Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)

Die Leipziger Buchmesse und ich – 2. (und für mich letzter) Tag

3 Comments

Mein zweiter Messetag begann mit einem Besuch beim KBV Stand, denn ich hatte abends in Facebook gesehen, dass Anne Kuhlmeyer am Tag vorher dort einige Zeit verbracht hat und wollte mein Glück versuchen, ob ich sie nicht dort antreffe. Doch bevor ich Glück hatte, habe ich die geduldigste und netteste KBV Mitarbeiterin getroffen. Denn bei meinem ersten Besuch war Anne Kuhlmeyer nicht da, bei meinem zweiten auch nicht, bei meinem dritten auch nicht…. und da hat die KBV Dame angeboten mich kurz anzurufen, wenn Frau Kuhlmeyer auftaucht und tatsächlich! Ich habe es geschafft, mal zur richtigen Zeit am Stand vorbeizuschauen. Vielen Dank an die klasse Mitarbeiterin vom KBV Verlag.

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Anne Kuhlmeyer und ich, wir verfolgen gegenseitig unsere Blogs und ich habe letztes Jahr “Es gibt keine Toten” von ihr gelesen. Nun ist ihr neuer Thriller “Night Train” herausgekommen und ich habe es schon ein wenig bedauert, dass ich das Buch auf meine Geburtstagswunschliste gesetzt habe und somit nicht kaufen und gleich signieren lassen konnte. Aber Glück muss man einfach haben – ganz zufällig hat der KBV Verlag ein Lesezeichen zu dem neuen Titel drucken lassen und so hat Anne mir das Lesezeichen signiert. Das landet dann natürlich im Buch – ob nun geschenkt oder dann doch selbst gekauft. Wir haben noch ein wenig geklönt und dann bin ich weitergezogen.

ABER – das war ja jetzt schon ein wenig vorgezogen, denn davor hab ich noch so viel anderes gemacht. Zu allererst war ich nochmal am Argument Stand, denn mir ist eingefallen, dass ich ganz vergessen hatte, ein Foto zu machen.
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Hier der kleine, aber feine und geschickt an einer Ecke gelegene Stand des Argument Verlags mit Else Laudan und Dörte Graul im Vordergrund. Wir haben ein bisschen geplaudert, Gregor Gysi ist vorbei gelaufen, ich habe ein kleines Geheimnis erfahren und als ich dann später wiedergekommen bin, hat Anne Goldmann (ja, gestern gab es ganz viele Annes ;-)) mein Exemplar von “Lichtschacht” signiert, bevor dann kurz danach die Lesung stattfand.

 

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Die Linke Bühne war nur ein kleiner Lesungsort und dementsprechend wenig Plätze gab es da. Ich hatte Mühe, einen Platz zu ergattern, da doch mehr Leute die Lesung hören wollten, als Stühle vorhanden waren. Mit ein paar technischen Schwierigkeiten startete die Lesung und Anne Goldmann hat uns in ihren spannenden Suspense Thriller gezogen. Ich bin schon wieder ganz hibbelig geworden, doch ich habe gerade erst “Cut” von Merle Kröger (den gibt es übrigens bald in einem neuen Kleid) angefangen. Seufz… es gibt zu viele Bücher und zu wenig Zeit, aber da erzähle ich Euch ja nichts neues.

So, nach ein wenig schlendern habe ich versucht bei “Still” von Thomas Raab reinzusehen, aber über das Meer Köpfe konnte ich einfach nicht drüber gucken und dann bin ich eben weitergezogen. Dann war ich noch bei einer anderen Lesung. Meine Freundin hat mir nämlich immer von dem Möwenkrimi vorgeschwärmt, den Sina Beerwald geschrieben hat und das als Fantasy Leserin. Also hab ich mir gedacht, ich geh zur Lesung von Sina Beerwald und höre mir “Möwenalarm” an, den zweiten Teil ihrer Reihe um Möwe Ahoj.
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Auch hier waren wieder keine Plätze zu finden, obwohl eigentlich noch Platz da war – nur keine Stühle. Nun ja, ich hab mich mal auf den Boden an den Rand gesetzt, aber ehrlich Leute, langsam werde ich zu alt dafür, zwischen all den Schülern und Teenies. Somit erstmal ein Appell an die Leipziger Buchmesse: stellt ein paar mehr Stühle pro Lesungsort auf – bitte, bitte, bitte! So, nun aber zu “Möwenalarm”. Ein witziger Krimi um die Möwe Ahoj und seine Bande, die in seinem Nest ein Baby finden. Ein menschliches Baby. Und das kann da ja nicht bleiben. Man kann sich schon denken, dass dieser Krimi nicht zur ernsthaften Sorte gehört und einen ständig schmunzeln lässt. Die Lesung war dementsprechend dann auch mit Lachern gespickt und Frau Beerwald hat das sehr witzig vorgetragen.

Danach bin ich wieder weitergezogen und habe ein wenig verzweifelt einen Sitzplatz gesucht. Für mich als Büromensch ist es schon ungewohnt, zwei Tage ständig auf den Beinen zu sein. Aber letztendlich habe ich was gefunden und mich ein wenig sortiert, bevor ich weiter die Stände unsicher gemacht habe. Sehr tolle Gespräche habe ich beim Pendragon Verlag, beim Liebeskind Verlag und beim Golkonda Verlag geführt. Leider habe ich die Dame vom Pendragon Verlag ein wenig unruhig gedrängelt, da ich noch zu einer Fantasy Lesung für meine Freundin musste, ich hoffe, sie nimmt es mir nicht übel. Nur hatte sich meine Freundin gewünscht, dass ich bei zwei Lesungen vorbeigehe und dann ist auch noch eine ausgefallen. So musste natürlich auf jeden Fall die eine klappen.

Zuerst bin ich aber mal mega erschrocken, als ich auf die Leseinsel zugesteuert bin – da waren Massen von Leuten (mehr als bei Thomas Raab) und ich hab schon gedacht, oh je, da finde ich ja niemals Platz oder gar Sicht auf irgendetwas was sich vorne abspielt. Allerdings war das erst die vor-vorige Lesung und ich hatte Hoffnung, dass die Masse sich verflüchtigt. Ich hab dann doch noch einen Blick auf den vortragenden englischsprachigen Menschen werfen können und ich schwöre, da stand Gimli aus Herr der Ringe. Später habe ich rausgefunden, dass das Patrick Rothfuss ist. Zum Glück hat meine Freundin sich diesen Vortrag nicht gewünscht, denn da hätte ich eine Stunde zum Signieren anstehen müssen. Der Gute kommt aber wohl nächste Woche oder so nach Reutlingen und sie geht da selbst hin. Dann hat aber (neben der Signierschlange für Patrick Rothfuss) die Lesung des Mondwolf Verlages begonnen.
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So, da saß ich nun also auf der Fantasy Leseinsel, vor mit eine Verlegerin und fünf mir völlig unbekannte Autorinnen. Jede von ihnen schreibt einen Roman mit dem Grundthema “Wolf” und diese werden der Reihe nach veröffentlicht. Der Roman von Tanja Rast (der einzige Name, den ich mir gemerkt habe – sorry an die anderen!) ist schon erschienen, der zweite Teil auch und zwar passend vor der Messe. Die Lesung selbst fand ich recht spannend, da nicht nur aus den beiden schon erschienen Teilen vorgelesen wurde, sondern auch alle Autorinnen – moderiert durch die Verlegerin – Fragen rund um die fünfteilige Serie beantwortet haben.

Danach war es halb sechs und ich war schon fast froh darüber, denn ich war echt müde und fertig. Die Messe war wirklich toll und ich möchte auf jeden Fall nächstes Jahr wieder hin, aber es ist auch sehr anstrengend.
Heute ging es dann wieder nach Hause – über Nürnberg und mit einem Besuch bei meiner Schwester und ihrer Familie.
So, das waren meine Erlebnisse von der Leipziger Buchmesse 2015.

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3 thoughts on “Die Leipziger Buchmesse und ich – 2. (und für mich letzter) Tag

  1. Liebe Christina,

    ich hoffe du hast viel Spaß mit unseren Büchern! Ich habe es dir natürlich nicht übelgenommen, dass du es eilig hattest. Auf Messen ist man ja immer irgendwie gehetzt 😉

    Viele Grüße

    Sarah (Die Dame vom Pendragon Verlag)

    • Hallo Sarah,
      wie gut, dass Du Dich nochmal meldest – ich hab den Namen tatsächlich verbuxelt. Es gibt sooo viel zum gucken auf der Buchmesse und dann noch die Lesungen. Die Zeit ist meist einfach viel zu kurz.
      Meine erworbenen Schätze werde ich natürlich noch separat vorstellen und dann auch entsprechend würdigen.
      Viele Grüße,
      Christina

  2. Pingback: Mein Dezember, mein 2015 – ein Rückblick eben | Die dunklen Felle

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