Die dunklen Felle

Krimis, Thriller und Science Fiction

Shorty | 617 Grad Celsius – Horst Eckert

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Horst Eckert – 617 Grad Celsius
Verlag: Grafit Verlag
316 Seiten
ISBN: 978-3894252977

 

 

 

 

 

Worum geht es?
Anna Winkler kehrt nach einem Jahr im Polizei-Austauschprogramm in Bosnien wieder nach Hause zurück. Dort wird sie gleich zur Bereitschaft in der Mordkommission eingeteilt und ist die Glückliche, die mitten in der Nacht zu einem Einsatz gerufen wird: ein Haus ist explodiert. Anfangs noch glimpflich eingestuft, da das Haus gerade leer und im Umbau war, werden nach und nach die Leichen der illegalen ausländischen Bauarbeiter, die dort übernachtet haben, in der Ruine gefunden. Als dann auch noch die Leiche eines Kunstprofessors gefunden wird, ist Annas Expertise gefragt. Anna muss allerdings in dieser Ermittlung einiges schlucken, denn der Fall scheint eine Verbindung in ihre Vergangenheit aber auch in die Vergangenheit ihres Vaters zu haben.

Einer wie der andere?
Hmm…. Ich bin erst durch “Wolfsspinne” auf Horst Eckert aufmerksam geworden und nachdem ich nun die neueren Krimis alle durch habe, bin ich jetzt scharf auf die Backlist des Autors, unter anderem eben diesen hier. Ich glaube, der vorliegende Teil ist keine Serie, doch das Kommissariat und einige der Kollegen kommen mir doch sehr bekannt vor, denn auch bei Veih gibt es z. B. Ela Bach. Der Fall ist aber auf jeden Fall ohne Vorkenntnisee weiterer Krimis von Herrn Eckert zu lesen.

Opfer, Tat und Täter
Die toten Bauarbeiter sind tatsächlich nur Nebensache – irgendwie erschreckend. Der Fall dreht sich um den Kunstprofessor, und zwei weitere Menschen, die tot sind, einer schon länger, einer noch nicht so lange. Der Täter kam für mich überraschend, ich habe wirklich lange Zeit gedacht, dass… nun ja.

Themen
Horst Eckert hat hier wirklich viele Themen untergebracht: Politik und Kohle, Vetternwirtschaft und schwarze Konten, Homophobie und zu viel guten Willen, Beeinflussung und Korruption. Aber letztendlich geht es nur um eins: Macht und Machterhalt.

Was war gut?
Diese vielen Themen hat Horst Eckert in ein weitreichendes Geflecht verpackt, so dass Anna an vielen Ecken ziehen muss, um es aufzudröseln. Spannend, wie dann ein zweiter, eigentlich abgeschlossener Fall auftaucht und Verbindungen zum aktuellen Fall haben. Gut gefallen hat mir auch, dass Anna nicht unfehlbar ist, sondern selbst aufgrund Fehlverhalten suspendiert wird – verdient, aber natürlich lässt sie sich dadurch nur bedingt vom Ermitteln im aktuellen Fall abhalten. Eine Ermittlung, die sie sauber aufdröselt, die aber ganz nebenbei ihr Leben von Grund auf verändert. Puh, großes Kino.

Was war schlecht?
Am Anfang bin ich ein wenig mit den verschiedenen Zeitebenen durcheinander gekommen. Zwar werden die Jahreszahlen am Anfang immer genannt, aber bis ich mal alle Beteiligten drauf hatte und wie sie in welchem Zeitabschnitt verbandelt sind… ein wenig hat es gedauert, aber nicht lange. Zumal die Ausflüge in die Vergangenheit nach und nach weniger werden und der Sog der aktuellen Ermittlung zunimmt.

FAZIT:
Eine wirklich gute Entscheidung, in die Backlist von Horst Eckert reinzulesen – das kann ich nur jedem empfehlen!

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