Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)


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China Girl – Don Winslow

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Don Winslow – China Girl
Verlag: Suhrkamp
Übersetzer: Conny Lösch
441 Seiten
ISBN: 978-3518465813

 

 

 

 

Neal Careys zweiter Fall für die „Family of Friends“ führt ihn nach China. Chemiker Robert Pendleton verknallt sich auf einer Konferenz in die wunderschöne, verführerische Li Lan und verschwindet mit ihr. AgriTech, Pendletons Arbeitgeber und ein „Freund“ der Familie, ist das gar nicht recht, da Pendleton der Topmann für Hühnerscheisse, pardon, für Dünger ist. Und so wird Neal ausgeschickt, um Pendelton zur Besinnung zu bringen. Nach einer selten dämlichen Aktion auf amerikanischem Boden folgt Neal der Spur nach China. Ein fremdes Land, eine fremde Kultur und dazu ist nichts wie es scheint.

Im Gegensatz zum ersten Teil der Neal Carey Reihe, London Undercover, gibt es hier keine Rückblicke auf Neals Ausbildung und dieser charmante Teil fällt leider weg. Ob man nun wirklich mit dem „beste[n] Privatdetektiv New Yorks“ zu tun hat, so wie das Rückcover behauptet, mag jeder selbst entscheiden, ich zweifle doch mächtig daran. Gerade im ersten Teil des Buches, der noch in den USA spielt, macht Neal doch sehr entscheidende Fehler, allerdings würde er ohne diese vermutlich nie in China landen, so dass diese für den Handlungslauf, wenn auch nicht himmelhochjauchzend aufgenommen, doch geduldet sind.

Das Reich der Mitte – China, ein unbekanntes und fremdes Territorium. Doch nach Neals Aussage, ist jede Großstadt sich ähnlich. Dass er sich da mit Hongkong irrt, merkt er ziemlich schnell. Winslow jagt Neal Carey aber nicht nur durch die Großstadt. Über die verschlungensten Wege, in denen er Li Lan und Pendleton mal hat, mal wieder verliert, kommt er vom touristischen Hongkong in die Slums, über eine mittelgroße Stadt bis hinauf in die Berge. So facettenreich wie das Land zeigt sich auch die Bevölkerung, doch die Lehre, die Neal ziehen muss, ist: traue niemanden außer Dir selbst (und vielleicht Joe Graham, aber der ist ja meilenweit entfernt in den USA). Überhaupt wird Neal in „China Girl“ ständig hinters Licht geführt und übertölpelt, keiner ist was er vorgibt zu sein und an mehreren Stellen glaubt man Neal fast schon verloren.

Winslow gelingt es, nebenher sogar noch ein wenig chinesische Geschichte unterzubringen und zeigt, wie der Kommunismus als verdrehte Politik gelebt wurde. Das Ende bietet dann sogar Einblick in den Buddhismus – auch schön nebenher eingearbeitet in einer der anstrengendsten Verfolgungsjagden, die ich je gelesen habe.

Alles in allem war ich von diesem Teil nicht ganz so überzeugt, wie vom letzten Teil. Neal „stümpert“ ein wenig vor sich hin und die Einblicke in seine Lehrzeit habe ich irgendwie vermisst. Doch auch „China Girl“ hat seine schönen Seiten. Denn gerade diese stümperhafte Art lässt Neal China von ganz anderen Seiten erleben und immer neue Facetten entdecken. Es ist ein Auf und Ab, getrieben, nicht nur von der Verpflichtung, Pendleton zu finden, sondern auch von Neals Vernarrtheit in Li Lan, die ihn nicht aufgeben lässt, auch wenn er dafür durch einen Drogenslum muss, in einer Luxussuite eingesperrt wird und einen Berg erklimmt. Abwechslungsreich und spannend, gespickt mit ein wenig Geschichte und Kultur – mit einem sympathischen, aber ein wenig ungeschickten Neal Carey. Und letztendlich ist es für jeden Lesejunkie ein Seelentröster, dass Neal Carey an seiner Leidenschaft, der Literatur des 18. Jahrhunderts, festhält – komme, was wolle!

Fazit:

Vielfältig und spannend – eine Jagd zwischen fremden Kulturen und von Stadt zu Land zu Berg, die Neal Carey ein wenig dilettantisch, aber sympathisch durchsteht.

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Lesetipp mit Vorfreude: London Undercover / China Girl – Don Winslow

Vor ein paar Tagen habe ich entdeckt, dass eine frühe und meines Erachtens zu wenig beachtete Reihe von Don Winslow zum Glück wieder belebt wird. Es geht um die Neal Carey-Reihe, die ab 1997 mit drei Teile erschienen ist. Ich habe diese Reihe erst eine ganze Weile später entdeckt und leider war sie offiziell nicht mehr zu kaufen. Doch mir ist es gelungen, immerhin die ersten beiden Teile über die Bibliothek zu beziehen.
Aber solche Umwege sind im nächsten Jahr nicht mehr nötig, um Neal Carey kennenzulernen. Bei suhrkamp kann man bisher zwei Teile finden, doch ich hoffe, dass auch die weiteren Teile folgen. Zumindest habe ich in einem anderen Buch den Hinweis gefunden, dass der Verlag das durchaus vorhat.
Und hier sind sie:

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London Undecover: Neal Careys erster Fall – Don Winslow
Verlag: suhrkamp
ISBN: 978-3518465806
9,99 €
Erscheinungstermin: 10.01.2015

Inhalt:
Allie Chase, die minderjährige, rebellische Tochter eines prominenten Senators, ist in die Underground-Szene Londons abgetaucht. Neal hat nur wenige Tage Zeit, um Allie aus dieser Hölle voller Junkies, Drogendealer und Schläger zu befreien, damit sie pünktlich zum Wahlkampf aufgeräumt und strahlend an der Seite ihrer Eltern auftreten kann. Doch was der Untergrund aufzubieten hat, ist nichts gegen das, was Neal an der Oberfläche erwartet – falls er es dorthin zurückschafft…

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China Girl: Neal Careys zweiter Fall – Don Winslow
Verlag: suhrkamp
ISBN: 978-3518465813
9,99 €
Erscheinungstermin: 06.04.2015

Inhalt:
Robert Pendleton ist ein Chemiegenie; was er entwickelt, bedeutet nicht nur Fortschritt, es bedeutet vor allem Reichtum und Macht. Als er plötzlich verschwindet, sind alle in Aufruhr: die CIA, die chinesische Regierung und die »Bank«, die sehr viel Geld in Pendletons Forschung investiert hat. Neal Carey soll ihn wiederfinden – ein Routinejob, wie er glaubt, bis er auf die schöne und geheimnisvolle Li Lan trifft. Im dunklen Herzen Chinas soll Neal die Antwort auf alle Fragen finden – oder den Tod.


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Gefallene Blüten – Clementine Skorpil

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Clementine Skorpil – Gefallene Blüten
Verlag: Argument
342 Seiten
ISBN: 978-3867542128
12 €

 

 

 

Inhalt:

Ai Ping war schon immer ein wenig anders, als die restlichen Frauen in ihrem Dorf. Tragische Ereignisse in ihrem Leben haben sie ruhelos gemacht und so wandert sie Tag für Tag durch ihr Dorf. Als Pflaumenblüte, ihre Enkelin, in Shanghai verschwindet, macht sie sich auf, um ihre Enkelin zu finden. Eine alte, ehrwürdige Frau allein in Shanghai ist auch in der Großstadt ungewöhnlich, doch Ai Ping ist starrköpfig und klug. Zufällig trifft sie Lou Mang, einen Studenten mit kommunistischen Ambitionen, und beauftragt ihn mit der Suche nach Pflaumenblüte. Für beide beginnt eine gefährliche Suche im Dschungel von Shanghai, bei der sie auf mächtige Gegner stoßen.

Vorab:
Auch dieses Buch habe ich freundlicherweise vom Argument Verlag zugesandt bekommen. Hier muss ich gestehen, dass mich das Setting einfach total interessiert hat: Shanghai in den 30ern. Eine Zeit, über die ich so gut wie nichts weiß und die ich mir einfach exotisch fremd und zugleich hektisch gefährlich vorgestellt habe. Ob das eingetroffen ist? Seht selbst:

Meine Meinung:
Zuallererst begegnet man in diesem Krimi einem Personenregister, welches neben Ai Ping und Lou Mang viele historische Persönlichkeiten und einige andere beinhaltet. Zugegeben, das anfängliche Durchlesen hat mir wenig gebracht, doch habe ich das Register während des Lesens immer mal wieder aufgesucht und nachgelesen, wer welche Person ist. Einfach aus dem Grunde, dass es mir nicht so leicht gefallen ist, die chinesischen Namen zu merken. Außer den Protagonisten ist mir das nur von drei, vier anderen Personen gelungen; die anderen Namen waren für mich Europäer einfach zu ähnlich.
Ein nettes Schmankerl ist die Tatsache, dass die Kapitel immer mit dem chinesischen Zeichen des Erzählers des Kapitels beginnen. Netter- und nötiger weise waren Ai Ping und Lou Mang im Personenregister übersetzt, denn sonst wäre das nur schwer herauszufinden gewesen.

Shanghai 1926 – aufgeteilt zwischen den Kolonialmächten, gepflastert mit ausbeuterischen Fabriken und kapitalistischen westlichen Fabrikbesitzern (na ja, nicht nur), Korruption en masse in Wirtschaft und Politik so ganz neben der „normalen“ Kriminalität wie der Green Gang und dem Opiumhandel, vollgestopft mit Rikschas und Suppenküchen. Ganz nebenbei versucht sich der Kommunismus in Shanghai einzuschleichen und bildet eine politische Kontrastfolie zum verruchten und ausbeuterischen Shanghai-Bild.
Ja und dann sind da eben noch die Madennester, wie die Bordelle in Shanghai genannt werden. Hier sind die Wilden Hennen zu finden – Pflaumenblüte war eines der besten Mädchen im Hause Orchideenpalast. So haben die leichten Mädchen im Krimi alle Namen wie Schneerose oder Duftwolke, welches den Titel „Gefallene Blüten“ sehr gut trifft.
Das Setting sollte also meinen Vorstellungen entsprechen und ja, es war alles da. Ab und an habe ich ein paar beschreibende Passagen vermisst, die mich in die Zeit und die Kultur versetzt hätten. Zusätzlich habe ich das Gefühl, bei weitem noch nicht mal an der Oberfläche der Kultur von Shanghai 1926 gekratzt zu haben. Mehr Details hätten das Buch aber vermutlich aufgeblasen und langweilig gemacht, so muss ich mein Interesse wohl anderweitig weiterstillen.

Die beiden Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein und so glaub ich noch nicht da gewesen. Vielleicht irre ich mich, aber eine alte Chinesin und ein Kommunist sind mir als „Ermittler“ bisher noch nicht untergekommen.
Ai Ping ist eine alte Frau und ich habe zugegebenermaßen Probleme mit weiblichen Protagonisten in historischen Romanen, Krimis, etc. So viele weibliche Heldinnen wie in historischen Romanen gehen ja auf keine Kuhhaut. Die Frau war in der Vergangenheit nur in den seltensten Fällen in irgendeiner Position, in der sie selbst entscheiden konnte oder gar Macht hatte. Nun spielt „Gefallene Blüten“ zwar schon 1926 aber nichtsdestotrotz in einer Kultur, in der die Frauen einen geringeren Stellenwert haben. Somit hatte ich ein wenig Probleme mit Ai Ping als Protagonistin, doch ist es der Autorin gelungen, meine Bedenken über die Laufzeit des Krimis zu zerstreuen. Absolut detailgetreu wird dargestellt, welche Schmerzen Ai Ping beim Laufen aufgrund ihrer gebundenen (und als Kind gebrochenen Füße) hat. Ich habe wahrlich mitgelitten auf all ihren Wegen. Ansonsten stellt sich Ai Ping als findig heraus und ist sich auch nicht zu schade, alle möglichen Leute zu animieren, ihr zu helfen. Auch reiche Leute schrecken sie nicht ab und sie begibt sich fast schon „todesmutig“ in die Anbetung von Marx und lässt sich christlich taufen, um Pflaumenblüte zu finden. Das ist doch mal eine liebende Großmutter!

Lou Mang läuft ihr schon früh über den Weg und kann ihr letztendlich ihre Bitte nicht abschlagen, im Orchideenpalast nach Pflaumenblüte zu fragen. Seine Gedanken sind allerding beherrscht vom Kommunismus. Gemeinsam mit Gesinnungsgenossen sucht er einen Weg, den Kommunismus in China zu etablieren, doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Nicht nur, dass die obere Schicht keineswegs ihre Macht abgeben will, die anderen Schichten wollen einfach (noch) nicht verstehen, was ihnen der Kommunismus bringen sollen. So ist Lou Mang eifrig am verfechten, aber doch immer wieder frustriert, dass er nicht weiterkommt. In der Ermittlung geht er durchaus geschickt vor, doch schon recht bald wird es für ihn gefährlich. Er trifft auf die Green Gang und den „Paten von Shanghai“, Großohr Du. Diese Begegnung läuft für ihn nicht sehr glücklich, so dass man seine mitunter fehlende Loyalität gegenüber Ai Ping durchaus verstehen kann.

Die Ermittlung der beiden, gemeinsam mit dem Kreisbeamten Wei Long, der Ai Ping hilft, gestaltet sich als schwierig. Pflaumenblüte ist bei einem Treffen mit Lui Er, einem Fabrikbesitzer, verschwunden, welcher erschossen / erstochen zurückbleibt. Pflaumenblüte ist untergetaucht und Ai Ping und Lou Mang bleibt nichts anderes, als zu ermitteln, wer Lui Er ermordet hat, um sie zu finden. Dazu tauchen die beiden in die obersten Kreise von Shanghai ein, aber auch tief in die Unterwelt, welche in Shanghai sonderbar nahe und verwoben sind. Es gibt viele Fährten und Menschen, die beide treffen, doch was letztendlich geschah hat mich dann doch überrascht. Es war entgegen den Ermittlungen in den verschiedensten Kreisen, ein fürchterlich banaler Grund. So bewahrheitet sich doch immer wieder, dass es im Grunde nur wenige Motive gibt und man bloß nicht zu kompliziert denken soll.

Fazit:
Zwei ungewöhnliche Protagonisten, ein komplex banaler Fall und eine Zeitreise ins exotische Shanghai von 1926. . Der Krimi war ein Erlebnis der besonderen Art und ist nur zu empfehlen. Von mir gibt es 4 1/2 Schafe.

4 und ein halbes Schaf


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SUB-Fütterung / 27.06.2014

In dieser Woche war mein Briefkasten gut gefüllt und mit viel Vorfreude, darf ich Euch die neuen Schätze in meinem Regal vorstellen. Wenn ich meinen Blick so über die Bücher schweifen lasse, fällt mir auf, dass ich diesmal eine Ländervielfalt zu bieten habe. Da ist also auf jeden Fall Abwechslung drin!
Ganz besonders freue ich mich, über zwei Ariadne Kriminalromane, die ich vom Argument Verlag zur Rezension bekommen habe. Dafür möchte ich mich hier nochmal bedanken – natürlich werde ich mich nach meiner Skandinavienwoche sofort darauf stürzen.

So, hier sind aber nun meine Neuen:
Neues 260614

 

 

 

 

 

Dominique Manotti – Ausbruch
Verlag: Argument
244 Seiten
ISBN: 978-3867542180
17 €

Inhalt:
Filippo hat mit Politik nichts am Hut, bis er im Knast auf den älteren Carlo trifft, einen politischen Gefangenen der extremen Linken. Carlos Erzählungen von den Kämpfen der 1970er ­befeuern Filippos Phantasie. Als Carlo flieht, springt er spontan mit auf, wird dann aber sitzengelassen. Während der junge Ausbrecher noch zu Fuß durch Italien pilgert, kommt Carlo in Mailand bei einem Banküberfall ums Leben.
Filippo flüchtet nach Paris, sucht Kontakt zu Exil-Italienern, doch der Empfang ist nicht gerade herzlich. Entwurzelt, isoliert und ohne Perspektive muss er seinem Leben eine Wendung geben: Er beginnt zu schreiben. Auf Nachtwachen im Büroturm in La Défense schmückt er aus, was er erlebt hat, erschafft einen Mythos, in dem er die Rolle des Helden spielt, mit Carlo an seiner Seite. Ein Roman entsteht. Doch das Buch bringt Filippo zwischen die Fronten aus italie­nischen Polit-Exilanten, italienischer Polizei und Geheimdiensten. Es ist die ­Sorte Geschichte, die einen umbringen kann…

Clementine Skorpil – Gefallene Blüten
Verlag: Argument
339 Seiten
ISBN: 978-3867542128
12 €

Inhalt:
Die europäischen Kolonialherren haben die Stadt in Verwaltungszonen aufgeteilt. Fabriken schießen aus dem Boden, Triaden beherrschen die Straßen, der Opiumhandel blüht. Da trifft eine ehrwürdige alte Frau vom Lande ein, um nach ihrer verschollenen Enkelin zu suchen. Die Spur führt zu den Kurtisanenhäusern, ins Reich der »wilden Hennen« von Shanghai, doch dann verliert sie sich plötzlich. Hängt das Verschwinden der schönen Pflaumenblüte mit dem ermordeten Komprador Liu Er zusammen? Die starrköpfige Großmutter lässt nicht locker. Sie betraut einen aufmüpfigen Studenten mit Nachforschungen und legt sich dabei arglos mit mächtigen Widersachern an …

Linda Castillo – Teuflisches Spiel
Verlag: Fischer
349 Seiten
ISBN: 978-3596196135
9,99 €

Inhalt:

Als das gleißende Scheinwerferlicht des entgegenkommenden Fahrzeugs sie blendet, bleibt ihnen nicht einmal mehr die Zeit, um zu schreien. Auf der regennassen Straße im ländlichen Ohio sterben in dieser Nacht drei Menschen. Ein amischer Vater und zwei seiner Kinder. Als Polizeichefin Kate Burkholder die Unfallstelle genauer untersucht, kommen ihr erste Zweifel: War das wirklich ein Unfall, oder steckt noch etwas anderes dahinter?

Richard Dübell – Allerheiligen
Verlag: Ullstein
410 Seiten
ISBN: 978-3548284866
9,99 €

Inhalt:
Da legst dich nieder! Peter Bernward, Polizeihauptkommissar in Landshut, hat gleich mehrere Probleme auf einmal: Sein Vater nervt ihn mit dem Familienstammbaum, seine Angebetete, Kommissarin Flora Sander, hält ihn auf Abstand und ein gefährlicher Geiselnehmer hat sich ausgerechnet seine niederbayrische Heimatstadt ausgesucht, um unterzutauchen. Seitdem ist es mit der Ruhe in Landshut vorbei. Während der Kollege von der Münchner Polizei – ein arroganter „Städter“ – die Ermittlungen mehr behindert als voranbringt, unternimmt Bernward alles, um den Schwerverbrecher so schnell wie möglich zu fassen.

Sam Eastland – Der rote Sarg
Verlag: Knaur
367 Seiten
ISBN: 978-3426513101
9,99 €

Inhalt:
Moskau 1939: Oberst Nagorski ist unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Der Ingenieur war für Stalins wichtigstes Projekt verantwortlich – den neuen, hochgeheimen Panzer T-34, von Spöttern auch »der rote Sarg« genannt. Der Diktator glaubt an Sabotage und vermutet, dass die »Weiße Gilde« Nagorski ermordet hat. Sonderermittler Pekkala erhält den Auftrag, die Verschwörer aufzuspüren – eine lebensgefährliche Mission. Denn niemand weiß, ob es die Gruppe überhaupt gibt.