Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)


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Monatsrückblick März 2017

Woohoo!

Der März war lesetechnisch (aber auch so) richtig gut. Ein wenig geholfen hat, dass ich ein paar Tage Urlaub hatte und so hab ich richtig viel lesen können – dafür hatte ich keine Lust auf Rezensionen und so gibt es nur zu zwei Büchern eine Rezension, aber natürlich werde ich jetzt kurz meine Meinung pro Buch kund tun. Und hier sind sie:

Mirror – Karl Olsberg:
Spannender Blick in die Zukunft – oder eigentlich schon jetzt erschreckend, wie sehr wir uns auf die Technik verlassen. Karl Olsberg hat das auf die Spitze getrieben und zeigt eine sehr wahrscheinliche Möglichkeit, leider mit einigen Längen.

Gun Street Girl – Adrian McKinty:
Anstandslos reihe ich mich in die Lobeshymnen ein, die man zu McKintys Serie um den “katholischen Bullen” Sean Duffy, lesen kann. Auch mit Gun Street Girl hat er mich hervorragend unterhalten und fast ist es schon schade, dass ich nun bei “Rain Dogs”, dem neuesten Teil, angelangt bin, denn danach hab ich ja keinen Sean Duffy Puffer mehr….

IQ – Joe Ide:
Gute Idee, aber ich habe mit der Umsetzung gehadert. Es waren nämlich zwei Geschichten mit gleichem Gewicht: der aktuelle Fall von Isaiah Quintabe und Isaiahs Vergangenheit. Gespickt noch mit ein paar anderen Perspektiven und schon war mein Lesefluss irgendwie gestört. Ein zweiter Fall, falls vorhanden oder in Planung, könnte aber besser sein – das Thema Vergangenheit ist ja nun abgehakt, und… wer einen Granatwerfer im Kofferraum mit sich herum fährt, hat bei mir einfach ein Stein im Brett.

Mila – Matteo Strukul:
Eigentlich war das ein Film. Oder halt ein Drehbuch. Natürlich für einen Actionfilm. Viel Gewalt, wenig Hintergrund/Tiefe, die auch die traurige Geschichte der Protagonistin nicht herausholen konnte. Aber ganz unterhaltsam für einen Nachmittag.

Das dunkle Schweigen – Wolfgang Schorlau:
Ich mag Dengler. Der erste Teil hat mir sehr gut gefallen, dieser hier nicht mehr ganz so gut, aber immer noch recht gut. Vielleicht bin ich einfach ein wenig genervt, dass es, wenn es um ein dunkles Geheimnis geht, immer etwas mit dem 2. Weltkrieg zu tun hat. Muss doch auch noch was anderes geben in der Geschichtsschreibung, was Stoff für Geheimnisse liefert – oder?

Im Sommer der Mörder – Oliver Bottini:
Zugegeben fand ich es ein wenig anstrengend Louise Boni nach ihrer Entziehungskur zu erleben, aber ich muss auch zugeben, dass es sehr authentisch geschrieben war. Spannend war es trotzdem – und sehr überraschend. Oder wie erklärt Ihr Euch, dass man mit Jugoslawien startet und in Pakistan landet?

Das Jahr des Falken – Jo Walton:
Endlich der letzte Teil der Trilogie! Man muss erwähnen, dass der dritte Teil nur noch wenig mit Krimi zu tun hat, dafür aber eine beklemmende Alternativwelt zeigt, in welcher der Faschismus in fast ganz Europa fest Fuß gefasst hat. Ein würdiger Abschluss!

Fünf schräge Vögel – Donald E. Westlake:
Was eine skurrile Jagd nach dem Balabomo-Smaragd – ein tolles Buch um Dortmunder, den Dieb und Mastermind, der mit 4 anderen das religiöse Od eines kleinen afrikanischen Staates klaut. Und klaut. Und klaut. Und….
Hoffentlich wird die Übersetzung der Reihe fortgesetzt….

Zu “Die Stunde der Entführer” von Robert Wilson und zu “Suff und Sühne” von Gary Victor findet ihr die Rezensionen hinter den Links.

Was gab es sonst noch im März?

Derweil alle anderen… na ja, zumindest einige, auf der Leipziger Buchmesse waren, hab ich ein Alternativprogramm gestartet. Neben der Lesung von Gary Victor, für die ich mich nach Mainz begeben habe, hatte ich Bloggeburstag und habe dazu ein paar Mini-Interviews mit Autor*innen vorbereitet und veröffentlicht. Mit dabei waren:
Lawrence Block
Anne Goldmann
Gary Victor
Jo Walton
Und vor zwei Tagen habe ich tatsächlich noch ein weiteres Interview erhalten. Der Autor hatte mir schon zugesagt, aber erwähnt, dass er gerade im Stress ist und es wohl ein wenig dauern würde. Nichtsdestotrotz – jetzt ist es da. Und diese Woche werde ich mich dann an die Übersetzung machen und es auch Euch zur Verfügung stellen. Ihr könnt Euch also schon mal vorfreuen!

Und nun noch einen kurzen Blick in den April. Nach dem Buchmesse-Monat März sieht es im April in der Tat ein wenig mau aus. Zumindest für mich. Der Unionsverlag veröffentlicht weiterhin James McClure und vervollständigt nach und nach die Reihe, doch ich fange dann erst mal mit Teil 1 an, auch von Ken Bruen gibt es neues im Polar Verlag, doch mir hat es diesen Monat das folgende Buch angetan:


Apostolos Doxiadis – Des Menschen Wolf
Inhalt: Ben Frank hat Blut an seinen Händen. Bei einer Kneipenschlägerei tötet er den Sohn des berüchtigten Mafiabosses Tonio Lupo. Und dieser sinnt auf Rache: Auch Franks Söhne sollen in dem Alter ermordet werden, in dem sein Sohn starb. Schicksal, Zufall, bewusste Entscheidungen: ein spannender Rache-Thriller über die Frage, wie wir dem Tod ein Schnippchen schlagen können.

Al, Nick und Leo Frank sind sich keiner Schuld bewusst. Doch der vom Tode gezeichnete Mafiaboss nimmt seine Rache ernst: Er setzt einen Profikiller auf die drei Brüder an, der sie umbringen soll, sobald sie 42 Jahre alt sind. Während Al sich durch Reichtum zu schützen sucht, flüchtet Nick in den Glamour von Hollywood, um sich unverwundbar zu machen. Nur der jüngste Bruder Leo ist noch zu klein, um von dem Fluch zu erfahren, und führt zunächst ein unbeschwertes Leben. Aber auch für den Profikiller stellt sich die Frage, wie er leben soll, bis seine Opfer ihr entsprechendes Alter erreicht haben.
Mein Kommentar: Schon das Cover ist genial, die Beschreibung hört sich nach einem Gemisch von Alt-Bekanntem und Neuem an – ich bin schon gespannt!

Worauf freut Ihr Euch denn im April?


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Monatsrückblick Februar 2017

Ach, der Februar. Puh – die wenigstens Bücher, die ich je in einem Monat gelesen habe. Zumindest solange ich die Monatsrückblicke schreibe.  Na, so ist es eben. Und hier sind sie:

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Der aufrechte Mann – Davide Longo
Ein sehr aufwühlendes Buch, nachdem ich erst mal ein wenig Pause zum Nachdenken gebraucht habe. Sehr verstörend, aber auch sehr beeindruckend – und meiner Meinung nach so ganz und gar nichts für die Fangemeinde der üblichen Dystopien.

Die verlorenen Schwestern – Adrian McKinty
Ein Sean Duffy Krimi – muss man dazu noch viel sagen? Der war natürlich klasse und bietet diesmal auch etwas für Freunde des Traditionellen: ein Locked-Room-Mystery.

Die Mauer – Max Annas
Der Anfang so bis zur Mitte hat mir gut gefallen, doch dann ist es ein wenig unrealistisch geworden und in einem wilden, aber irgendwie in Slow Motion ablaufenden Showdown gegipfelt. Hat schon Spaß gemacht, wäre aber jetzt nicht meine Wahl für den Platz 1 letztes Jahr gewesen (aber es muss ja einen Grund geben, warum nicht ich in der Jury der Krimibestenliste der ZEIT bzw. seit 2017 der FAZ sitze…).

Fliege machen – Lucie Flebbe (nicht auf dem Bild – war nur geliehen)
Der dritte Teil um Lila Ziegler hat wieder mehr Lesespaß gebracht als Teil Nummer 2. Die Krimis machen Spaß und unterhalten gut, der Plot ist einfach, aber die Charaktere sehr sympathisch.

Von allen guten Geistern – Andreas Kollender
So, hier verrate ich mal noch nicht viel, aber es wird dazu keine Rezension von mir geben, sondern etwas anders und zwar im Zuge einer Blogtour. Die Ankündigung schicke ich am Wochenende raus, da erfahrt ihr dann, wer noch teilnimmt, wer welchen Beitrag veröffentlicht und was es zu gewinnen gibt.

So, nachdem wir nun den ersten Blick in den März geworfen habe, hier noch mein Neuerscheinungstipp für März. Also, na ja, es sind wieder doch ein paar mehr – ich kann es mir nicht verkneifen, aber ich habe mal einen Favoriten gekürt – und das ist:

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Inhalt: Inspektor Dieuswalwe Azémar hat keine Wahl: Will er nicht aus dem Polizeidienst entlassen werden, muss er sich der Entziehungskur unterziehen, die sein neuer Vorgesetzter ihm verordnet hat. Der Entzug wird zu einem Gang durch die Hölle. Ausgerechnet in diesem geschwächten Zustand wird Azémar in ein Komplott hineingezogen, das sein Leben und das seiner Tochter bedroht. Die Spur führt zur MINUSTAH, der UN-Mission in Haiti. Was steckt hinter dem angeblichen Selbstmord eines Generals? Warum wurde der Sohne einer mächtigen Unternehmerfamilie entführt? Was hat der Bandenchef mit dem seltsamen Namen Raskolnikow damit zu tun? Die Ermittlungen werden für Dieuswalwe Azémar zu einem Wettlauf mit der Zeit und einer schmerzhaften Reise in die eigene Vergangenheit. Als er begreift, wie alles zusammenhängt, ist er ein weiteres Mal auf seine Beretta und seine Reflexe angewiesen …
Mein Kommentar: Endlich der nächste Inspector Azémar Krimi!

Desweiteren sind mir für März noch die folgenden Krimis ins Auge gefallen:
Nach der Schlacht – Le Minh Khue
Smonk: Die Stadt der Witwen – Tom Franklin (herausgegeben von Frank Nowatzki)
Blutzucker – Leif Tewes

Auf welche Neuerscheinung im März wartet ihr denn sehnsüchtig?


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Monatsrückblick Januar 2017

Was soll ich sagen – das neue Jahr fängt nicht gut an.
Gesundheitlich hatte ich ein wenig zu kämpfen und dagegen konnte noch nicht mal eine Woche Urlaub ankommen, meine Bücheranzahl ist nicht so üppig, dafür qualitativ mal wieder sehr vorzeigbar.
Hier sind sie:

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Im frühen Licht des Tages – Lawrence Block (Kurzgeschichte)
Schwarzgeld – Ross Macdonald
Mirror: Prequel – Karl Olsberg (Kurzgeschichte)
Zeit der Finsternis – Malla Nunn
Drei am Haken – Lawrence Block
Schwesterherz – Felix Francis
Blut in den Bayous – James Lee Burke
Hämatom – Lucie Flebbe

Da es zu folgenden Büchern keine Rezension geben wird, ein Einzeiler zu den Titeln:

James Lee Burke – Blut in den Bayous: Leider war bei mir ab der Mitte die Luft heraus und mir fehlte Spannung. Nichtsdestotrotz sind die Bücher um Dave Robicheaux etwas Besonders: New Orleans, die Atmosphäre, die Stimmung.

Lucie Flebbe – Hämatom: Lila stürzt in eine Krise (Liebeskummer, etc) und ermittelt um sich wieder aufzurichten – weitestgehend allein. Und das ist auch der Knackpunkt. Die Teamarbeit fehlte und der zweite Teil der Reihe kann leider nicht an den ersten heran reichen.

Gelesen, aber noch nicht beendet habe ich noch “Der aufrechte Mann” von Davide Longo, aber das Buch ist eine Kategorie für sich und ich finde es besser, es nicht auf einmal zu lesen, sondern hin und wieder wegzulegen. Mehr dazu dann spätestens im nächsten Monatsrückblick.

Krankheitsbedingt gab es in der letzten Woche auch keine Rezension, aber die wird natürlich nächste Woche nachgeholt. Eine andere Sache, die es nicht gab, war mein Neuerscheinungsbeitrag – und den wird es auch nicht mehr geben. Ich habe beschlossen, mir diese Mühen zu sparen, vor allem, weil ich sowieso nie ganz damit zufrieden war und regelmäßig eine mir wichtige Neuerscheinung vergessen habe. Zum Ausgleich werde ich ab sofort in den Monatsrückblicken ein Buch, welches im nächsten Monat erscheint, vorstellen. Und hier mein Vorschautipp für Februar:

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Andreas Kollender – Von allen guten Geistern
Inhalt: Im Sommer 1864 verkaufte ein Mann Zwangsjacken. Es war heiß auf dem Marktplatz am Heiligengeistfeld vor den Toren Hamburgs. Die Menschen bestaunten seine seltsame Ware. Der Mann kam aus der Heil- und Irrenanstalt Friedrichsberg. Er war kein Patient. Er war der Leiter. Am Abend des Tages lachte der Mann Fanny Nielsen an und sagte, es sei keine einzige Jacke übrig geblieben. Nicht eine. Er habe den Zwang verkauft. Fanny Nielsen, einer Schauspielerin, gefiel diese Formulierung. Sie legte dem Mann eine Hand auf den Unterarm. Bald darauf kam es zu einem Unglück.
Mein Kommentar: Der Titel erscheint zwar nicht im Krimi-Mäntelchen beim Pendragon Verlag, sondern unter der Literatursparte, doch die Qualität ist in beiden Sparten des Pendragon Verlags grandios, so dass man hier gar nichts falsch machen kann.


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Monatsrückblick November 2016

Eigentlich war ich ja auf der Suche nach den Neuerscheinungen für Dezember, um daraus einen Beitrag meiner Must Haves zu basteln. Leider bin ich nicht fündig geworden. Irgendwie konnte mich keines der neu erscheinenden Bücher hinter meiner aktuellen Lektüre hervorlocken. Aber das ist ja im Dezember gar nicht schlimm – da kann man dann alle Bücher, die man im Laufe des Jahres nicht kaufen konnte oder wollte, auf die Wunschliste setzen und hoffen, dass das Christkind den einen oder anderen Wunsch erfüllt.

Und somit gibt es auf meinem Blog keinen Neuerscheinungen im Dezember Beitrag, dafür aber natürlich wie immer einen Rückblick auf den November. Der sah leider fast genauso aus wie der Oktober – viel Arbeit, wenig Zeit und dementsprechend wenig Bücher. Aber endlich, endlich hab ich “Miss Terry” gelesen und das ist mein absoluter Favorit im November (und auch auf jeden Fall in meinen Jahres-Top-Five), auch wenn sich “Trümmerkind” von Mechtild Borrmann da keineswegs hinter verstecken muss.
“Der König der Schweine” hab ich jetzt mal mit auf das Bild genommen, aber das Buch hab ich abgebrochen. Ging gar nicht. In den ersten 50 Seiten lässt sich zwar ein Krimifall erahnen, aber keiner arbeitet daran, viel lieber beschäftigt sich die Hauptfigur mit allem möglichen und auch noch ziemlich derbe. Mehr hab ich auch nicht gelesen – aber schon in den wenigen Seiten fand ich die Sprüche dann schon nicht mehr originell, sondern anstrengend. Gar nicht meins.

Insgesamt komme ich damit auf 5 Bücher – und zwar die folgenden:

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Liza Cody – Miss Terry
Ross Thomas – Porkchoppers
Mike Nicol – Power Play
Yrsa Sigurdardottir – DNA
Mechtild Borrmann – Trümmerkind

Sehr aufmerksame Leser meines Blogs werden gemerkt haben, dass ich auch bei der Blogarbeit ein wenig geschludert habe, es gab nur wenige Rezensionen im November. Dafür habe ich an zwei Leserunden teilgenommen (Trümmerkind und DNA). Die Rezensionen hierzu werden in den nächsten Tagen folgen.

 

Nun wird es aber Zeit, schon mal in den Dezember zu blicken – immerhin haben wir ja heute schon das erste Türchen des Adventkalenders öffnen dürfen. Im Dezember habe ich tatsächlich ein wenig Urlaub und so hoffe ich, dass ich wieder ein wenig mehr Zeit zum lesen finde. Es gibt zwei Dinge, die im Dezember auf jeden Fall statt finden werden. Zum einen nehme ich an zwei Leserunden teil: “Lunapark” von Volker Kutscher und “Wintertod” von Thomas Nommensen. Letzterer ist mir kein Unbekannter – hier habe ich ja schon “Ein dunkler Sommer” Anfang dieses Jahres gelesen. Volker Kutscher ist mir tatsächlich noch unbekannt, auch wenn ich bisher nur Gutes über seine Krimis gelesen habe. Ich werde mich mal wieder in die Mitte einer Reihe wagen – und wenn ich das mache, dann doch am liebsten in einer Leserunde, damit mich die anderen Teilnehmer erleuchten können, wenn mir der Durchblick bei den privaten Entwicklungen fehlt.

Zum anderen wird es im Dezember ein Special geben, welches ich in Kooperation mit einem anderen Blog vorbereitet habe, bzw. gerade vorbereite. Wie Ihr sicherlich gemerkt habt, startet es nicht heute, sondern erst am 12. Dezember. Und da der Winter ja gerade noch irgendwie auf sich warten lässt (auch wenn es jetzt tatsächlich mal ein, zwei Tage kalt war), haben wir uns ein sonniges Thema ausgedacht. Aber mehr verrate ich noch nicht – seid gespannt.

 

Wie sehen Eure Pläne für den Dezember denn so aus? Öffnet ihr fleißig jeden Tag massenweise Adventskalendertürchen bei den Online-Adventskalender von Verlagen, Firmen und sonstigen Organisationen? Oder geht ihr die Vorweihnachtszeit lieber besinnlich an?

 


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Monatsrückblick Oktober 2016

Übersichtlich. Das ist wohl das Stichwort, unter welchem man meinen Lesemonat Oktober findet. Krankheitsbedingt und aufgrund einer Leseflaute sind es übersichtliche vier Bücher geworden. Das einzige, was ich daran schade finde, ist, dass ich damit natürlich auch noch nicht “Miss Terry” von Liza Cody gelesen habe. Aber das ändert sich bald, keine Sorge.

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Legal High – Rainer Schmidt
New York ’01 – Ernest Nyborg
Neonregen – James Lee Burke
Triangel – Anne Goldmann

Zu allen Büchern gibt bzw. wird es eine Rezension geben und deshalb gibt es hier jetzt keine Kurzmeinung dazu. Die zwei fehlenden Rezensionen muss ich allerdings auch noch schreiben, denn meine Leseflaute war von einer Rezensionsschreibflaute und einer Blogflaute begleitet. Die Blog- und Leselust ist zurück – die Rezensionsschreibelust werde ich jetzt dann noch rauskitzeln. 🙂

Desweiteren habe ich von George B. Wenzel die Information erhalten, dass die Korrektur von “Inenodabilis” nun durch ist – wer also durch meine Rezension auf den Geschmack gekommen ist, kann jetzt ein Exemplar erwerben oder auch auf seine Weihnachtswunschliste setzen und findet dort hoffentlich keine (oder nur noch sehr wenige) Rechtschreib-/Grammatik-/Tippfehler mehr. Ich habe feststellen müssen, dass es eine ganz schön anstrengende Arbeit ist, ein 400 Seiten dickes Werk Korrektur zu lesen und mit unserer Rechtschreibung auch nicht immer einfach. Aber zum Glück hat es mir auch Spaß gemacht, die Feinheiten wieder aufzufrischen und mich durch den Duden zu wühlen.

Für mich erstelle ich ab und an eine Leseliste für den kommenden Monat. Da ich im Oktober kaum etwas gelesen habe, kann ich diese unbesehen in den November übernehmen. Aber es gibt drei Bücher, die ich auf jeden Fall im November lesen will – aus den unterschiedlichsten Gründen:

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Darauf freue ich mich unbändig. Nach “Lady Bag” und der Eva-Wylie-Trilogie ein MUSS.

7860-jpg-thumb-380x550-keepratioDer König der Schweine – Manfred Rebhandl
Ein Buch, welches mir überhaupt nicht aufgefallen wäre, wenn nicht beim Krimistammtisch in Tübingen dies als Lektüre gewählt hätte – übrigens ohne mich, da ich leider durch krankheitsbedingte Abwesenheit geglänzt habe. Aber im November möchte ich auf jeden Fall dabei sein.

Trümmerkind – Mechtild Borrmann978-3-426-28137-6_druck-jpg-35693965
Ein Buch, welches ich unverschämterweise in meinen Neuerscheinungen vergessen habe – mea culpa, es ist keine Absicht und ich hab noch kein probates Mittel gefunden, meine Suche nach Neuerscheinungen anders zu gestalten. Aber nun noch zum Buch: Mechtild Borrmann ist in aller Munde und auch ich hab schon ein Buch von ihr gelesen, welches ich toll fand. Im November nehme ich dann an einer Leserunde zu “Trümmerkind” teil.

Soweit mein Oktober, bzw. der Ausblick in den November.
Wie war Euer Oktober denn so? Wart Ihr alle auf der Buchmesse? Oder habt Ihr lieber am Alternativprogramm teilgenommen, der Leseparty für “Daheimgebliebene”?


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Monatsrückblick September 2016 + Kriminell-literarisches Hamburg

So, schon wieder ist ein Monat vorbei. Diesen Monat hatte ich quasi eine Deutschlandtour, da ich sowohl geschäftlich als auch privat verreist bin und hab die Zeit in Flieger und Zug genutzt, um zu lesen. Zugegebenermaßen ist so eine 5stündige Zugfahrt auch ein wenig einschläfernd, aber ansonsten lässt sich die Zeit dort ja zu fast nichts anderem nutzen, als sich ins Lesevergnügen zu stürzen.
Aber natürlich hab ich nicht nur auf Reise gelesen, sondern auch zu Hause und so sind doch wieder ein paar Bücher zusammen gekommen. Und hier sind sie:

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Mord in der Mangle Street – M.R.C. Kasasian
Wolfsspinne – Horst Eckert
Johnny Porno – Charlie Stella
Ein letzter Drink – Dennis Lehane
Knastpralinen – Simone Buchholz
Fahrenheit 451 – Ray Bradbury (ebook)
Die Geächteten – Hillary Jordan (ebook)
Mit leichtem Gepäck – Lawrence Block (ebook)

Zu einigen dieser Bücher wird es keine Rezension geben, deshab hier ein Einzeiler dazu, wie es mir gefallen hat:

Johnny Porno: Wenn man den Klappentext mal außen vor lässt, ist das ein feiner Mafiakrimi, um einen Porno, viel Geld und einen naiven, aber ehrlichen Mann – und alle wollen die drei Dinge haben. Lauf, Johnny, lauf!

Knastpralinen: Chastity Riley ist einfach eine Frau, die man lieben muss. Da ist es auch egal, dass sie den Täter schon wieder per Zufall findet – Chastity, die Stadt, das Flair, das alles, macht aus den Krimis von Simone Buchholz etwas besonderes.

Fahrenheit 451: Klassiker, den man vermutlich gelesen haben muss. Mir fehlte er noch. Check, erledigt. Allerdings bei Weitem nicht so beeindruckend wie 1984 oder Schöne, neue Welt. Jedenfalls für mich.

Die Geächteten: Täter, die je nach der Schwere ihrer Tat eine andere Hautfarbe erhalten. Hat sich auf dem Klappentext irgendwie nach mehr angehört, aber war ganz nett.

Mit leichtem Gepäck: Ein Kurzroman, aber nicht aus der Reihe um Matthew Scudder. Ich mag die Figurenzeichnung und fand die Story – trotz ihrer Kürze – recht gut, allerdings fehlte mir das Krimi-Element. Wenn er länger gewesen wäre, wäre das vielleicht noch was geworden…

Soooo, nun kommen wir zu HAMBURG!
Hamburg wollte ich schon länger mal besuchen. Als ich dann die Ankündigung gelesen habe, dass Malla Nunn auf Lesetour nach Deutschland kommt und ich mit Entsetzen feststellen musste, dass Süddeutschland anscheinend nicht dazuzählt, habe ich beschlossen, dass ich das Schöne mit dem Literarischen verbinde und einen Urlaub in Hamburg rund um die Lesung von Malla Nunn geplant. Neben Hafenrundfahrt, Speicherstadt und Michel gab es für mich also den Argument Verlag, Malla Nunn, Friedrich Ani und Nicole.

Am Mittwoch habe ich mich also auf nach Hamburg gemacht – mit “Knastpralinen” von Simone Buchholz aber auch “Johnny Porno” von Charlie Stella im Handgepäck. Über die sechs anderen Bücher im Koffer reden wir mal nicht.

20160922_110602Donnerstags hat mich mein erster Weg zum Argument-Verlag geführt. Viele meiner nicht-touristischen Ziele haben mich ein ganz anderes Hamburg sehen lassen, ein lebedinges, mit viel Flair und Charme. Und da kann der Argument-Verlag mit seinem außergewönlichen Äußerem, aber auch seinem gemütlichen Inneren ganz klar mithalten. Else Laudan war ja nun mit Malla Nunn auf Lesereise, aber 20160922_113736ich habe mit Lisa, die für die Öffentlichtkeitsarbeit zuständig ist und vermutlich den Bloggern unter Euch auch wohl bekannt ist, ein halbes Stündchen über den Verlag, die Krimis und das Leben und Arbeiten in einem Krimiverlag geklönt. Lisa “wohnt” im Archiv, in dem die Wände voller Bücherregale sind und auch der Gang ist voll davon. Ich hab da mal einen Teil fotografiert… und daneben meine klägliche Ausbeute hier zu 20160930_215716Hause. Aber es werden ja quasi ständig mehr. 🙂

 

 
Nach ein paar wenigen touristischen Zielen bin ich dann bei Nicole in Ottensen, einer Ex-Krimibloggerin, die man aber noch auf anderen sozialen Medien findet, aufgeschlagen. Ahh, wie schön. Ein herrlicher Nachmittag, um über Krimis, Bloggen und alles rund ums Buch zu quasseln. Danach hab ich dann übrigens einen kleinen Spaziergang durch Ottensen gemacht, was ich jedem empfehlen kann, nicht nur wegen meinem Ziel – dem Bonscheladen, den Nicole mir empfohlen hat, – sondern weil der Stadtteil seinen ganz eigenen Charme versprüht und unbedingt gesehen werden sollte.

 

20160922_203849Danach habe ich mich dann zum Buchladen in die Osterstraße aufgemacht, in dem die herrliche Malla Nunn, gemeinsam mit Else Laudan, die für sie übersetzt hat, ihre Lesung zu “Zeit der Finsternis” gehalten hat. Nach anfänglichen Textsuchen, die konspirativ zwischen den beiden Damen geflüstert wurden und zur Unterhaltung des Publikums gedient haben, ging es dann mit der Lesung los. Malla Nunn hat auf Englisch gelesen, Else Laudan auf Deutsch. Die folgende Fragerunde / Diskussion hat dann Else Laudan übersetzt. Natürlich nicht zu lange, denn die Damen wollten danach ja schon noch eine Kleinigkeiten essen. 🙂 Bis halb zehn oder so, war aber schon dr20160922_211947in. Malla Nunn ist eine sehr angenehme Person und hat den Schalk in den Augen, auch wenn die ernsten Themen ihrer Bücher natürlich auch zur Sprache kamen. Die Bücher hatte ich dabei, aber ich habe dann nach der Lesung noch das Krimiregal der Buchhandlung durchgesehen und wenn ich nicht unsicher gewesen wäre, ob ich so spät noch Bücher dort hätte kaufen dürfen, hätte ich das halbe Regal leer gekauft – ein so gut sortiertes Krimi-Buchregal ganz nach meinem Geschmack hab ich noch nie gesehen. Mainstream und Regionalkrimi hat man dort gar nicht gefunden, dafür aber jegliche Krimiperlen der letzten Monate und Jahre. Seufz….
Nun ja, jedenfalls hab ich mir natürlich noch die zwei Bücher von Malla Nunn – “Tal des Schweigens” und “Zeit der Finsternis” – die ich dabei hatte, signieren lassen. Das sind übrigens Teil 3 und 4 der Reihe um Emmanuel Cooper und Shabalala – Teil 1 und 2 sind im Aufbau-Verlag erschienen, doch soweit ich weiß, ist Teil 1 gerade nicht mehr über den Buchhandel zu beziehen.

 

20160923_200542Am Freitag hab ich mich dann touristischen Zielen gewidmet, bevor ich abends zur St. Katharinenkirche gepilgert bin, um Friedrich Anis Lesung zu “Nackter Mann, der brennt” beizuwohnen, moderiert von Tobias Gohlis. Neben einer festlichen Beleuchtung und moderner Kunst aus einem Berg Stühle war das wohl einer der stimmigsten Orte für eine Lesung, die ich je erlebt habe. Und auch eine Herausforderung für Moderator und20160923_204134 Autor, denn mit dem Hall in einer Kirche muss man erst mal umgehen lernen.
Friedrich Ani ist ein sehr eigener, aber angenehmer Mensch, dem seine Bücher wirklich am Herzen liegen. “Es muss raus” – ist einer der Sätze, der sich bei mir festgebrannt hat. Die Fragen aus dem Publikum waren eher zurückhaltend, bzw.  nicht vorhanden, dafür waren aber einige vom Moderator vorbereitet, wobei ich zugeben muss, hier wäre vermutlich mehr drin gewesen. Ich schätze Tobias Gohlis Meinungen über Krimis, aber das mit der Moderation muss er noch ein wenig üben. Vielleicht waren auch Ani und Gohlis nicht so kompatibel und in anderer Konstellation funktioniert es besser. Nichtsdestotrotz war auch dies ein gelungener Krimiabend, den ich mit Nicole und dem “Nichtleser” in einer Kneipe ausklingen habe lassen.

Ach ja, sorry für die schlechte Fotoqualität, es liegt mir einfach nicht. Schon gar nicht in heimeligen, wunderschön beleuchteten Kirchen.

Am Samstag bin ich dann wieder heimgefahren, diesmal im Handgepäck “Ein letzter Drink” von Dennis Lehane und (schon wieder) “Johnny Porno” von Charlie Stella.

So, das war es mit Hamburg, aber auch mit dem September. Wer braucht schon die Frankfurter Buchmesse, wenn er ein kriminell-literarisches Hamburg haben kann???
Ich war zwar noch nie auf der Frankfurter Buchmesse, aber ich würde um nichts auf der Welt meinen Hamburg Urlaub dafür hergeben.

 

 


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Monatsrückblick August 2016

Und schon ist er vorbei, der August. Und mit ihm mein großer Sommerurlaub. Bisher hatte ich kaum im August Urlaub – da haben natürlich die Kolleg*innen mit Kindern Vorrang, zumal ich auch den reduzierten Berufsverkehr genieße – doch diesmal waren es zufällig drei Wochen im August. Und diese waren sehr unterschiedlich.

In der ersten Woche habe ich fast nur gelesen – ich hatte Lust darauf und hab die Bücher quasi aufgesogen. Außerdem hatte ich durch einen Zufall drei Leserunden gleichzeitig zu bewältigen (eine hat sich leider verschoben und deshalb waren es so viele gleichzeitig). Eigentlich ein guter Plan, im Urlaub sich an Leserunden zu beteiligen, aber letztendlich war ich nicht ganz zufrieden, da ich die Bücher ja immer unterbrechen musste, obwohl ich massenhaft Zeit gehabt hätte. Fazit: für mich sind Leserunden in Arbeitswochen viel besser.

In der zweiten Woche habe ich tatsächlich nur ein einziges Buch gelesen… gut, es ist das dickste auf dem Bild unten, aber egal. Nur eines! Schon ein kleiner Rückschlag. Aber wer will sich in seinem Urlaub schon stressen lassen? Also egal. Die dritte Urlaubswoche war dann wieder ein wenig mehr und in den darauffolgenden Arbeitswochen bin ich wieder bei meinem Durchschnitt gelandet.

Aber hier kommt nun mein wahrlich riesiges Pensum für August in Bildformat:

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Teufelsritt – Ursula Hahnenberg
Die Unentbehrlichen – Ninni Holmqvist
Lügenmauer – Barbara Bierach
Lügenland – Gudrun Lerchbaum
Die Erlöser – Nick Cutter
Der dunkle Grund des Sees – Stefanie Kasper
Zeit zum Sterben – Mark Billingham
Schwarzes Gold – Dominique Manotti
Die stille Bestie – Chris Carter
Quantum – David Walton
Die Kuppel – Markus Stromiedel
Unsterblich – Jens Lubbadeh
Chicken Highway… – Elisabeth Herrmann (Hörspiele)
Die Erfindung des Abschieds – Friedrich Ani

Bei ein paar Büchern fehlt natürlich noch die Rezension, doch für ein paar wenige wird es auch keine geben, deshalb gibt es hier und jetzt eine Kurzmeinung in einem Satz:

Die stille Bestie: Hat sich weg gelesen wie warme Semmeln, leider war es allerdings eine mehr oder minder schlechte Kopie von “Das Schweigen der Lämmer”.
Die Kuppel: Seeeeehr spannender Blick in die Zukunft mit der Frage: wohin eigentlich mit den “Alten”?
Die Erfindung des Abschieds: Ja, weiß nicht, viel privates Geplänkel und ein recht sonderbarer Ermittler, der erst ab der Hälfte des Buches überhaupt auftaucht – der Auftakt der Süden Reihe konnte mich jetzt nicht vom Hocker hauen.

Meine Vorschau für September ist ja schon online, doch ich möchte noch ein, zwei Dinge für September erwähnen.
Vor Kurzem habe ich ja den politischen Krimi “Inenodabilis” in meiner Vorschau erwähnt, bei dem ich zufällig den Autor kenne. Ich habe das Buch nun nochmal gelesen, eine Rezension geschrieben und ein Interview geführt. Hierzu wird es dann in Kürze im September ein Wochenendspezial bei mir geben.

Desweiteren habe ich das Glück und Vergnügen im September einen Kurzurlaub zu machen. Und zwar in Hamburg. Was ich genau dort machen werde, verrate ich noch nicht, aber es wird auf jeden Fall auch etwas Kriminell-literarisches enthalten. Also könnt Ihr Euch schon mal ein wenig vorfreuen.

Vorfreuen ist ein gutes Stichwort, um noch zu erwähnen: bald ist Weihnachten. Sind Eure Wunschzettel schon gefüllt? 🙂