Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)

Die Leipziger Buchmesse und ich – Tag 1

3 Comments

Gestern war mein erster Buchmessetag. Nach einer kurzen Nacht habe ich mich auf den Weg nach Leipzig gemacht (ich übernachte in Halle) und war kurz vor 10 Uhr dort. Nach den üblichen Formalitäten (Parkplatz, Eintrittskarte rausfummeln, Gaderobe aufsuchen) hab ich mich auf den Weg durch die Hallen gemacht. Da dies mein zweites Mal war, hab ich mich zum Glück schon ein wenig ausgekannt, doch trotzdem habe ich mich ab und an verlaufen – wie gut, dass alles ausgeschildert ist.

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Als allererstes habe ich mich auf den Weg zu einer Lesung von Dirk Hardegen gemacht.
Noch nie von ihm gehört? Ich vorher auch nicht. Ich hab diese Lesung im Programm entdeckt. Angezogen hat mich die Beschreibung: South of Market – ein klassischer Hardboiled-Krimi. Na, da musste ich auf jeden Fall hin. Überlesen hatte ich, dass es eigentlich um ein Hörspiel geht. Das fand ich aber noch besser. Herr Hardegen hat wirklich fantastisch gelesen und ich hätte noch ewig zuhören können. Für den Ohrenkneiferverlag hat er aber nun “South of Market” von Joe Gores, gemeinsam mit anderen gelesen bzw. mehr gespielt – ist ja ein Hörspiel. Da ich zu früh dran war, habe ich sogar noch eine Lesung von “Story to go” – auch von Dirk Hardegen vorgetragen – gehört. Beide kann ich nur empfehlen – das zuhören hat richtig Spaß gemacht. Sehr schade fand ich, dass die Lesung sehr rar besucht war. Ich hoffe, dass hindert Dirk Hardegen und den Ohrenkneiferverlag nicht, nächstes Jahr wieder zu kommen.

Danach hab ich mich erstmal auf die Suche nach dem Stand des Argument-Verlags gemacht. Das hört sich jetzt einfach an, doch man kommt an so vielen tollen Sachen vorbei, dass es schon eine Weile gedauert hat. Beim Argument-Verlag dann hab ich endlich Dörte Graul und Else Laudan kennen gelernt. Beide waren sehr nett und ich bin auch gleich mit einem tollen Plakat versorgt worden, dass ich Euch nicht vorenthalten möchte und dem ich nur zustimmen kann.
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Lange war ich nicht dort, aber keine Sorge, morgen gibt es nochmal einen Argument-Bericht und der hat es in sich!

Dann bin ich weiter durch die Stände gestromert, hab ein, zwei Kontakte geknüpft und fleißig… na ja, zumindest hin und wieder meine schicken Visitenkarten verteilt. Ja, ok, ein, zwei Bücher hab ich auch gekauft, aber an dem Tag hab ich mich fast schon schüchtern zurückgehalten. Das war heute, an meinem zweiten Tag, schon ganz anders, aber dazu mehr morgen. Ach ja, ein paar Geschenke hab ich gefunden und gekauft. Zum einen für meinen Neffen und meine Nichte, aber auch für Freunde – was ich da gekauft habe, verrate ich natürlich nicht. Dann war es aber auch schon Zeit, um zur nächsten Lesung zu gehen.

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David Gray hat aus seinem neuen Krimi “Kanakenblues” vorgelesen. Nach ein paar technischen Schwierigkeiten und ein wenig Vorgeplänkel, u. a. das Amazon vermutlich Schwierigkeiten mit Rezensionen zu diesem Titel hat, da deren Algorithmus mit dem Titel nicht umgehen kann, ging es los. Die vorgelesenen Stellen haben mir gut gefallen – ob der ganze Krimi das halten kann? Ich weiß es nicht, aber da aus dem Pendragon Verlag einige gute Titel kommen, ist es auf jeden Fall einen Versuch wert.

 

Nach weiterem durch die Gänge stromern, habe ich mich bei der Lesung von Wiebke Lorenz eingefunden.
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Ob “Bald ruhest du auch” (der Titel bereitet mir übrigens Probleme – ich würde “Bald ruhest auch du” sagen) mir gefallen würde, da war ich unsicher. Aus dem Grund ist es doch klasse, dass eine Lesung von Frau Lorenz angeboten wurde. Im Gegensatz zu einigen anderen Lesungen war es hier ziemlich voll und meines Erachtens, waren es ziemlich viele Blogger. Gut, ist nur von mir geraten, doch seltsamerweise kann man das einigen doch ansehen – mal abgesehen von den Zetteln, die Blogger bei ihrer Akkreditierung bekommen, und tragen oder nicht. Die Lesung ist begeistert aufgenommen worden und das Buch ist vielen Krimilesern zu empfehlen, doch in meine Beuteschema passt es einfach nicht ganz rein.

Danach hab ich mich wieder auf dem Gelände rumgetrieben. Ich war sogar mal in der Halle 1 und hab die Manga Convention durchgesehen. Das ist schon eine ganz andere Welt als meine. Aber die Fans geben sich wirklich Mühe mit ihren Kostümen und da gibt es wahre Kunstwerke zu bewundern.

Tja, alles in allem hört sich das jetzt nicht viel an, aber glaubt mir, um halb sechs war ich durch und hab mich verabschiedet. Aus dem Hotel bin ich gar nicht mehr rausgekommen (außer zum Feueralarm – aber keine Sorge, war falscher Alarm) und hab an dem Beitrag für die Lange Leipziger Kriminacht gearbeitet, den ihr schon gesehen habt.
Nun könnt Ihr Euch auf morgen freuen, dann gibt es nämlich den Bericht von meinem zweiten, heutigen Messetag.

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3 thoughts on “Die Leipziger Buchmesse und ich – Tag 1

  1. Wenn man das so liest muss man dich schon ein bisschen beneiden (auch als Nicht-Krimi-Fan).

    Schön, dass die Visitenkarten noch rechtzeitig gekommen sind 🙂 – wie knapp war es denn?

    Liebe Grüße,
    Melanie

    • Die Visitenkartenfrage hat sich erledigt – habe gerade den Bericht zur Kriminacht gelesen … (das kommt davon, wenn man nicht täglich reinschaut ;-)). Immerhin sind sie noch vor der Buchmesse angekommen 🙂

  2. Pingback: Mein Dezember, mein 2015 – ein Rückblick eben | Die dunklen Felle

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