Die dunklen Felle

Krimis, Thriller und Science Fiction


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Fütterung des SUBs / 07.06.2014

Es ist endlich da! Mein bei Vorablesen gewonnenes Exemplar von ‚Der Totschläger‘. Dazu kommen diese Woche noch lauter ertauschte Schätze – zwei Bücher und ein Hörspiel in vier Teilen, welches ich zwar schon kenne, aber bis jetzt kein eigenes Exemplar hatte. Kommen wir zuerst zum Lesestoff:

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Chris Carter – Der Totschläger (Hunter und Garcia – Band 5)
Verlag: Ullstein
464 Seiten
ISBN: 978-3548285764
9,99 €

Inhalt:

Detective Robert Hunter erhält einen mysteriösen Anruf: Der anonyme Anrufer sagt ihm, er solle eine Website aufsuchen. Auf der Seite läuft ein Video – auf dem ein Menschen brutal gefoltert und ermordet wird. Hunter muss hilflos zusehen. Bevor Hunter und sein Kollege Garcia auch nur einen Schritt in ihren anschließenden Ermittlungen vorankommen, erhält Hunter einen weiteren Anruf. Er öffnet die Website: Ein weiteres Video, ein weiterer brutaler Mord vor laufender Kamera. Und dieses Mal hat der Anrufer Hunter und Garcia eine ganz eigene Rolle in seinem kranken Spiel zugedacht: Sie müssen entscheiden, wie das Opfer sterben wird: Durch Verbrennen oder Ertrinken …

Viveca Sten – Tödlicher Mittsommer
Verlag: KiWi
378 Seiten
ISBN: 978-3462043112
7,99 €
Inhalt:
Es ist ein heißer Julimorgen auf Sandhamn im Stockholmer Schärengarten. Eine männliche Leiche, verstrickt in ein Fischernetz, liegt angespült am Weststrand der Insel. Eine gute Woche später wird nicht weit davon entfernt eine brutal ermordete Frau aufgefunden, und Thomas Andreasson von der Polizeidienststelle Nacka muss sich des Falls annehmen. Anhaltspunkte gibt es kaum. Was verband die Toten mit Sandhamn? Welche Geheimnisse verbergen sich in dem kleinen Ort? Gequält vom Verlust seiner neugeborenen Tochter und von einer zerbrochenen Ehe stürzt Thomas sich in die Ermittlung. Unerwartete Hilfe bekommt er dabei von seiner Jugendfreundin Nora Linde, die mit ihrer Familie die Sommermonate auf der Insel verbringt.

David Safier – 28 Tage lang

Verlag: Rowohlt
404 Seiten
ISBN: 978-3499211744
16,95 €
Inhalt:
Warschau 1943: Die sechzehnjährige Mira schmuggelt Lebensmittel, um im Warschauer Ghetto zu überleben. Als sie erfährt, dass die gesamte Ghettobevölkerung umgebracht werden soll, schließt sich Mira dem Widerstand an. Der kann der übermächtigen SS länger trotzen als vermutet. Viel länger. Ganze 28 Tage…
28 Tage, in denen Mira Momente von Verrat, Leid und Glück erlebt.
28 Tage, in denen sie sich entscheiden muss, wem ihr Herz gehört.
28 Tage, um ein ganzes Leben zu leben.
28 Tage, um eine Legende zu werden.

Und nun das monumentale Hörspiel:
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Tad Williams – Otherland
Teil 1: Stadt der goldenen Schatten (978-3899401165)
Teil 2: Fluß aus blauem Feuer (978-3899405354)
Teil 3: Meer des silberenen Lichts (978-3899401172)
Teil 4: Berg aus schwarzem Glas (978-3899401158)
Inhalt:
Eine Gruppe mächtiger Männer, die sich Gralsbruderschaft nennt, hat mit enormen Geldmitteln das Simulationsnetzwerk »Otherland« entwickelt. Es ist mehr als nur die Spielwiese einiger Exzentriker: Von langer Hand vorbereitet soll es das gigantische Kontrollsystem werden, das die gesamte Menschheit beherrscht.
Nur wenige haben eine Ahnung davon, welche Ausmaße das Netz bereits angenommen hat. Nur wenige erkennen die tödliche Gefahr. Angelockt von der Vision einer strahlenden, einer goldenen Stadt, versammeln sich neun Menschen in der VR, um sich dem Bösen entgegen zu stellen und seine Pläne zunichte zu machen.


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Lyndsay Faye – Der Teufel von New York

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Lyndsay Faye – Der Teufel von New York
Verlag: dtv
Seiten: 469
ISBN: 978-3423249935
15,90 €

 

 

 

 

Inhalt:
Nicht ganz freiwillig tritt der junge Timothy Wilde der neu gegründeten Polizeitruppe von New York bei. Schon wenige Tage später läuft ihm ein kleines Mädchen in die Arme. Sie ist völlig verstört und trägt nur ein Nachthemd, welches mit Blut befleckt ist. Als dann die geschändete Leiche eines Jungen auftaucht, stellt Wilde eine Verbindung zu Bird Daly, dem kleinen Mädchen, her. Er gewinnt das Vertrauen von Bird und durch Ihre Infos stösst er auf ein entlegenes Gelände, auf dem neunzehn vergrabene Kinderleichen gefunden werden. Wilde macht sich an die Lösung des Falles, doch nicht nur sein Bruder, sondern auch die Gerüchteküche New Yorks, politische Ränkespiele und Intrigen sowie das aufgeheizte Klima gegen die irischen Einwanderer machen seine Aufgabe alles andere als leicht…

Meine Meinung:

Ganz gespannt habe ich auf das Buch gewartet und mich sehr gefreut, dass ich es zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. Ich habe es dann auch zügig begonnen – gerade passend hatte ich Urlaub.

Leider bin ich aber nicht ganz so schnell und rasant durch das Buch gekommen, wie ich mir das gewünscht und vorgestellt habe. Der Schreibstil der Autorin ist zwar eingängig und auch angenehm, doch leider ließ es an Spannung missen und konnte mich einfach nicht dauerhaft fesseln. Vielleicht liegt das an der historischen Detailliertheit, die ich jetzt gleich aber nichtsdestrotrotz loben möchte.

Die historische Ausarbeitung des Buches ist gut gelungen. Ich konnte mich wirklich gut in die Zeit hineinversetzen und bin begeistert vom New York des 19. Jahrhunderts. Was mir bis jetzt auch nicht so bewusst war und die Autorin als Reizthema in dem Krimi gut verbaut hat, war die negative Stimmung gegen die irischen Einwanderer. Wenn diese Phase in unseren Geschichtsbüchern dargestellt wird, geht es hauptsächlich darum, dass die Iren vor der Kartoffelseuche und der Armut nach Amerika fliehen, doch hier sieht man mal die andere Seite: eine Stadt, die von armen, nach Arbeit suchenden Menschen überflutet wird. Die anti-irische, aber auch anti-katholische Einstellung der restlichen New Yorker wurde eindringlich vorgestellt.
Hierzu gehört auch am jeweiligen Kaptitelanfang ein Zitat aus historischen Dokumenten. Die fand ich zwar ganz nett, allerdings stören mich solche Zitate oft im Lesefluss und letztendlich kann ich mir die doch nicht bis zum Ende merken.
In dem Buch wird mitunter auch „Flash“ geredet, die Gaunersprache der New Yorker zu dieser Zeit. Zwar finde ich es schön, dass dieses Detail eingearbeitet wurde, doch leider muss man dann, um den Satz zu verstehen, öfters mal im hinten angefügten Glossar blättern. Manche Sätze sind im Text übersetzt, doch eben nicht immer – was ich mir allerdings gewünscht hätte. Auch mit Fußnoten wäre ich glücklich, doch das liegt bestimmt nicht allen.

Der Protagonist, Timothy Wilde, ist sehr sympathisch beschrieben. Er ist der ‚gute’ von den beiden Brüdern. Er schlägt sich aufrecht als Barkeeper durchs Leben und konnte auch einen Notgroschen ansparen. Leider nimmt ihm ein Brand sowohl seinen Job als auch sein Gespartes. Sein Bruder vermittelt ihn zur Polizei und das ist wohl auch schon einer der Gründe, warum er eigentlich kein Polizist sein möchte, denn sein Verhältnis zu Valentine, seinem Bruder ist nicht sehr gut. Valentine ist grobschlächtig und wild, er ist politisch engagiert, Feuerwehrmann und nun Captain bei der Polizei. Nichtsdestotrotz hat Valentine in Bezug auf seinen Bruder ein gutes Näschen, denn Timothy ist der ideale Polizist. Er ist keiner, der einen Fall auf sich beruhen lässt, er hat Prinzipien und Moral und lässt sich nicht bestechen. Die Nebencharaktere sind liebevoll gezeichnet und bis in die kleinsten Nebenfiguren gut durchdacht. Ganz besonders hat mir Mr. Piest gefallen, der praktisch das heutige CSI mimt und Spuren und Beweismittel sucht.

Die Leichen der Kinder sind – für das 19. Jahrhundert – recht grausam hergerichtet und stehen den ‚heutigen’ Leichen nicht nach. Der Fall war knifflig und gut konstruiert. Die Ermittlung von Timothy Wilde ist mitunter langwierig, doch das schreibe ich mal der Tatsache zu, dass es eben ein historischer Krimi ist und keiner mit DNA-Spuren, etc. Nichtsdestrotrotz hat Wilde gute Einfälle und durch seine Zeit als Barkeeper auch einige Kontakte, bzw. weiß, wie man sich neue Kontakte generiert, so dass er der Lösung immer näher kommt, die sich dann zu mehreren Lösungen aufteilt. Ich bin froh, dass ich nur eine erraten habe, denn so war ich am Ende noch positiv überrascht über die ungewöhnliche Auflösung.

Fazit:

Alles in allem war die Lektüre zwar etwas schleppend, doch „Der Teufel von New York“ war wirklich gut ausgearbeitet und es hat Spaß gemacht, ihn zu lesen. Wegen der mitunter fehlenden Spannung gibt es von mir ‚nur’ 4 Schafe.

4 Schafe


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Annelie Wendeberg – Teufelsgrinsen

Teufelsgrinsen


Annelie Wendeberg – Teufelsgrinsen

Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Seiten: 227
ISBN: 978-3462046434
14,99 €

 

 

 

 

Inhalt:
Im Londoner Wasserwerk wird eine Leiche gefunden. Es besteht der Verdacht, dass der Mann an Cholera gestorben ist und deshalb wird Dr. Anton Kronberg gerufen, der führende Bakteriologe in England. Dort trifft Kronberg auf Sherlock Holmes und sie beginnen gemeinsam zu ermitteln. Dabei tritt nicht nur zu Tage, dass der Tote absichtlich infiziert wurde, sondern Holmes findet auch heraus, dass Anton Kronberg eigentlich Anna Kronberg ist…

Meine Meinung:
Die Kurzbeschreibung fand ich interessant – eine Frau als Doktor und Sherlock Holmes – und deshalb musste das Buch natürlich her. Alles in allem fand ich es ganz gut, doch stört mich, dass es zum einen recht kurz ist (knapp 230 Seiten mit großer Schrift) und zum anderen, war der Schwerpunkt oft auf Annas Versteckspiel als Mann gesetzt. Vielleicht hätte sich das relativiert, wenn das Buch länger gewesen wäre. Mehr Ermittlung – vor allem mit Sherlock Holmes – und die Auflösung doch etwas kniffliger, das hätte ich mir gewünscht. Auch die romantische Verwicklung fand ich deplaziert.

Fazit:

Ein spannender Fall mit interessanten Ermittlern, doch leider zu kurz und mit zu wenig Wendungen. Von mir gibt es 3 Schafe.

3 Schafe