Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)


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Ungerechtigkeit: Zeit der Finsternis – Malla Nunn

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Malla Nunn – Zeit der Finsternis
Verlag: Argument
Übersetzerinnen: Laudan & Szelinski
Originaltitel: Present Darkness
295 Seiten + Glossar
ISBN: 978-3867542173

 

 

Himmelschreiende Ungerechtigkeit – das ist ein Thema, welches mir beim Lesen immer mal wieder Magendrücken verursacht. Ich rege mich so auf, dass es mir aufs Gemüt und eben auch auf den Magen schlägt. Nun kann man leider nichts machen, um die himmelschreiende Ungerechtigkeit, die Malla Nunn in ihrem 4. Krimi um Detective Sergeant Emmanuel Cooper in den 50er Jahren in Südafrika wieder auferstehen lässt, abzuändern  – es ist ja leider schon geschehen. Doch auch hieraus kann man gute Dinge ableiten. Den Lerneffekt von gut recherchierten politischen oder sozialkritischen Krimis, den ich ja so häufig rühme, kann man natürlich auch hier finden, doch noch viel mehr ist es einfach beeindruckend, wie lebendig Malla Nunn die damaligen Zustände aufzeigt, so dass man von dem Buch quasi aufgesogen, durchgekaut und ausgespuckt wird. Äußerst aufwühlend.

Emmanuel Cooper ist mittlerweile nach Johannisburg versetzt worden und lebt nun heimlich mit seiner Freundin und ihrem gemeinsamen Kind – eine Verbindung, die seinen Vorgesetzten nicht bekannt werden darf, denn wir befinden uns mitten im Apartheitsregime und Beziehungen zwischen Weißen und Nicht-Weißen sind gefährlich. Als dann ein weißes Ehepaar, ein Schuldirektor und eine Sekretärin, in ihrem Haus überfallen wird und die Tochter zwei schwarze Jugendliche aus der Schule des Direktors beschuldigt, ist der Fall für Coopers Kollegen so gut wie abgeschlossen. Eine fatale Entscheidung, die Cooper in eine noch schwierigere Position bringt, als er sie eh schon inne hat, denn die Tochter beschuldigt unter anderem Aaron Shabalala, den Sohn seines Kollegen und Freundes Samuel Shabalala. Cooper hat mit verschwindenden Beweisen, Anfeindungen und Korruption zu kämpfen.

Man möchte schreien, wenn Cooper hinter dem Haus, dem Tatort, im Gebüsch einen schwer verletzten schwarzen Mann findet, diesen mit Feuereifer und Einsatz des dritten Teils des Trios, des jüdischen Doktors Zweigman , gerade noch lebend ins Krankenhaus bringt und nicht ein einziger seiner Kollegen diesen Umstand als wichtig empfindet – oder überhaupt erwähnenswert. Die Luxuskarosse, mit der die Täter geflohen sein sollen, findet man völlig unversehrt im Township und natürlich mit den entsprechenden Beweisen versehen, obwohl dort normalerweise nicht mal ein Fahrrad vollständig bleibt, wenn man es aus den Augen lässt. Man möchte durchgehend jemand schütteln und anschreien, wenn man darüber liest, mit welchen inkompetenten / uninteressierten / korrupten Kollegen Cooper in seiner Ermittlung umgehen muss und man fragt sich, ob dort – in Südafrika, zu dieser Zeit – überhaupt jemals ein wirklich Schuldiger gefunden wurde. Die Aussage eines Mädchens, welches ganz offensichtlich lügt, gilt als Wahrheit, nur weil sie weiß ist. Das allein ist die Begründung! Brr – himmelschreiende Ungerechtigkeit!

Man mag sich sagen, ja, das ist ja nur ein Krimi, doch Malla Nunn zeichnet hier ein furchterregend realistisches Bild von Südafrika zu dieser Zeit. Das Apartheitsregime hat Familien und Freundschaften entzweit, Gewalt und Korruption gestreut und die Gesellschaft völlig vergiftet. Eine Horrorvorstellung, die man sich wohlbehütet im gut funktionierenden, freien und demokratischen Deutschland, fast nicht vorstellen kann und doch immer fürchten muss. Für Cooper kommt es soweit, dass er seine Freundin nur auf eine heimlich organisierte, illegale Tanzveranstaltung, die eigentlich nur ein Deckmäntelchen für Prostitution ist, ausführen kann, nur um mal ein wenig Zeit mit ihr außerhalb der eigenen vier Wände zu verbringen. Und auch der Fall an sich hängt natürlich tief mit den durch die Apartheit verursachten Umstrukturierungen zusammen, gepaart mit Familienbeziehungen und Korruption.

Ein erschreckendes, aber tief beeindruckendes Bild von Südafrika in den 50er Jahren präsentiert Malla Nunn. Emmanuel Cooper, der schon privat auf Messers Schneide balanciert gefährdet mit seiner eigenmächtigen Ermittlung alles – und doch muss er ermitteln. Für Shabalala. So wie sich das gehört unter Freunden. Da steht einer für den anderen ein. Egal welche Umstände herrschen. Und so wächst einem das ungleiche Paar, zu welchem eigentlich noch der Jude Zweigman gehört, ordentlich ans Herz. Bitte mehr davon Frau Nunn! Ich vertrage das, wirklich. Meinem Magen geht es auch wieder gut, keine Sorge. Und ich möchte auf keinen Fall die nächsten Teile missen.

Fazit:
Ein aufwühlendes Buch, welches ein erschreckend realistisches Bild von Südafrika zeichnet. Der Kriminalfall ist tief verwurzelt in dieser verqueren Gesellschaft und lässt Emmanuel Cooper an seine Grenzen kommen und sein eigenes Glück gefährden. Doch die Botschaft ist klar, wenn auch ein wenig kitschig: Freundschaft geht über alle Grenzen und Hindernisse.

 

Alle vier Titel der Reihe um Detective Sergeant Emmanuel Cooper:
Ein schöner Ort zum Sterben
Lass die Toten ruhen
Tal des Schweigens
Zeit der Finsternis

 


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Schweres Erbe: Power Play – Mike Nicol

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Mike Nicol – Power Play
Verlag: btb
Übersetzerin: Mechthild Barth
416 Seiten
ISBN: 978-3442713776

 

 

 

 

Was man nicht alles schmuggeln kann: Drogen, Geld, Waffen, Kunst, Seeohren…. ja, genau, Seeohren. Was das ist? Nun, man könnte denken, es ist eine Muschel, aber eigentlich ist es eine Schneckenart. Und da diese im asiatischen Raum als Delikatesse gerne verspeist wird, sind mittlerweile einige Arten der Schnecke vom Aussterben bedroht und die Seeohren sind ein begehrtes Gut. Und in der Tat lösen diese kleinen, aber anscheinend lecker schmeckenden Schnecken, einen Bandenkrieg erster Klasse aus, in den Krista Bishop und ihre Sicherheitsagentur Complete Security, verwickelt werden. Südafrikanische Action – mit Gangstern, Geheimdiensten und eben Schnecken.

Krista Bishop wird von Mart Velaze, einem Geheimdienstmitarbeiter, gezwungen, entgegen ihren Geschäftsgrundsätzen nur weibliche Kundinnen anzunehmen, die Sicherheit von zwei chinesischen Geschäftsreisenden zu garantieren, die in Südafrika am Bergbaugeschäft interessiert sind. Dies natürlich nur vordergründig, denn eigentlich wollen die Chinesen neue Bedingungen für die Seeohren aushandeln. Im Moment beziehen sie diese von den “Unberührbaren”, Titus Anders und seinem Geschäftspartner Rings Saturen, sowie dem Vermittler Bassie Baason, der im Hintergrund wirkt. Die drei sind natürlich keine reinen Geschäftsmänner, auch wenn alle drei sich mittlerweile viel Mühe geben, als diese zu gelten, doch die Gangstervergangenheit und – gegenwart lässt sich nun mal nicht verleugnen. Nun taucht auch noch eine neue, alte Bekannte auf, die den Markt der Seeohren aufmischt und als Titus Sohn Boetie den Fischen verfüttert wird, beginnt ein Stellungskrieg, in dem nicht nur Krista Bishop zwischen die Fronten gerät.

Krista Bishop ist die Tochter von Mace Bishop, den viele vermutlich aus Nicols Rachetrilogie (Payback / Killer Country / Black Heart) kennen. Zwar geistern in Kristas Kopf ständig Maces schlaue Sprüche herum, doch man kann das Buch auf jeden Fall unabhängig von der Trilogie lesen, denn auch ich kenne bisher nur den ersten Teil (meine Rezension hierzu findet ihr hier). Im Allgemeinen kann man wohl sagen, dass Krista die Tochter ihres Vaters ist: stark, unabhängig, gut ausgebildet. Mit dazu mischen sich natürlich (!) sexy Kurven und ein Hang zu älteren Männern. Vielleicht hätte Krista noch mehr Tiefe entwickeln können, wenn sie mehr Raum in dem Buch bekommen hätte, doch so sollte es wohl nicht sein und in der Summe ist sie damit quasi ein Mann mit sexy Kurven. Hm, nicht gerade eine Figur, mit der ich mich anfreunden konnte. Dann doch lieber gleich eine männliche Hauptfigur oder?

Das Buch baut sich als Kaleidoskop um 6 verschiedene Personen auf, die in jedem Kapitel ihren Anteil erhalten. Somit sind häufige Perspektivwechsel vorhanden und der Leser beleuchtet die Geschehnisse von allen Seiten. Am abwechslungsreichsten war die Abschrift der Aussage von Hardlife MacDonald, einem Mitglied der Mongols, einer Bande, die mit den Pretty Boyz, deren Anführer die Anders-Familie ist, im Krieg steht. Ansonsten folgt man Krista Bishop, Titus Anders, Mart Velaze aber auch Black Aron Chetty, dem Fahrer von Tamora Gool, der neuen, alten Unbekannten in der Gleichung. Dieser Strang wird nach und nach zu einer Slapstick-Einlage, denn Aron chauffiert einen russischen Auftragsmörder, der die Anders Familie auslöschen soll, dem es aber nie gelingt. Aber keine Sorge, es sterben auch so genug Leute. Im Übrigen zumeist die Abkömmlinge der Bosse, quasi in einer Art Sippenhaft.

“Power Play” ist ein gut gewählter Titel, der zum Glück auch ins Deutsche übernommen worden ist. Es geht um ein Ränkespiel der Mächte, eine geplante Machtübernahme, das Gebiet wird neu aufgeteilt, das Seeohrengeschäft mit Waffengewalt verhandelt. Das Buch bietet solide, spannende Unterhaltung im Mainstream-Thriller-Bereich. Abgesehen von der ungewöhnlichen Schmuggelware kann ich keine Besonderheiten feststellen. Und ganz ehrlich, ob Krista Bishop nun dabei war oder nicht dabei gewesen wäre macht meines Erachtens keinerlei Unterschied. Sie war zwar mittendrin, aber hat sich quasi überhaupt nicht beteiligt. Und auch wie in Payback muss ich leider bemängeln, dass der Thriller auch gut in einem anderen Land hätte spielen können – Südafrika, die Gesellschaft, die Vergangenheit, die Kultur, davon kann man leider kaum etwas in dem Thriller finden. Aber dazu ist es vielleicht auch das falsche Genre – südafrikanische Krimis gefallen mir doch immer noch ein wenig besser als südafrikanische Thriller.

Fazit:
Ein südafrikanischer Thriller rund um Gangster, Geheimdienste und Seeohren. Solide, aber eben nur Massenware.


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Burensterben: Weinende Wasser – Karin Brynard

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Karin Brynard – Weinende Wasser
Verlag: Lübbe Audio
Übersetzer: Dietmar Schmidt
Sprecher: Achim Buch
ca. 574 Minuten
ISBN: 978-3785752319

 

 

Südafrika – das aktuellste Krimithema schlechthin. Nach Deon Meyer, Roger Smith, Malla Nunn und Charlotte Otter nun eine Neuentdeckung: Karin Brynard. Bastei Lübbe, bei dem das Buch, bzw. Hörbuch „Weinende Wasser“ erschienen ist, steht ja unter anderem für Spannung und Thrill, aber – zumindest in meinen Augen – nicht unbedingt für tiefgreifende Geschichten, also eher nicht für politische oder sozialkritische Aufarbeitung von Themen. Kann also Karin Brynard mit Malla Nunn und Co. mithalten?

Inspector Beeslaar ist erst seit Kurzem auf seinem neuen Posten, als ein Mord auf einer Farm passiert: Freddie Swarts, eine junge, alleinstehende Frau, und Clara, ihre Adoptivtochter, werden ermordet. Beeslaar, weiß, zwei Meter groß und ein wenig jähzornig, muss nicht nur den Fall aufklären, sondern sich zeitgleich den Respekt seiner Mitarbeiter verdienen, seine Dienstherren beschwichtigen, Viehdiebe fangen und einen Mob von Buren im Zaum halten, die nun Angst um ihr Leben haben. Die Farmmorde sind ein um sich greifendes Phänomen und immer sind weiße, reiche Farmer die Opfer. Doch lässt sich der Mord an Freddie Swarts so aufklären oder steckt doch mehr dahinter?

Wer mal das Thema „Farmmorde“ in einer bekannten Suchmaschine eintippt, wird feststellen, dass sich hierzu einige Artikel finden lassen. Schwarze überfallen weiße Farmen bzw. ermorden weiße Farmer. Buren vornehmlich. Die Emotionen kochen hier sehr hoch, denn das Land hat eine lange und anstrengende Geschichte hinter sich. Wem gehört welches Stückchen Land? Wer ist der rechtmäßige Eigentümer? Und rechtfertigt das solche Taten? Doch oft sind diese Farmmorde noch nicht mal Streitigkeiten um Land. Es geht um einfache Raubzüge, oftmals vielleicht auch aus Not und Hunger geboren, und die Räuber sind nicht zimperlich.

Karin Brynard hat das Thema der „Farmmorde“ aufgenommen, um damit ihren Krimi „Weinende Wasser“  zu unterfüttern. Ein durchaus sehr spannendes Thema, welches die Autorin auch gut einarbeitet. Allerdings hätte die Geschichte noch ein wenig mehr Hintergrundwissen vertragen können, welches entweder mit Anmerkungen mitgeliefert hätte werden können (bei einem Hörbuch aber immer fraglich) oder eben im Text verarbeitet. Bewusst ist mir das hintergründige Thema nämlich erst geworden, als in der Hörrunde darüber gesprochen wurde.

Das ist vielleicht auch der Tatsache geschuldet, dass die Autorin einige Nebenschauplätze eröffnet. Neben persönlichen Problemen, mit denen Inspector Beeslaar kämpft, kümmert er sich anfangs zu intensiv später gar nicht mehr um die Viehdiebstähle der Gegend und hat grundsätzlich damit zu kämpfen, dass sich die Stimmung in der Gegend aufgrund der Morde aufheizt. Die Buren richten eine Nachbarschaftswache ein, bestückt mit Gewehren und viel Wut, aber auch mit gehörig viel Rassismus.  Beeslaar selbst ist nicht ohne Fehl und Tadel, wobei er natürlich definitiv zu den Guten gehört und wohl weitere Teile bestreiten wird, da dies sein „erster Fall“ war, und verbeißt sich in den falschen Verdächtigen, der ganz klar nur als Sündenbock herhalten soll.

Die Spannung hat insgesamt ein wenig geschwankt. Bis hin zur Mitte fand ich alles sehr spannend, doch dann kam eine Durststrecke, in der die Ermittlung fast versiegt, auch wenn einige Sachen passieren. Das Ende hat sich dann fast überschlagen mit allen Ereignissen, die fast zeitgleich stattfanden. Nicht so begeistert war ich vom Ende der Aufklärung – diese fand statt, als Inspector Beeslaar seinem Mitarbeiter erklärt hat, warum sich was wie zugetragen hat. Schade, denn die Devise sollte sein „show, don’t tell“.

Das Hörbuch hat sich wunderbar hören lassen. Der Sprecher, Achim Buch, hat seine Sache sehr gut gemacht. Ich konnte immer alle Personen auseinander halten und auch die niederländischen Namen bzw. Orte oder Wendungen hat er gut gesprochen und diese haben für zusätzliche Auflockerung gesorgt. Die Entscheidung fürs Hörbuch war also definitiv richtig.

Fazit:
Ein aktuelles Thema, welches noch ein wenig mehr hätte unterfüttert werden müssen, gepaart mit einer spannenden Ermittlung, die allerdings auch einen Durchhänger aufzuweisen hat. Krimiunterhaltung für zwischendurch.


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Entlarvt: Tal des Schweigens – Malla Nunn

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Malla Nunn – Tal des Schweigens
Verlag: Argument
Übersetzer: Else Laudan und B. Szelinski
310 Seiten
ISBN: 978-3867542074

 

 

 

Lesetechnisch bin ich sehr gerne in Südafrika unterwegs. Und ich möchte immer noch gerne ein wenig mehr darüber erfahren. Charlotte Otter hat mich hierhin mitgenommen, Richard Crompton war auch in Südafrika unterwegs und Mike Nicol auch ein wenig (wobei hier das wenigste “Südafrika” dabei war), aber erst mit Malla Nunn bin ich nun in die Tiefen getaucht. Für mich war Malla Nunn eine Unbekannte, doch zum Glück hat der Argument Verlag in seinem ariadne Kriminalprogramm nun den dritten Teil um Nunns Protagonisten Emmanuel Cooper, einen gemischtrassigen Detective in den 50er Jahren in Südafrika, aufgelegt. Wieder hat mir eine Autor(in) einen ganz anderen Blickwinkel auf ein Land ermöglicht, welches ich vielleicht nie mit eigenen Augen zu sehen bekommen, aber literarisch sehr gerne bereise.

Die 17-jährige Amahle, Tochter des Clanchefs wird tot aufgefunden, auf einer Decke, im Schatten der Bäume, mit Blüten bestreut. Zur Lösung des Falls wird Detective Emmanuel Cooper gemeinsam mit seinem Zulu-Partner Shabalala ausgesandt, um in den Drakensbergen den Mörder dingfest zu machen. Cooper, in Ungnade gefallen, nimmt sich des Falls gerne an – auch wenn es sich “nur” um ein schwarzes Mädchen handelt, welches ihm bei seinem Weg zurück zum anerkannten Detective nicht helfen wird. Mord ist Mord und das Interesse Coopers ist geweckt. So macht er sich auf, der unwirtlichen Umgebung das Geheimnis um den Tod der schönen Amahle zu entreißen.

„Der gesunde Menschenverstand verlangt, dass er seine alten Papiere verbrannte und die acht Monate vergaß, die er auf der falschen Seite der Rassentrennungslinie verbracht hatte. Doch das konnte er nicht. Vielleicht spiegelten die einander widersprechenden Identitäten <europäisch> und gar zu treffend den gewundenen Verlauf seines bisherigen Verlauf seines bisherigen Lebens.“ (S. 39 – 40)

Als weißes Kaffernkind hatte es Emmanuel Cooper nie einfach, gestrandet zwischen zwei Welten, Kriegsveteran und ein findiger Ermittler, der noch immer seinen Platz in der Gesellschaft sucht und ihn vermutlich nie finden wird. Hin und hergerissen zwischen Hautfarben und auf der Suche, aber doch gefestigt und bestimmt.
Ob es tatsächlich einen solchen Ermittler wie Emmanuel Cooper in den 50er Jahren gab, mag man bezweifeln, gut getan hätte es aber auf jeden Fall. “Gemischtrassig” und mit dem Zulu-Detective Shabalala ausgestattet, wagt er sich in die Tiefe der südafrikanischen Landschaften, eine karge, unwirtliche Umgebung, die kaum Straßen hat und schon beim Hinsehen anfängt zu stauben. Schlecht ausgerüstet, aber mit Hartnäckigkeit kämpfen sich die beiden die Berge hoch und runter, zumindest Emmanuel immer am schwitzen. Doch nicht nur die Landschaft zeigt sich abweisend, auch die Leute reagieren gemischt auf die Einmischung der städtischen Polizei.

Nachdem das Verschwinden von Amahle der örtlichen Polizei gemeldet wurde, ist nichts weiter geschehen, dass diese tot aufgefunden wurde, erfährt der örtliche Polizeichef erst von Cooper und Shabalala. Die weiße Bevölkerung hat die Macht, doch auch hier gibt es Zwistigkeiten zwischen den niederländischen und englischen Siedlern. Sogar die Ärztin weigert sich Amahles Leichnam zu untersuchen, um nicht etwas herauszufinden, mit dem sie in die Schusslinie gerät. Die einheimische Bevölkerung lebt zum Teil in Stämmen und Clans, zum Teil als Diener oder Sklaven bei den Weißen Herren. Doch auch hier verschwimmen die Grenzen z. B. bei Amahle, die in ihrem Clan lebt, aber zum Arbeiten auf die Farm geht. Was sie alle gemein haben sind Vorurteile und Argwohn. Es ist ein Leben miteinander aber so weit voneinander entfernt, dass es sich fast um verschiedene Planeten handeln könnte.

„Ja, und alle Engländer hatten eine Hühnerbrust, rosa Haut und keine Ahnung von Afrika. Inder waren fleißig, aber gerissen und nicht vertrauenswürdig. Gemischtrassige Farbige waren verschlagen und aufmüpfig und verführten Kinder zur Sünde. Die meisten Südafrikaner gleich welcher Hautfarbe hatten zurechtgebogene Schablonen von jeder Ethnie im Kopf, um sie leicht in Schubladen einordnen zu können.“ (S. 134)

Begeistert ist so gar keiner von der Ermittlung und so stoßen die beiden auf eine Mauer des Schweigens, bei der sie nur nach und nach einige Bröckchen herausschlagen können, um dahinter zu sehen. Bevor sie aber dazu kommen, tiefer zu blicken, werden sie zurückgepfiffen. Der englische Farmer hat seine Beziehungen spielen lassen. Doch Cooper nicht dumm, findet eine Lücke, um zu bleiben und inoffiziell weiter zu ermitteln. Als eine große Hilfe erweist sich der Sohn des Farmers, der ständig aufs Internat geschickt wird, ausbüchst und in der Natur lebt. Verwildert und mit einigen Macken belastet, ist es nicht einfach, aus seiner Sprache schlau zu werden, doch letztendlich liefert er den Ermittlern entscheidende Hinweise.

Versteckt in einer Krimihandlung lässt Malla Nunn das Südafrika der 50er Jahre vor dem inneren Auge auferstehen. Karg und heiß, mit Vorurteilen gespickt, in welcher der einzige integere Mann der ermittelnde Emmanuel Cooper zu sein scheint. Ein tiefer Blick in das Südafrika der 50er Jahre, der die Gesellschaft als das entlarvt, was sie ist: zerrissen, argwöhnisch, misstrauisch. Und so löst Emmanuel Cooper den Fall um die junge Amahle nur, wenn er diese Gesellschaft aufwühlt und umgräbt. Komplexe Charaktere runden den atmosphärischen Krimi ab, so dass dieses gelungene südafrikanische Kriminalstück riesigen Lesegenuss bereitet. Das war aber nicht anders zu erwarten, wenn der Krimi aus dem Hause Argument stammt.

Fazit:

Beim Argument Verlag kann man sich darauf verlassen, dass man Krimiperlen findet – so auch Malla Nunns „Tal des Schweigens“. Bitte weiter so und mehr davon!


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Umweltsünden und PR: Karkloof Blue – Charlotte Otter

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Charlotte Otter – Karkloof Blue
Verlag: Argument
Übersetzer: Katrin Kremmler und Else Laudan
279 Seiten
ISBN: 978-3867542098
13 €

 

 

Ein Mitarbeiter der Firma Sentinel begeht Selbstmord. Sentinel möchte den Naturwald Karkloof Sektor 7 abholzen und dort Kiefern pflanzen. Hört sich erstmal nicht so schlecht an und Sentinel stellt sich selbst auch als Umweltschützer und Verfechter der Natur dar. Nur einige wenige erkennen, dass Monokulturen das Land zerstören und demonstrieren dagegen – so auch Maggies Bruder Christo. Und so kommt es, dass Maggie von mehreren Seiten mit Sentinel in Berührung kommt und sich fragt, ob Sentinels Image nicht nur eine große Lüge ist und der Mitarbeiter wirklich Selbstmord begangen hat.

Greenwashing ist das beherrschende Thema des Krimis. Eine Taktik, die sich Unternehmen zu Nutze machen, um ihr Image grün und umweltfreundlich darzustellen, auch wenn sie genau gegenteilig handeln. Ein Thema, welches viele Facetten beinhaltet und nicht nur von extremen Umweltschützern lebt. Monokulturen oder einheimische Flora und Fauna? Mal ganz abgesehen davon, dass die Regierung in Südafrika mit der Demokratie noch einige Probleme hat, bringt ein Unternehmen wie Sentinel mehrere Vorteile für das Land: Arbeitsplätze, Steuern, Prestige. Warum sollte man dem also einen Riegel vorschieben? Für ein paar Bäume und Schmetterlinge? Wen interessiert schon der Karkloof Blue, der eines seiner letzten Habitate verliert? Und weil die Regierung keinen Grund zum Eingreifen sieht, die Bevölkerung – durch die gute PR – nicht mitbekommt, welches Erbe hier zerstört wird, und ein paar militante Umweltschützer keine nennenswerte Aufmerksamkeit bekommen, ist die Presse als viertes Organ nötig, um aufzurütteln und die Fakten klar darzustellen. Wie gut, dass es Maggie gibt!

Zusätzlich ist Charlotte Otter mit dem zweiten Krimi um Maggie Cloete ein überraschender Trick gelungen. Denn zwischen Balthasars Vermächtnis und Karkloof Blue sind mehrere Jahre vergangen! Ich war total verwundert – sehr gelungen! Vieles hat sich geändert, einiges ist gleich geblieben. Sie arbeitet auch wieder für die Gazette – allerdings nicht mehr als investigative Journalistin, sondern als Nachrichtenredakteurin. Ein Bürojob, der Maggie so gar nicht liegt. Mal abgesehen davon, dass sie nicht mit allen Kollegen gut auskommt, ist der Journalist, welcher das Ressort Umwelt betreut, aber auch eine recht trübe Tasse, so dass Maggie ja fast keine andere Wahl bleibt, als sich einzumischen und Nachforschungen anzustellen. So befreit Maggie ihre Henne vom Staub und düst durch Pietermaritzburg, gewohnt hartnäckig, neugierig und durch nichts aufzuhalten.

Soll ich ehrlich sein? Wenn ich Afrika höre, dann denke ich nicht an Kiefernwäldern. Oder überhaupt Wälder. Für mich ist es eher ein trockener Kontinent mit einer Steppenvegetation. Doch so kann man sich irren, denn der Kontinent ist schließlich riesengroß und hat eben sehr viele verschiedene Landschaften zu bieten. Und so lerne ich aus Büchern neue Fakten, aber noch viel mehr regt es meine Gedanken an. Man betrachtet plötzlich manche Themen viel differenzierter und weitgehender. Wenn ein Buch, oder das Thema eines Buches, einem nicht mehr aus den Gedanken geht, dann weiß man, dass man richtig gute Literatur gelesen hat.

Aber das nur mal so nebenher, denn was ich eigentlich sagen will: den neuen Maggie Cloete muss man unbedingt lesen! Ihr bekommt nicht nur einen spannenden Kriminalfall mit der hartnäckigen und sympathisch-aneckenden Journalistin Maggie Cloete, die im Buch einige Auf und Abs erleben muss, sondern eben auch ein fremdes Land, eine unbekannte Kultur, Geschichte und ein hochaktuelles Thema. Es ist einfach alles dabei, was man für wahren Lesegenuss benötigt!

Fazit:
Ein Muss für Südafrika-Fans und Nicht-Südafrika-Fans und für alle Krimiliebhaber sowieso. Also eigentlich für alle. Unbedingt lesen!


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Maggie und die Henne: Balthasars Vermächtnis – Charlotte Otter

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Charlotte Otter – Balthasars Vermächtnis
Verlag: Argument
306 Seiten
ISBN: 978-3867542142
13 €

 

 

 

JAAA! Endlich bin ich in Südafrika angekommen. Und natürlich hat mir der Argument Verlag dieses Erlebnis bereitet. Ich würde ja gerne mal eine negative Bewertung zu einem Argument Krimi schreiben, einfach um meine Unvoreingenommenheit unter Beweis zu stellen. Aber das geht nicht. Das ist einfach nicht möglich. Die Krimis vom Argument Verlag sind einfach immer gut. Schweinegut. Saumäßig gut. Unschlagbar. Was soll ich sagen – lest mehr Argument Krimis!

Maggie Cloete, Journalistin der ansässigen Zeitung in Pietermaritzburg, kann ihre Füße einfach nicht still halten. Als Balthasar Meiring ermordet wird und die Polizei dies als Raubmord abstempelt, kann sie das nicht so recht glauben. Schließlich hat er sie kurz zuvor angerufen, um sie zu einer Story zu überreden. Doch nach Meinung ihres Chefs soll sie nur über Kriminalfälle berichten, sonst nichts. Für investigativen Journalismus wird sie nicht bezahlt. Doch Maggie wäre nicht Maggie, wenn sie sich nicht auf ihre „Henne“ schwingen würde und nach dem Mörder suchen.

Maggie und ihre Henne – ihr Motorrad – sind einfach klasse. Schon im ersten Kapitel verfolgt sie rasant einen Dieb auf ihrer Henne und macht diesen dingfest. Eine Frau, die sich nichts sagen lässt und auch nicht die Augen verschließt, jemand der nachbohrt und dabei nervtötend ausdauernd ist. Als einzige im Journalistenteam ohne Studienabschluss hat sie sich hochgearbeitet und ja, ein wenig protegiert wurde sie auch. Und sie ist stolz darauf, was sie erreicht hat und lässt sich das nicht wegnehmen. Auch wenn ihre Ermittlungen ihr eine Suspendierung bescheren. Aber kampflos untergehen geht gar nicht. Und so bohrt Maggie nach. Bei der Familie, bei der AIDS-Hilfsorganisation, bei Balthasars Freunden – und bekommt die verschiedensten Bilder des Toten serviert. Der Tote, Balthasar Meiring ist eine Figur, die gar nicht auftritt, aber über die man unglaublich viel erfährt. Eine vielschichtige Figur, mit Abgründen, mit hehren Zielen und jemand den man einfach mögen muss. Aber auch einer, der sich nichts sagen lässt, nur irgendwie anders. Zerstritten mit seiner Familie, war er lange im Ausland und ist nun wieder in Südafrika. Ein Querulant, ja, aber ein Guter. Denn er kämpft. Kämpft gegen Aids. Und das ist das bestimmende Thema in Charlotte Otters Krimi.

Wie eigentlich bei allen Krimis im Argument Verlag, ist auch dieser mit zusätzlichen Infos zum behandelnden Thema bestückt. Und so erfährt man schon auf der ersten Seite in einer Zusammenstellung von Else Laudan, dass AIDS – im Gegensatz zur landläufigen westlichen Meinung – keineswegs eingedämmt ist oder kaum noch auftritt. Hier im Westen ist es kein Problem an die entsprechenden Medikamente zu kommen, doch in Afrika sieht das ganz anders aus. Zumal die Regierung in Südafrika eine gewisse Zeit lang leugnete, dass HIV AIDS verursacht. Dabei sterben dort Tausende an AIDS, schon Kinder kommen HIV infiziert zur Welt. Das Thema ist brandaktuell und keineswegs verschwunden.

Charlotte Otter gelingt es, das bestimmende Thema HIV/AIDS allgegenwärtig und doch nicht erdrückend in Ihren Krimi einzubauen und außerdem noch Politik und Gesellschaft einzuweben. Gemeinsam mit Maggie lernt man die schwarze Dorfbevölkerung genauso wie weiße Minderheiten kennen, begegnet HIV infizierten Kindern und guten Menschen. Genauso gut konnte die Autorin die landschaftlichen Unterschiede darstellen. Die engen, verwinkelten Gassen von Pietermaritzburg zu der endlosen Weite der Farm von Balthasars Familie, holprigen Straßen und kleinen Dörfer. Hier stimmt einfach das Gesamtpaket: Land und Leute, Kultur und Gesellschaft, Politik und Aberglaube, das alles gibt es zusammen mit einer toughen Heldin und einem kniffligen Mordfall.

Fazit:

Die toughe Maggie manövriert den Leser durch ein angespanntes Südafrika und löst einen gut durchdachten und vertrackten Mordfall – so soll ein Krimi sein: spannend, politisch, brisant und mit einer tollen Heldin ausgestattet. Ich schließe mich Else Laudan an und hoffe inständig auf weitere Romane mit Maggie und der Henne!

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Der nette Waffenhändler: Payback – Mike Nicol

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Mike Nicol – Payback
Verlag: btb
569 Seiten
ISBN: 978-3442742837
9,99 €

 

 

 

 

Ach, ich wollte endlich einen literarischen Ausflug nach Südafrika machen. Nachdem in letzter Zeit so viele hochgelobte Krimis und Thriller aus Südafrika stammen bzw. in Südafrika spielen, wollte ich doch auch mal reinschnuppern. Erst wollte ich eine Südafrika Woche einlegen, doch hab ich mich dagegen entschieden, da ich nicht wusste, ob mir das nicht zu viel wird. Nach „Payback“ kann ich das nun vorerst verneinen, allerdings aus einem anderen Grund. Gespannt erwartet habe ich fremdklingende Namen, viel geschichtliches Wissen, in dem ich mich nicht auskenne und fremde Gepflogenheiten. Na ja, „Payback“ mag zwar in Südafrika spielen, doch bis auf ein paar Kleinigkeiten hätte der Thriller auch in den USA spielen können. Oder einigen anderen Ländern. Ein erhofftes südafrikanisches Flair konnte ich nicht finden.

Mace Bishop und Pylon Buso sind ehemalige Waffenhändler, die sich in Südafrika niedergelassen haben und dort einen Sicherheitsservice für reiche Touristen führen. Ein früherer Bekannter fordert von Mace einen Gefallen ein, als er und sein Sohn von einer militanten Anti-Drogen-Organisation bedroht werden, die gerne Bombenanschläge verübt. Und schon steckt Mace in einem gewalttätigen Verwirrspiel mit intriganten Zügen, dessen Konsequenzen ihn immer weiter in die Enge treiben.

Ein ganz schön dickes Buch, welche mit einer Menge Action aufwarten kann: von Waffengeschäften über Kindesentführung bis hin zu Folter und Mord. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Nun ja, zumindest für jeden gewalttätigen Geschmack. Dabei liest sich das Buch eher locker-leicht, wenn Mace und Pylon zwar über ernste Themen aber doch immer mit viel Ironie und Sarkasmus besprechen, wie es weitergeht. Bis dann plötzliche Action dem ganzen ein Ende setzt. Es wechselt sich ab und bringt den Leser durch ein Bad von unterschiedlichen Gefühlen, zwischen sich kurz zurücklehnen und wieder starr auf der Kante sitzen.

Schon komisch, dass man Mace Bishop eigentlich ganz gern hat. Schließlich ist bzw. war er Waffenhändler. Ja, natürlich aus total revolutionären und guten Gründen, aber Waffen sind halt Waffen. Und zimperlich ist er dann auch nicht – von Folter versteht der nette Mace doch einiges. Doch eigentlich hat er sich ja zur Ruhe gesetzt. Doch man lässt ihn halt einfach nicht. Aus finanziellen Gründen muss er also nochmal einen Deal durchziehen und greift dabei auf alte Freunde zurück, besser gesagt auf eine alte Freundin. Nebenbei sind noch einige Gangster und auch Möchtegerngangster dabei. und irgendwie kocht jeder sein eigenes Süppchen. Dass Mace und Pylon da heil rauskommen grenzt schon fast an ein Wunder – und natürlich hält das nicht lang an. Alle Nebenfiguren sind übrigens recht gut ausgearbeitet und bleiben im Gedächtnis haften, auch wenn es nur Nebenfiguren sind.

Nun heißt der Thriller ja „Payback“ und in der Tat ist dieser Titel Programm. Die Anwältin der Anti-Drogen-Organisation ist Sheemina February. Sie scheint Mace zu kennen, aber er kann sich nicht an sie erinnern. Obwohl sie nur hin und wieder auftaucht, weiß man doch immer, dass sie irgendwie da ist oder beteiligt ist – oder man vermutet es zumindest. Nur warum? Tja, einen kleinen Lichtblick auf die Gründe gibt es am Ende und begründet damit dann auch den Untertitel des Dreiteilers, die „Revenge-Trilogie“. Ich habe das Buch schnell gelesen, es war spannend und hatte viel Action zu bieten. Ein wenig verwirrend fand ich, dass das Buch in drei Teile aufgeteilt ist und jedes Teilende sich wie das Ende des Buches angefühlt hat. Außerdem hat es – wie ich ja schon kurz erwähnte – afrikanischen Hintergrund, Flair und Gepflogenheiten missen lassen. Ich brauche jetzt nicht unbedingt das volle Paket, aber man sollte dem Buch schon anmerken, in welchem Land es spielt und nicht beliebig austauschbar sein. Nichtsdestotrotz ein recht guter Thriller, der mir Lust auf mehr gemacht hat – zum Glück gibt’s ja noch zwei Teile!

Fazit:
Ein temporeicher Thriller mit einem sympathischen Waffenhändler (!) und viel Action. Auch wenn kein Südafrikaflair aufkommen wollte, ein tolles Lesevergnügen. Von mir gibt es 4 Schafe.

4 Schafe