Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)


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15 Tage: Schwarzes Gold – Dominique Manotti

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Dominique Manotti – Schwarzes Gold
Verlag: Argument
Übersetzerin: Iris Konopik
384 Seiten
ISBN: 978-3867542135

 

 

 

„Die Enkelin eines südafrikanischen Milliardärs spielt mit einem alten Waffenschmuggler im Casino, vergewaltigt ihren Cousin, der ein Krieger ist und sich zu verteidigen wissen sollte, und verkauft einen zerrissenen Bettüberwurf für dreitausend Dollar an einen Freund der Familie. Ich komme da nicht mit.“ (S. 229)

Ich komme da auch nicht mit.
Dominique Manotti habe ich zum ersten Mal in „Ausbruch“ erlebt und fand das Buch grandios, als nächstes lief mir „Abpfiff“ über den Weg und trotz des für mich überhaupt nicht interessanten Themas Fussball, konnte mich die Grande Dame des Roman noir wieder für sich gewinnen. Nun also „Schwarzes Gold“, ein Krimi über Erdöl. Naaa, auch das Thema lockt mich jetzt nicht hinter dem Berg hervor, aber es ist eben ein Manotti. Da muss man schon mal vorab Freudensprünge machen, die man dann während und nach der Lektüre fortsetzt. Denn Manotti hat es wieder geschafft. Sie hat mir ein für mich völlig uninteressantes Thema in ihrem prägnant knappen Stil und mit einem jungen Daquin nicht nur näher gebracht, sondern so komplex und durchdringend erzählt, dass es mich jetzt noch erfreut zittern lässt.
Ich komme da nicht mit. Wie schafft sie das nur?

Commissaire Daquin ermittelt in seinem ersten Mordfall im Marseille: in Nizza wurde der bekannte Marseiller Geschäftsmann Maxim Pieri vor dem Casinoeingang mit zehn Kugeln niedergestreckt. In der Vergangenheit sagte man Pieri Kontakte zur Unterwelt nach und so vermutet die Staatsanwaltschaft eine Abrechnung. Doch zwei Tage später wird Pieris Stellvertreter erschossen und auch der Kapitän eines Frachters der Somar, Pieris Frachtunternehmen, stirbt kurz darauf. Daquin glaubt nicht an eine alte Abrechnung und beginnt in Pieris Privatleben, aber besonders in seinem Geschäftsleben zu schnüffeln. Doch Daquin, gemeinsam mit zwei ortsansässigen Ermittlern, bleiben nur 15 Tage Zeit, um das Rätsel zu lösen, da die Staatsanwaltschaft den Fall zu den Akten schieben will und ein Schnellverfahren eröffnet hat.

Commissaire Daquin ist mir schon aus „Abpfiff“ bekannt, auch zwei weitere Krimis mit ihm sind schon erschienen. Die Besonderheit diesmal ist, dass wir uns Anfang der 70er Jahre befinden und Daquin in Marseille seinen ersten Posten, nach Studium, Polizeihochschule und einem Jahr in Beirut, antritt. Die Stadt ist ihm fremd, nicht nur unter den Kollegen ist es ein Geklüngel, es scheint, als Fremder ist es ihm nicht möglich, in die Strukturen der Stadt einzutauchen. Grimbert und Delmas, die beiden ihm zugeordneten Marseiller Polizisten, beäugen ihn kritisch und er sie, doch letztendlich knobeln sie alle an dem Fall und keiner glaubt an die einfache Lösung des Staatsanwalts. Daquins Scharfsinn ist auch in jungen Jahren schon vorhanden, nur die Unkenntnis der Staat, der Verbrecher, die hier leben, die Art der Leute, behindern ihn solange, bis er Grimbert und Delmas vertrauen kann.

1973 – die French Connection wurde gerade zerschlagen, die erste Ölkrise kündigt sich an. Noch haben die „Sieben Schwestern“ die Macht über den Ölpreis, doch OPEC positioniert sich. Natürlich gibt es auch Klüngeleien nebenbei, jeder versucht ein Stückchen vom „Schwarzen Gold“ für sich zu sichern. Ein Firmengeflecht, welches ein amerikanischer Geschäftsmann aufgebaut hat, scheint undurchdringlich. Er jongliert mit Ländern und Geldern, die er nicht hat, er spekuliert und schachert. Wenn da mal der ein oder andere nicht hineinpasst, wird sich um das Problem schon gekümmert. Beim Geschäft mit dem Öl winken Millionen, ach was, Milliarden.
Ausgeklügelt und verschlungen sind die Pfade, die Manotti hier einbaut, mit Wissen und Geschichte der Wirtschaft und des Verbrechens der 70er gefüllt. Ein Verwirrspiel über südafrikanische Minen, Schweizer Banken und iranische Scheichs, im Zentrum Marseille und eine schöne Frau. Wissen und Geschichte, noir verpackt. Bitte mehr davon!

Fazit:
Ein komplexes Lesevergnügen, wirtschaftspolitisch brisant, literarisch kurz und prägnant. Ein Manotti eben. Unbedingt lesen!


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Ein unangenehmer Mann: Maigret und der Weinhändler – Georges Simenon (Hörbuch)

Weinhändler
Georges Simenon – Maigret und der Weinhändler
Verlag: Diogenes Hörbuch
Übersetzer: Hainer Kober
Gelesen von: Gert Heidenreich
ISBN: 978-3257802078
Laufzeit: ca. 4 Std. 38 Minuten

 

 

 

Der Weinhändler Oscar Chabut wird auf offener Straße niedergeschossen – direkt nachdem er ein kleines Stündchen mit seiner Sekretärin, von allen nur „die Heuschrecke“ genannt, in einem anrüchigen Etablissement verbracht hat. Kommissar Maigret, der gerade einen der dümmsten Diebe der Welt ausfragt, wird zu dem neuen Fall gerufen. Nach und nach durchleuchtet er das Geschäfts- und Privatleben des Weinhändlers und muss feststellen, dass Oscar Chabut ein recht unangenehmer Zeitgenosse gewesen ist. Doch auch die Befragten stellen eine bunte Mischung dar, die nach und nach enthüllen, wer der Täter ist.

Im Klassikerspezial letztes Jahr habe ich Maigret ja zum ersten Mal kennen gelernt und wollte unbedingt mehr von ihm lesen / hören. Nun war Simenon ja ein Vielschreiber und es gibt wahrlich genügend Bücher zum Aussuchen. Eher zufällig ist mein Blick auf das vorliegende Hörbuch gefallen – ein Hörbuch sollte es aber auf jeden Fall sein. Und ich bin wahrlich begeistert von Gert Heidenreichs Stimme. Sie passt perfekt zu Maigret und fängt die französische Atmosphäre vortrefflich ein. Selten habe ich eine so gut passende Stimme erlebt – Herr Heidenreich ist für die Maigret Fälle wirklich ein Gewinn!

In diesem Maigret Fall war für mich die Handlung greifbarer. Es gab einen Mord und ein Schuldiger muss gefunden werden. In seiner ruhigen aber bestimmten Art klappert Maigret das private aber vor allem das geschäftliche Umfeld ab und bleibt in dem Unternehmen hängen. Chabut war ein gemeiner Hund, der sich seinen Posten hart erkämpft hat. Nicht immer fair und – im übertragenen Sinne – Leichen pflasterten seinen Weg. Neben seiner Frau hatte er immer Affären, auch mit so ziemlich allen seinen weiblichen Angestellten, momentan ist es eben nur „die Heuschrecke“ gewesen.

Simenon porträtiert seine Charaktere äußerst sorgfältig und eindrücklich. Ich hab wirklich keine Ahnung mehr, wie die Dame hieß, aber nicht nur der Spitzname „Heuschrecke“ ist hängen geblieben sondern auch ihr Aussehen, ihr Wesen und ihre Beziehung zu Chabut. Und das funktioniert bei rundweg allen Charakteren, von der uninteressierten Gattin des Ermordeten, dem kleinen Buchhalter bis zu faulen Femme Fatale, dem ein Mann verfallen ist, der sich besser eine andere Frau gesucht hätte.

Das besondere Gewürz an diesem Teil der Maigret Krimis ist dieses: Maigret hat Schnupfen. Also, er ist erkältet. Mit Fieber, verschwitzen Kleidern und liebevoller Sorge seiner Frau. Er fühlt sich nicht gut, doch krank machen kann er auch nicht. Das Rätsel um den Weinhändler hält ihn fest und lässt ihn sich manch nächtliche Stunde um die Ohren schlagen. Die restliche Nacht schläft er aber wie ein Toter, nun gut, ein verschwitzter Toter. Sehr selten leiden Ermittler in Krimis an Krankheiten und selten habe ich es breit ausgetreten und trotzdem zurückhaltend erlebt. Die Ermittlung schreitet voran – aber abends wird Maigret gepflegt, derweil seine fiebrigen Gedanken doch noch an den Täter denken – und ihn letztendlich natürlich auch finden.

Fazit:
Ein Krimi, der mich darin bestätigt, immer mal wieder einen Maigret zur Hand zu nehmen. Ein kränkelnder, aber trotzdem nicht zu stoppender Maigret, der Aufruhr in der Pariser Gesellschaft und unter die Angestellten des Weinhändlers Chabut bringt. Hörenswert!


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Maigret und der gelbe Hund – Georges Simenon

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Georges Simenon – Maigret und der gelbe Hund
Verlag: Diogenes
Übersetzer: Raymond Regh
176 Seiten
ISBN: 978-3257238068

 

 

 

 

Bei Georges Simenon fiel es mir schwer, den Klassiker zu bestimmen. Und letztlich habe ich das auch nicht getan, da ich denke, dass es hier nicht einen Klassiker gibt, sondern Maigret an sich der Klassiker ist. Aktuell erschienen sind seine „Reisebücher“ und so machte ich mich mit Maigret auf in die Bretagne, genauer gesagt nach Concarneau, auf die Spuren des gelben Hundes.

Eines Abends macht sich der allseits beliebte Weinhändler Mostaguen auf den Heimweg von der üblichen Stammtischrunde – Le Pommeret, Dr. Michoux und Servieres, ein Journalist – im Hotel de l’Admiral und wird aus dem Briefkastenschlitz eines Nachbarhauses angeschossen. Als am nächsten Tag Maigret gemeinsam mit Inspektor Leroy zur Ermittlung erscheint geschieht schon das nächste Verbrechen: Strychnin im Pernod. Und so häufen sich die Verbrechen nach und nach – sogar ein Mord geschieht. Doch wer war es – und warum so viele verschiedene Verbrechen?

Um ganz ehrlich zu sein, war ich mit Maigret eine ganze Weile unzufrieden. Fast schon wie der Bürgermeister, der ihn ständig triezt, Ergebnisse zu liefern und nachzufragen, was er eigentlich den lieben langen Tag so macht. Warum tut der denn nichts? Er sieht sich alles an und schickt seinen Inspektor los, um hier und da Spuren einzusammeln (die er nie wieder anschaut), aber irgendwie passiert nicht viel. Also, es passiert schon einiges, nur Maigret rührt sich nur selten in Richtung Ermittlung.

„Sie werden entschuldigen, Herr Bügermeister, dass ich Sie bei meinen Ermittlungen nicht auf dem Laufenden gehalten habe. Aber als ich hier eintraf, wurde mir klar, dass das Drama erst am Anfang stand. Um seine Fäden zu entwirren, musste man ihm erst ermöglichen, sich zu entwickeln, und man musste dabei Schäden möglichst zu vermeiden suchen“ (S.171)

Da ist Kommissar Maigret schon sehr eigen. Lieber mal erst ansehen, etwas Essen oder ein Pfeifchen genießen und abwarten, was so geschieht. Es könnte ja nicht nur wichtig sein, es ist wichtig. Und so folgt der Leser Maigrets Auge, ohne seine Gedanken zu kennen. Er führt auch keine Befragungen durch, er unterhält sich einfach ein wenig, wenn er angesprochen wird, eher selten geht die Initiative von ihm aus. Er beobachtet und denkt. Ja, schon klar, in unserer heutigen Kriminalliteratur ist das nicht mehr oft gefordert, man darf doch recht häufig den Gedankenergüssen des Ermittlers folgen. Doch hier heißt es ruhig Blut (übrigens so ganz ohne Blut) und fesselt den Leser ganz einfach mit einer liebevollen Atmosphäre, genau ausgearbeiteten Figuren und der Frage: was denkt Maigret jetzt wohl, wer der Täter ist.

Zusätzlich ist das Buch durchzogen mit einer leichten, aber deutlichen Kritik an der oberen Schicht der Gesellschaft und einer sympathisierenden Darstellung der Arbeiter, kleinen Leute und Vagabunden. Für wen Simenons Herz schlägt ist glasklar und er hält der Gesellschaft der 30er Jahre einen Spiegel vor.

Derweil also Maigret grübelt, ist das ganze Dorf in heller Aufregung, die Verbrechen sich häufen und der Bürgermeister rot anläuft. Und es wird tatsächlich ein Verdächtiger gefunden – den Maigret mit einem müden Lächeln abtut. Der kann es nicht gewesen sein. Ach, und warum nicht? Nun, diese Erklärung bleibt uns Maigret schuldig, bis er am Ende des Buches in traditioneller Manier alle Beteiligten (und ja, auch den Bürgermeister) an einen Ort holt und die Geschichte entwirren lässt und selbst entwirrt.

Fazit:
Wer nur spannende Pageturner liest, der mag hier falsch sein. Wer aber feine Krimikost in traditioneller Art mit vielen versteckten Feinheiten schätzt, der wird an Maigret und seinen Fällen seine wahre Freude haben.

 

 

Dies und Das über Georges Simenon
Georges Simenon kam aus ärmlichen Verhältnissen, doch seine Berufswünsche waren vielfältig: vom Priester zum Minister, vom Offizier zum Mitglied der Académie Française. Letztendlich wurde er Gehilfe in einem Buchladen. Und dann Konditor. Privatsekretär und Reisebegleiter. Bevor er zur Schriftstellerei fand. Zuerst bei einer Zeitung, danach als Autor von Groschenromanen; frivolen Erzählungen en masse. Erst 1931 erblickte der erste Maigret Roman das Licht der Welt. Simenon ist ein Vielschreiber und ein Schnellschreiber. Er veröffentlichte weit über 200 Bücher, mehr als 80 Maigret Krimis – von der Menge der Erzählungen aus seiner Anfangszeit ganz zu schweigen. Meistens brauchte er für ein Buchmanuskript nur 8-10 Tage und Korrektur lesen wollte er nicht. Entweder sei der Text etwas geworden oder nicht – herum feilen wollte er nicht mehr. Wenn sich das jemand erlauben konnte, dann er, denn ein Maigret ist hohe Kunst – und das ganz ohne Korrektur.


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Kein einmaliges Phänomen: Tochter der Angst – Alex Berg

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Alex Berg – Tochter der Angst
Verlag: Droemer Knaur
344 Seiten
ISBN: 978-3426513194
9,99 €

 

 

 

Mit Alex Bergs neustem Werk habe ich mal wieder in den Randgebieten des Genres gewildert, denn sowohl die Autorin als auch ich würden das Buch als Spannungsroman bezeichnen. Das Thema hätte sich durchaus auch für einen waschechten Krimi/Thriller geeignet, doch die vorliegende Umsetzung kann da durchaus sehr gut mithalten und bietet auch noch ein brandaktuelles Thema: Flüchtlinge.

Marion, eine Ärztin in der Mitte ihres Lebens, in einer festgefahrenen Ehe und mit einem Job, der keine Herausforderungen mehr bringt, beschließt einen Einsatz mit „Ärzte ohne Grenzen“ zu wagen. Ein Jahr in einem Krisengebiet, ohne Mann, ohne Kinder, ohne sicheren Job, aber mit jeder Menge Herausforderungen. Als sie zur Vorbereitung nach Paris fährt und dort bei alten Freunden übernachtet, trifft sie auf das Flüchtlingskind Zahra. Zahra spricht nicht, doch nach und nach öffnet sie sich Marion. Gleichzeitig sind noch zwei Ermittler, ein Menschenschmuggler, einige Unbekannte, eine herrisch-freundliche Dame und ein Mann mit Beziehungen beteiligt, die sich gegenüberstehen und Marion und Zahra in Bedrängnis bringen…

Im Gegensatz zu meiner sonstigen Lektüre wird hier nicht gleich mit der Tür ins Haus gefallen und der Fokus liegt auf den Charakteren, allen voran natürlich Marion. Sie ist hin und her gerissen zwischen ihrem alten und neuen Leben, versucht ihre Ehe zu kitten und gleichzeitig den Verlockungen zu widerstehen, die Pariser Freundschaften so mit sich bringen. Mitunter wirkt sie unsicher und überhaupt ist sie eher eine vorsichtige Person, der eine solche Entscheidung fast nicht zuzutrauen ist. Ihr Vater ist ihre einzige Stütze und ab und an blitzt auf, dass ihre Töchter wohl nicht sehr viel von ihr halten – wobei das auch meine Spekulation sein könnte, doch so wirkte es auf mich. Als Zahra immer mehr auftaut und die beiden Ermittler Baptiste und Leroux in Marions Leben auftauchen, gerät der neue Job ein wenig ins Hintertreffen und wird von den aktuellen Ereignissen verdrängt. Hierzu zählt auch ein altes Foto, welches Marion in einer Ausstellung im Museum zum Thema Flüchtlinge findet, dass eine Frau zeigt, welche ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Die Nachforschungen schiebt sie ein wenig vor sich her, doch letztendlich kann sie dem Sog dieses Geheimnisses nicht widerstehen.

Der aktuelle Bezug um das Thema Flüchtlinge und auch der Verweis, dass Flüchtlinge an sich nicht plötzlich aufgetaucht sind, sondern es ständig und immer wieder Flüchtlinge gibt, gab und geben wird ist geschickt in die Geschichte eingewoben und erinnert einen daran, dass die Flüchtlinge, die im Moment da sind, kein einzigartiges Phänomen sind. Erst wenn die Geschichte der Menschheit keine Kriege, keine Gewalt und keine unterdrückendenden Staatsformen mehr hervorbringt, wird es keine Flüchtlinge mehr geben. Bis dahin sind Flüchtlinge ein Teil unserer Gesellschaft – und waren es auch immer.

Nun wird die Geschichte ja aus Marions Sicht beschrieben, doch da hätten wir ja noch die beiden Ermittler und den Menschenschmuggler Jean, der auch Zahra nach Frankreich gebracht hat. Als Krimi-Fan hätte ich mir den Fokus mehr auf diesen beiden Erzählsträngen gewünscht, doch fand ich es erfrischend auch mal von der anderen Seite hinein zu sehen, von einer unbeteiligt reinrutschenden und gar nicht ermittelnden Seite. Wobei natürlich auch die Perspektiven von Jean und den Ermittlern Baptiste und Leroux nicht zu kurz kommen und die Geschichte in einem brisanten und brenzligen Finale enden lässt.

Fazit:
Ein Roman, der mit einer ruhigen, aber beständigen Spannung und einer hin und hergerissenen Hauptfigur punkten kann. Der aktuelle Bezug macht die Sache noch interessanter und komplettiert das Leseerlebnis. Für mich ein gelungener Ausflug aus meiner Komfortzone.


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Fußball Noir: Abpfiff – Dominique Manotti

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Dominique Manotti – Abpfiff
Verlag: Argument
230 Seiten
ISBN: 978-3867541978
17 €

 

 

 

Fußball also. Darum geht es in dem neuen Manotti. Hmm, da mag sich der ein oder andere denken, lieber nicht, manche stürzen sich vermutlich begeistert drauf. Ich gehöre eher zur ersten Kategorie, wobei der Name Manotti mich einfach überzeugt hat. Manotti schreibt über Fußball? Egal – ein Manotti ist ein Manotti und überhaupt wollte ich da schon lange mal wieder einen lesen – warum also nicht den neusten auf Deutsch erschienenen Titel „Abpfiff“, der dritte übersetzte Teil um Comissaire Daquin?

Vor einer Einkaufsmeile werden zwei Personen erschossen, von zwei Tätern auf einem Motorrad. Die eine ist Nadine Speck und die andere ist Romero, Drogenfahnder in Daquins Abteilung. Doch keiner wusste von seinem Treffen mit Speck – und wer ist überhaupt Nadine Speck? Die Täter sind schnell gefasst, doch sie wurden für den Mord beauftragt. Speck ist die Schwester des Stadionwartes des FC Lisle-sur-Seine und die Verbindung zum Verein macht Daquin stutzig. Der Verein steht kurz vor dem Aufstieg zum französischen Meister und Vereinspräsident Reynaud, gleichzeitig Bauunternehmer und Bürgermeister, versucht mit allen Mitteln die Ermittlung in eine andere Richtung zu drehen. Doch nicht mit Daquin.

Nach der Lektüre kann ich zum Thema Fußball zumindest mal das folgende sagen: alles halb so schlimm. Es geht nämlich nicht um das Fußball spielen an sich, sondern um die Hintergründe. Gut, man liest sich auch mal durch ein Spiel, doch der Fokus liegt auf dem Dickicht hinter einem Verein, einem 1. Liga Verein, einer Geldmaschine par excellence. Fußball ist zwar das Stichwort, doch es geht um weit mehr. Ein bunter Strauß an Verbrechen lässt sich hinter der Fassade eines Fußballvereins finden – zumindest in „Abpfiff“, von Doping bis zum Drogenhandel, von Geldwäsche bis Korruption, untermauert mit Intrigen, Mauscheleien und Betrügereien. Ein Facettenreichtum, der nun mit zwei Morden garniert wurde. Der Mord an Romero ist der Stein des Anstoßes. Daquin, eigentlich in der Drogenfahndung, dreht es so, dass er und seine Kollegen ermitteln können. Nicht immer einwandfrei oder sagen wir mal, frei ausgelegt, aber mit viel Raffinesse und Gerissenheit.

Doch das alles ist – fast – nebensächlich, ein Mittel zum Zweck. Das Thema Fußball, die Verbrechen, die Charaktere… Der Stil, die Sprache, das ist es, worauf es ankommt. Wenn mal wieder jemand einen Artikel veröffentlicht und behauptet, Krimi sei keine Literatur, dann hat der wohl noch nie etwas von Dominique Manotti gelesen. Minimalistisch verknappt, aufs Wesentliche konzentriert, hart und unnachgiebig, ins Gesicht gespuckt. Schon in „Ausbruch“ ist der Stil unverkenntlich, doch hier scheint es mir noch ausgeprägter, noch knapper, noch klarer.

Und dieser Stil, diese Sprache ist es, die die Geschichte bilden, die Charaktere festigen und den Leser mit fortspülen. Man saust durchs Buch, die Spannung ist förmlich greifbar, der Druck, unter dem die Polizisten stehen, die Zeit, die den Ermittlern davon fliegt. Ach, und irgendwie hat es doch das Thema Fußball sein müssen. Ein Thema, dem man die Maske abreißen kann, um das faulige Innere zu zeigen. Ob jeder /alle /viele Fußballvereine so ein marodes Inneres zeigen? Ich weiß es nicht, aber vorstellen kann ich es mir jetzt durchaus. Und wenn dann ein Fußballverein seziert wird, dann doch bitte von Dominique Manotti – denn nur so hat man ganz nebenbei noch einen literarischen Leckerbissen.

Fazit:
Ihr interessiert Euch für Fußball? Lest das Buch. Ihr interessiert Euch nicht für Fußball? Lest das Buch.
Ihr wollt nicht? Dann verpasst Ihr ein Meisterstück. Lesen, lesen, lesen, lesen Punkt


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Fütterung des SUBs / 11.08.2014

Und schon wieder neue Schätze in meinem Buchregal. Zum Glück hab ich im September noch ein paar Tage frei und kann den SUB dann wieder mal verkleinern statt vergrößern.

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Ben Winters – Der letzte Polizist
Verlag: Heyne
349 Seiten
ISBN: 978-3453534513
8,99 €

Inhalt:

Ein Asteroid rast auf die Erde zu. In sechs Monaten wird er einschlagen. Und nichts kann ihn aufhalten. Im Angesicht der Apokalypse tun die meisten Menschen das, was sie schon immer tun wollten, sich aber nie getraut haben. Andere wenden sich dem Glauben zu. Wieder andere begehen Selbstmord. Aber niemand tut mehr seine Pflicht – bis auf Detective Hank Palace. Als sich ein vermeintlicher Suizid als Mord entpuppt, ist Hanks Neugierde geweckt: Wer macht sich kurz vor dem Ende der Welt noch die Mühe, jemanden umzubringen?

Marlene Faro – Kalter Weihrauch
Verlag: Gmeiner
315 Seiten
ISBN: 978-3839214534
11,99 €

Inhalt:
Chefinspektor Artur Pestallozzi wird zu seinem zweiten Fall an den Wolfgangsee gerufen. Eine tote junge Frau ist neben dem Adventmarkt gefunden worden, offenbar eine Novizin aus dem nahen Kloster. Ihr Körper weist Spuren von Mißhandlungen auf und ein Merkmal, das nicht nur Gerichtsmedizinerin Lisa Kleinschmidt zutiefst verstört. In die Ermittlungen platzt ein zweiter Mord, Angst vor einem Serienkiller macht sich breit. Da gibt eine Nonne einen Hinweis, der zunächst völlig unglaublich klingt.

Liliane Skalecki / Biggi Rist – Mordsgrimm
Verlag: Gmeiner
405 Seiten
ISBN: 978-3839216156
11,99 €

Inhalt:
Während einer Märchenforschertagung in Bremen wird ein Wissenschaftler erschlagen aufgefunden. Wenige Tage später gibt es dort ein weiteres Opfer. Als kurz darauf der Manager einer Castingshow tot in seinem Hotelzimmer entdeckt wird und ein Mord in Bremerhaven geschieht, deutet alles auf einen Serienmörder hin, denn bei drei Leichen wurden »märchenhafte« Zeichen hinterlassen: Esel, Hund und Katze. Doch der Hahn der Bremer Stadtmusikanten fehlt. Kommissar Heiner Hölzle jagt mehr als einen Mörder …

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Micha Krämer – Krähenblut

Verlag: CW Niemeyer
297 Seiten
ISBN: 978-3827195210
9,95 €

Inhalt:

Der scheinbar natürliche Tod eines Betzdorfer Rentners wirft Fragen auf. Was hat die tote Krähe an der Volierentür im Garten des Mannes zu bedeuten? Ist es doch Mord? Nur Stunden später verschwindet ein Freund des Toten aus einem Altenheim. Eine Entführung? Als Angler am nächsten Morgen die Leiche eines jungen Mannes in einem Weiher im Westerwald finden, wird der Fall für Kommissarin Nina Moretti immer suspekter. Welches dunkle Geheimnis hüteten die beiden alten Männer? Und was hat ein zwielichtiger Siegener Kunsthändler mit all dem zu tun?


Mary L. Longworth – Tod auf Schloss Bremont

Verlag: atb
336 Seiten
ISBN: 978-3746628202
9,99 €

Inhalt:
Etienne de Bremont, ein bekannter Dokumentarfilmer, stürzt nachts aus dem Dachfenster des unbewohnten Familienschlosses in der Nähe von Aix-en-Provence in den Tod. War es ein Unfall, ein Selbstmord oder gar Mord? Schnell gerät François de Bremont, der tief verschuldete Bruder des Toten, in Verdacht. Der junge und charismatische Untersuchungsrichter Antoine Verlaque, der in dem Fall ermittelt, bittet seine Ex-Geliebte, die Juraprofessorin Marine, um ihre Unterstützung, denn sie kennt die Familie Bremont seit ihrer Kindheit. Marine hilft Antoine jedoch nur ungern, denn noch immer hat sie Schmetterlinge im Bauch, wenn sie ihm begegnet.

Klara Nordin – Totenleuchten
Verlag: KiWi
328 Seiten
ISBN: 978-3462046939
9,99 €

Inhalt:

Jokkmokk am Polarkreis, die Zweige der Kiefern biegen sich unter dem Neuschnee, auf dem zugefrorenen Talvatis-See finden Husky-Rennen statt, und die Einheimischen bereiten den alljährlichen samischen Wintermarkt vor, als ein junger Mann aus ihren Reihen ermordet wird. Grausam geschlachtet wie ein Rentier. Linda Lundin hat gerade ihren neuen Job als Hauptkommissarin in Nordschweden angetreten, einen solch schrecklichen Mord hat auch sie selten gesehen. Wer tötet einen Jungen, der im Dorf rundum beliebt war? Gemeinsam mit ihren Kollegen Bengt und Margareta nimmt sie die Ermittlungen auf und stößt im kleinen Jokkmokk auf kuriose Bewohner, samische Geschichten und alte Geheimnisse. War der tragische Unfall des besten Freundes des Mordopfers, der vor einigen Monaten im See ertrank, etwa gar kein Unfall? Und müssen sie mit weiteren Morden rechnen? Bislang erzählen nur die Nordlichter von den Toten … Atmosphärisch so bestechend, dass man sofort in den hohen Norden reisen möchte, und ein hochspannender Fall, der die Ermittler an ihre Grenzen bringt: Jokkmokk wird einen Platz auf der Krimilandkarte erobern.

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Marcus Sakey – Die Abnormen
Verlag: Amazon Crossing
508 Seiten
ISBN: 978-1477822630
9,99 €

Inhalt:

In Wyoming kann ein kleines Mädchen in der Art, wie jemand seine Arme verschränkt, seine dunkelsten Geheimnisse lesen. In New York erkennt ein Mann Muster im Auf und Ab der Börse und rafft 300 Milliarden Dollar zusammen.
Man nennt sie »Abnorme« oder »Geniale«, Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Seit 1980 kommt ein Prozent aller Neugeborenen »abnorm« zur Welt – und seitdem ist alles anders.
Einer von ihnen ist der Agent Nick Cooper. Seine Gabe macht ihn zum erfolgreichen Terroristenjäger.
Er wird auf den vielleicht gefährlichsten Mann der Welt angesetzt, einen Genialen mit dem Blut vieler Menschen an den Händen. Um an ihn heranzukommen, muss Cooper gegen all seine Grundsätze verstoßen … und andere seinesgleichen hintergehen.

Emma Goodwyn – Tod im Schatten der Tower Bridge
Verlag: CreateSpace
232 Seiten
ISBN: 978-1500374198
9,95 €

Inhalt:
Lahmgelegt durch einen Kreuzbandriss versinkt Beefeater John Mackenzie in Langeweile. Aus dieser wird er jedoch jäh herausgerissen, als eine junge Frau in Sichtweite des Towers auf einem Themseschiff stirbt. War es ein Unfall oder Mord? Die Ermittlungen führen John und seine Nichte Renie tief in die Welt von Shakespeare und zu den Geheimnissen der Lebensader Londons – der Themse


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Ausbruch – Dominique Manotti

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Dominique Manotti – Ausbruch
Verlag: Argument
244 Seiten
ISBN: 978-3867542180
17 €

 

 

 

 

Inhalt:
Filippo Zuliani sitzt im Gefängnis. Dort ist er eingeteilt nach der Müllabfuhr den Müllraum zu reinigen. Eines Tages geschieht etwas Unerwartetes: er findet den Müllraum noch mit Müll vor. Filippo wundert sich, doch dann rumpelt es im Müllschacht und herausschießt sein Zellengenosse, Carlo Fedeli, ein Widerstandskämpfer und Mitglied der Roten Brigaden, und versteckt sich in den noch vollen Müllcontainern. Filippo überlegt kurz und springt dann kurzentschlossen zu Carlo in den Container, gerade noch rechtzeitig, um von der Müllabfuhr mitgenommen zu werden. Doch der Ausbruch verläuft nicht so wie geplant. Carlo schickt Filippo weg und gibt ihm nur einen Zettel für den Notfall mit. Dieser Zettel führt Filippo nach einigen Wochen nach Frankreich, genauer gesagt nach Paris, zu Lisa Biaggi, der früheren Geliebten von Carlo, die dort im Exil lebt. Für Filippo beginnt eine Reise ins Unbekannte, die er zwischen Naivität und Gerissenheit zu meistern versucht.

Vorab:
Dieses Buch habe ich freundlicherweise direkt vom Argument Verlag zur Verfügung gestellt bekommen, der unter ariadne Kriminalroman „spannende[n] Lesestoff mit literarischem und aufrührerischem Anspruch“ veröffentlicht. Diese Aussage trifft voll und ganz zu und ich bin froh, dem Verlag zugesagt zu haben, als sie mich gefragt haben, ob ich rein lesen möchte. Hiermit bedanke ich mich herzlich für das Exemplar von „Ausbruch“ von Dominique Manotti.

Meine Meinung:
„Ausbruch“ ist ein politischer Krimi. Politische Krimis können spannend sein, sind es mitunter aber oft nicht. Meist sind sie anstrengend – zumindest für mich und ich habe diese fast ganz von meiner literarischen Speisekarte gestrichen. Doch nun muss ich meine Karte wohl umschreiben, denn Frau Manotti zeigt mir, dass politischer Krimi nicht nur unglaublich spannend sondern auch literarisch beeindruckend geschrieben werden kann. Nie hätte ich gedacht, dass ein Krimi, der seinen Hintergrund in den linksradikalen Gruppierungen in Italien der 60er/70er Jahre hat, mich so begeistern kann. Und doch hat „Ausbruch“ genau dies getan.

Krimis / Thriller, die auf realen Geschehnissen basieren finde ich immer gut. In Deutschland landet man dann nicht immer, aber sehr oft im Dritten Reich. Auch spannend, aber es gibt doch noch so viele andere spannende Perioden in der Zeit. So ist es ein Erlebnis, nicht nur ein anderes Land – Italien und Frankreich – sondern auch eine andere Zeitspanne – 80er Jahre mit Bezug auf 60er/70er – in einer spannenden Geschichte präsentiert zu bekommen. Man könnte befürchten, dass das Buch vielleicht trocken und mit Details überladen ist, dass es zu politisch ist, mit langweiligen Details vollgestopft, doch Manotti gelingt es, das Thema gleichzeitig im Hintergrund und doch immer präsent und vor allem klar darzustellen.

Es geht um Filippo, den Kleinkriminellen aus Rom, der eigentlich nicht mehr zu seiner Gang zurück will, der mehr in seinem Leben will, der sich zu besseren, höheren Kreisen berufen fühlt. Er ist naiv und doch gerissen. Er kann sich kaum zu etwas motivieren und es ist fast ein Wunder, dass er doch letztendlich seinen Weg macht. Er ‚schlachtet‘ Carlos Geschichte aus und löst damit ein politisches Chaos aus ohne es zu wollen oder zu wissen.
Lisa Biaggi, auch eine Widerstandskämpferin wie Carlo, lebt schon lange im Exil in Frankreich. Sie ist Carlo treu ergeben, in der Liebe wie auch in der Politik. Doch als dieses Bild ins Wanken kommt, setzt sie alles daran, dies wieder gerade zu biegen. Letztendlich muss sie aber einsehen, dass ihr im Exil die Hände gebunden sind und sie einfach nicht alles erreichen kann, was sie möchte.

Filippo taucht bei Lisa Biaggi unter, die gar nicht begeistert ist und ihn abschiebt. Er findet einen Job als Nachtwächter und da er kein Wort Französisch kann, langweilt ihn dieser schnell. Da beginnt er zu schreiben. Über seine Flucht, über Carlo, über sich, über … nun, das verrate ich jetzt nicht alles. Doch es ist ein Buch im Buch, eine Geschichte in der Geschichte, ein Kriminalfall im Krimi – Filippo benutzt die richtigen Namen, doch ansonsten benutzt er die Tatsachen nur als Grundgerüst für seine fiktionale Geschichte. Nicht nur mir als Leser, sondern auch den Lesern im Buch ist es so ergangen, dass man mitunter gar nicht unterscheiden kann, ist etwas erfunden oder ist es real. Das Buch wird veröffentlicht und schlägt damit große Wellen. Wellen, die von Frankreich nach Italien schwappen und da Empörungsstürme auslösen.

Literarisch gesehen erstaunt mich „Ausbruch“. Selten trifft man im Kriminal/Thrillergenre eine so ausgefeilte Sprache wie die von Dominique Manotti. Sie zeichnet zielgerichtet Bilder des Geschehens, die den Leser in eine andere Welt entführen, in eine andere Zeit. Ihre Sprache ist schlicht, aber wortgewaltig. Und trotz allem ist es spannend dies zu lesen und keineswegs anstrengend oder schwierig. Die Besonderheit des Romans im (Kriminal)Roman ist ein wahrhaft genialer literarischer Schachzug und die politischen Hintergründe sind packend erzählt. Es geht um Macht, Machtmissbrauch, Geheimdienste, Gewalt und Korruption. Und das Ende? Das ist dann ein Entweichen der Luft, ein abruptes Ende der Spannung und die Frage: Wie jetzt? Schon zu Ende? Wo ist der nächste Manotti???? Der steht bei mir schon in den Startlöchern…

Fazit:
Ein Politkrimi, der mich restlos begeistern konnte. „Ausbruch“ sind zwei Geschichten, ein politisch brisantes Gemisch und Kunst in einem. Das Buch hat mich in mehreren Aspekten positiv überrascht und ist mit ein, zwei anderen Krimis/Thrillern mit in meiner Top 5 für dieses Jahr. Von mir bekommt „Ausbruch“ ganz klar 5 Schafe.

5 Schafe