serious topics in your novels?
If you write about South Africa and you write crime fiction, you can’t avoid social realism. The two can’t be separated. So for me, it is function of the genre and of writing about South Africa. I also believe that the personal is political. Much as we’d love to think that we exist in sanitized bubbles of our own devising, every decision we make and every outcome we experience is affected by who we are, where we were born, what kinds of families we were born into, what privileges were and are available in those families, and how things are functioning in the society we choose to live in right now. As a child of apartheid South Africa, I am well aware of this. So even if I gave up crime fiction to write a novel about sex and shopping, I would still be interested in the baggage people bring and how that affects the decisions they make in their lives.

In a few days your new novel with Maggie Cloete will be published – Karkloof Blue. What is the main topic this time? And what inspired you? What was the spark?
The theme of Karkloof Blue is the environment. The spark for it came from many conversations with my brother who runs an indigenous plant nursery, and who is an activist for reversing the impact of plant monocultures in favour of biodiversity. On a basic level, it is vital for our planet to be biodiverse. However, the more I thought about it, the more I realised that the battle between monoculture and biodiversity is a useful metaphor for understanding how we are ridding ourselves of white patriarchy – and how very, very hard and very dirtily those who embody the patriarchy will fight to retain it.

So for Karkloof Blues your brother was a source of inspiration – what other inspirations and source of information do you have and use?
Inspiration comes from life, information comes from books!

Maggie Cloete is the heroine of your two novels – a strongheaded, curious, independent woman, writing for a newspaper, riding a bike. Does she reflect your own personality and way of life? Or was it important to you to differentiate yourself from her?
Maggie and I are similar in that I also worked as a crime reporter and I also question the status quo. That’s where the similarities end! She is a much braver reporter than I ever was and she is far wilder. She’s really an alter ego for me – a way to play with a different identity from the safety of my Heidelberg study.

Between Balthasar’s gift and Karkloof Blue several years have gone by – a very untypical and suprising move in a crime novel series. Are you planning another surprise for the next Maggie Cloete novel?
Yes, the third book will have a surprise in it!

So, that are very good news, because I have already read “Karkloof Blue” and now starting to wait for the next Maggie Cloete… just to put a little pressure on you. 😀
So, I think, that we are nearly at the end of our interview, but one last question: Why are you loathing 4 p.m.?

I am a morning person, and my energy levels are at their lowest at 4pm. 🙂

Charlotte, thank you very much for this exciting and inspiring interview – I really liked it!

Advertisements


3 Comments

Blogspezial: 1 1/2 Jahre Die dunklen Felle

So, heute ist es nun soweit. Mein Blog hat Geburtstag. Er wird genau 1 1/2 Jahre alt. Happy Birthday!!!
So wie im letzten Jahr feiere ich dieses Bestehen und habe für Euch etwas vorbereitet. In diesem Blogspezial dreht sich nämlich alles um eine Autorin und ihr neues Buch: Charlotte Otter mit Karkloof Blue.

Quelle: charlotteotter.com

Quelle: charlotteotter.com


Charlotte Otter hat gerade ihren zweiten Krimi um Reporterin Maggie Cloete veröffentlicht: Karkloof Blue. Schon einige Wochen vorher habe ich Charlotte kontaktiert und um ein Interview gebeten. Und nun freut es mich sehr, dass ich in dieser Woche nicht nur eine Rezension zu Karkloof Blue zu bieten habe, sondern auch ein Interview mit der Autorin und ein signiertes Exemplar von Karkloof Blue verlosen darf.
Vielleicht kennt ihr Charlotte schon von ihrem ersten Krimi Balthasars Vermächtnis, falls nicht, wird es Zeit. Wer sich einstimmen möchte, kann schon mal meine Rezension dazu lesen – und sich natürlich auch gerne seine/ihre eigene Meinung bilden und Balthasars Vermächtnis einfach selbst lesen – oder auch bei Charlotte auf ihrer Homepage oder ihrem Blog vorbeisehen, um mehr von ihr zu erfahren:
Hompage von Charlotte
Charlotte’s web

Falls Euch das noch nicht reicht, dann könnt ihr jetzt den neusten Teil um Maggie Cloete, Karkloof Blue, gewinnen, den ich Euch nur empfehlen kann. Wer sich noch nicht sicher ist, kann noch auf meine Rezension dazu warten, denn das Gewinnspiel startet ab sofort und endet am 27.09.2015 23:59 Uhr.
DSCF3346
Karkloof Blue – Charlotte Otter
Inhalt:
Greenwashing ist kein Kapitalverbrechen, sondern gängige Praxis in der PR großer Firmen. So pflegt der südafrikanische Papierkonzern Sentinel sein Image als umweltfreundlicher Wohltäter der Region. Nachrichtenredakteurin Maggie Cloete soll eigentlich ihren Schreibtisch hüten und nicht herumschnüffeln. Doch die Journalistin kann Ungereimtheiten nicht auf sich beruhen lassen. Ihre Recherchen zu vom Aussterben bedrohten Schmetterlingen lösen einen Wirbelsturm aus, der alte Leichen und neue Gewalt zum Vorschein bringt. Der zweite Roman um die kompromisslose Reporterin Maggie Cloete zeigt die dunklen Seiten des heutigen Südafrika.

Um zu gewinnen ist es ausreichend, unter diesem Beitrag einen Kommentar zu hinterlassen, allerdings möchte ich gerne wissen, was Euch spontan zu Südafrika einfällt, der zweiten Heimat von Charlotte. War vielleicht schon jemand mal dort? Habt ihr schon literarische Ausflüge nach Südafrika unternommen? Oder ist Südafrika für Euch noch ein blinder Fleck auf Eurer (literarischen) Landkarte?
Und nun viel Glück!


Das Kleingedruckte
Der Gewinner wird aus allen Teilnehmern ausgelost. Der Name/ Nickname des Gewinners wird nach der Auslosung auf meinem Blog veröffentlicht und der Gewinner außerdem per Email benachrichtigt (bitte denkt also daran, beim Kommentieren eine tatsächlich von euch genutzte Emailadresse zu benutzen). Die Adressdaten des Gewinners werden nur für den Versand benötigt und werden nicht an Dritte weitergegeben, Ausnahme ist Charlotte Otter, da sie das Buch verschicken wird. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit diesen Bedingungen einverstanden.


2 Comments

Gewinnauslosung des Bloggeburtstagsgewinnspiels

So, das Gewinnspiel ist vorbei. Überraschenderweise hat es sogar mehr Bewerbungen für “Die Stunde der Rotkehlchen” gegeben, was mich sehr überrascht hat. Ich hätte jetzt gedacht, dass “Schwarzblende” beliebter ist. So kann man sich irren! Es freut mich jedenfalls sehr, wobei ich von beiden Büchern sehr begeistert war.

Für “Schwarzblende” haben sich drei Bewerber eingefunden (links im Bild), für “Die Stunde der Rotkehlchen” war es fünf (rechts im Bild).
DSCF3253

 

 

 

 

 

Und gewonnen haben:
DSCF3254

 

 

 

 

 

Ich glaube, man kann es doch ein wenig schlecht lesen. Deshalb hier nochmal in lesbarer Schrift:

“Schwarblende” hat Dunkelfalke gewonnen.
“Die Stunde der Rotkehlchen” hat Sabine Woggon gewonnen.

Meinen herzlichen Glückwunsch an die beiden Gewinner! Eine Mail geht gleich an Euch raus.

Für alle anderen Gewinnsüchtigen (aber auch die beiden Gewinner) heißt es, am 23.04. wieder vorbeizuschauen, denn da ist Welttag des Buches und die Aktion “Blogger schenken Lesefreude” findet statt. Bei mir gibt es dann “Die Affen von Cannstatt” von Christine Lehmann zu gewinnen.


9 Comments

Geburtstagsgewinnspiel

Anstatt einer Rezension gibt es heute mein nachträgliches Geburtstagsgewinnspiel. Die “Sonntagsrezension” werde ich dann morgen nachholen. Zufälligerweise ist nicht nur mein Blog ein Jahr alt geworden, sondern ich habe auch meinen 200. Beitrag veröffentlicht und deshalb habe ich beschlossen, nicht nur ein Buch, sondern zwei zu verlosen.
Desweiteren habe ich mir ein paar kleine, aber feine Änderungen für meinen Blog überlegt, die ich Euch in ein paar Tagen vorstellen werde.

Aber jetzt zu den Gewinnen. Da meine Arbeitswoche sehr stressig war, hab ich die Gewinne recht spät bestellt und somit sind diese auch noch nicht bei mir angekommen. Aber, gerade ist mir aufgefallen, dass ich beide Bücher selbst habe (deshalb gibt es diese ja zu gewinnen) und somit gibt es jetzt eben ein Bild von meinen Exemplaren:
DSCF3250

 

 

 

 

 

Jo Walton – Die Stunde der Rotkehlchen
Verlag: Golkonda
289 Seiten
ISBN: 978-3944720418
Inhalt:
1941 war Sir James Thirkie ein Held, der den »ehrenwerten Frieden« Englands mit Hitler aushandelte. Acht Jahre später wird er tot auf dem Landsitz von Lord und Lady Farthing aufgefunden, auf der blutroten Brust einen Davidstern aus gelbem Stoff, in dem ein Dolch steckt. Ein Schock für die einflussreiche Wochenendgesellschaft aus Freunden und politischen Weggefährten! Unter den Gästen befinden sich auch Lucy, die Tochter des Hauses, und ihr jüdischer Mann David, deren Heirat in den Kreisen der Familie missbilligt wurde. Soll David zum Sündenbock gemacht werden? Der Farthing-Clique käme das gerade recht. Für Inspector Carmichael von Scotland Yard ist es nicht leicht, das Netz von Lügen, falschen Fährten und Heimlichkeiten zu durchschauen, in dem nichts so ist, wie es scheint, und eines nicht zum anderen passt. Aber auch er hat etwas zu verbergen. Die Ermittlungen in Adelskreisen und unter Politikern fordern ungewohnte Rücksichtnahme − und dann gibt es noch einen weiteren Toten …
Die Stunde der Rotkehlchen verbindet einen alternativen Geschichtsverlauf im Stil von Robert Harris’ Vaterland mit der spielerischen Leichtigkeit eines Krimis von Agatha Christie, politische Brisanz mit souveränem Nervenkitzel. Jo Walton beweist erneut, dass sie eine begnadete Geschichtenerzählerin ist, die uns mit jedem ihrer Bücher in eine unvergessliche Welt entführt.

Zoe Beck – Schwarzblende
Verlag: Heyne
412 Seiten
ISBN: 978-3453410435
Inhalt:
London. Der Kameramann Niall Stuart wird unfreiwillig Zeuge, als zwei junge Männer einen Soldaten in zivil grundlos angreifen und töten. Niall nimmt die Szene mit seinem Handy auf. Einer der Täter kommt zu ihm, das blutige Messer noch in der Hand, und bekennt, dass er den Mord im Namen Allahs begangen hat. Sein Komplize schwenkt die Flagge des Islamischen Staats. Als Niall wenig später den Auftrag erhält, eine Dokumentation über den Fall zu drehen, ahnt er nicht, dass er mit grausamer Absicht für diese besondere Aufgabe ausgewählt wurde.

Wer bei dem Gewinnspiel mitmachen will, hinterlässt hier einfach einen Kommentar und gibt an welches Buch sie/er gewinnen möchte und warum es dieses Buch sein soll. Ihr könnt auch beide nennen – dann bekommt ihr jeweils ein Los pro Buch.
So, nun noch zu den technischen Details: Das Gewinnspiel startet ab sofort und läuft bis zum 12.04.2015, 23:59 Uhr.
Und nun: Viel Glück!


Das Kleingedruckte
Der Gewinner wird aus allen Teilnehmern ausgelost. Der Name/ Nickname des Gewinners wird nach der Auslosung auf meinem Blog veröffentlicht und der Gewinner außerdem per Email benachrichtigt (bitte denkt also daran, beim Kommentieren eine tatsächlich von euch genutzte Emailadresse zu benutzen). Die Adressdaten des Gewinners werden nur für den Versand benötigt und werden nicht an Dritte weitergegeben. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit diesen Bedingungen einverstanden.


3 Comments

Happy Birthday… to me!

Genau vor einem Jahr habe ich diesen Blog gegründet. Ein Datum, welches ich mir gut merken kann, auch wenn mich WordPress heute natürlich brav daran erinnert hat. Heute heißt es also: Happy Birthday to me!

Natürlich möchte ich das mit Euch gebührend feiern, doch leider bin ich ziemlich unvorbereitet. Ist ein bisschen wie Weihnachten – erst ist es noch ewig hin und plötzlich ist morgen Weihnachten. Na ja, jedenfalls hab ich mir jetzt gedacht, dass ich den Bloggeburtstag einfach über Ostern ein wenig feiere. Bis dahin sind es ja noch zwei Wochen und ich kann noch einige Dinge vorbereiten und Euch dann ein paar tolle Dinge präsentieren. Natürlich wird es auch etwas zu gewinnen geben, aber ich habe auch einige kleine Neuerungen bzw. Überarbeitungen auf meinem Blog vor und vielleicht kann ich ja noch etwas Überraschendes einbauen. Ihr dürft Euch also vorfreuen. 😉


2 Comments

Ende des Geburtstagsspecials mit Bekanntgabe des Gewinners

So, eine Woche ist vorbei und mein Geburtstagsspecial ist beendet.
Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe Euch allen auch. Ich bedanke mich nochmal bei Micha Krämer und seiner Bereitschaft mein Special so toll zu unterstützen.

Und damit kommen wir zur Verlosung des Gewinnes: eine signierte Ausgabe von “Romeo” von Micha Krämer.
Hier sind die Lose und die Gewinnerin:
DSCF3068DSCF3070

 

 

 

 

 

Und die Gewinnerin ist: Thea Alhäuser.
Herzlichen Glückwunsch!


Leave a comment

Krähenblut – Micha Krämer

Kr__henblut_51657983317d0
Micha Krämer – Krähenblut
Verlag: CW Niemeyer
297 Seiten
ISBN: 978-3827195210
9,95 €

 

 

 

 

Meine Meinung:
„Krähenblut“, ein neuer Fall für Nina Moretti und… tja, leider nicht für Hans Peter Thiel. Der weilt nämlich gerade mit Ninas Mama in Italien: Amalfi, Neapel, und und und. Immer wieder gibt es einzelne Ausschnitte aus Hans Peter und Inges Urlaub, derweil Nina an einem neuen Fall sitzt. Es fühlt sich ein bißchen wehmütig an, da es einem wie die Vorbereitung auf Hans Peters Ruhestand vorkommt. Denn dann muss Nina ja auch allein – oder vielleicht mit einem neuen Partner? – ran.

In „Krähenblut“ verwebt Micha Krämer geschickt die privaten Geschehnisse und die Ermittlungen um einige seltsame Vorkommnisse und einen Mord. Ein Heinrich Sadorski erleidet, nachdem er eine tote Krähe an seiner Werkstatttür genagelt vorgefunden hat, einen Herzanfall. Kurz darauf verschwindet ein Freund von Sadorski aus dem Altenheim. Beides sind nicht gerade Fälle für die Mordkomission, doch als dann kurz darauf der Enkel Sadorskis tot aufgefunden wirs, muten die Vorkommnisse schon komisch an. Nina beginnt zu ermitteln und diesmal zusammen mit Thomas Kübler.

Die Zusammenarbeit ist nicht immer perfekt – Nina oft zu schroff, Thomas schnell eingeschnappt. Da perfekt aber oft langweilig ist, verschaffen diese Eigenschaften ein bisschen Würze in der Arbeitsbeziehung und neben der spannenden Ermittlung lässt einen diese Mischung die Seiten in einem Rutsch weg lesen. Auch die Kombination aus privaten Entwicklungen und kriminalistischer Ermittlung ist gut gewählt, auch wenn mir die italienischen Ausflüge manchmal ein wenig zu viel waren.

Die Ermittlung schlängelt sich diesmal von einem Ergebnis zum anderen. Immer wieder ergeben sich neue Ermittlungsansätze und Spuren. Schon recht bald ist klar, dass eine Verbindung zur Vergangenheit besteht. Wie so oft zum Dritten Reich. Überraschenderweise kommt der Krimi aber ohne Rückblenden aus. Er spielt komplett im hier und jetzt. Auch recht schnell klar ist, worum es bei dem zurückliegenden Geheimnis ging und wie vieles zusammenhängt. Somit war der Krimi in einigen Teilen recht vorhersehbar, doch es gibt zwei Fragen, die aber bis zum Schluss offen bleiben und für Spannung sorgen: wer den Enkel von Sadorski umgebracht hat und warum, bzw. wie er mit in einem Geheimnis drin hängt, welches es schon lange vor seiner Geburt gab.

Abschließend kann man noch die Regional-Krimi-Gegner beruhigen. Ja, das ganze spielt in Betzdorf und klar kommen Straßen und Örtlichkeiten vor, die im Westerwald liegen. Aber das war für mich als reingeschmeckte Schwäbin und Ur-Fränkin überhaupt kein Problem. Es gibt keine Passagen in Dialekt oder andere Eigenheiten, die man nur versteht, wenn man aus der Gegend um Betzdorf kommt. Oder falls es doch so gewesen sein sollte, dann hat es zumindest dem Lesespaß und der Spannung keinen Abbruch getan. Das Prädikat „Regionalkrimi“ hat oft etwas Negatives und das finde ich sehr schade, denn oft verstecken sich dahinter landesweit lesbare und sehr gute Krimis. So wie dies auch bei Micha Krämers Reihe der Fall ist. „Krähenblut“ kann ich jedenfalls nur weiterempfehlen.

Fazit:
Abgesehen von einigen Kleinigkeiten, war dies wieder ein gelungener und spannender Krimi. Ich werde die Serie auf jeden Fall weiterverfolgen und bedaure schon ein bisschen, dass ich „Romeo“ jetzt erstmal verlose. 😉 Von mir gibt es 4 Schafe.

4 Schafe