Die dunklen Felle

Krimis, Thriller und Science Fiction

Blog-Spezial Krimialliteratur aus Ostasien – gemeinsam mit Wortgestalt

20 Kommentare

Dieses Jahr freue ich mich besonders darauf, Euch heute ein Blog-Spezial mit meiner Bloggerkollegin Philly von Wortgestalt-Buchblog anzukündigen. Nicht nur, weil das Thema Kriminalliteratur aus Ostasien unheimlich spannend und unbekannt exotisch ist und war, sondern auch, da der Wortgestalt-Buchblog damit ins Bloggerleben zurückkehrt und Philly die Welt wieder mit ihren Beiträgen bereichert. Ganz lange hat sie Pause gemacht und ich freue mich, dass sie unser Spezial ausgesucht hat, um ihrem Blog wieder zu „reanimieren“. Philly, nicht nur ich, sondern noch so viele andere, haben Dich und Deine Beiträge sehr vermisst – willkommen zurück!

So, nun aber zum eigentlichen Thema: Kriminalliteratur aus Ostasien. Hier gibt es gleich einige Fragen zu beantworten: Warum nur Ostasien? Was genau gehört zu Ostasien? Und welche Bücher habt Ihr Euch ausgesucht? Na, ich will Euch natürlich nicht im Unklaren lassen.

Asien ist groß. Sehr groß. Viele Länder, viele Gesellschaften, viele Kulturen. Und es ist eben schier eine unmögliche Sache, einen Überblick der Kriminalliteratur über diesen riesigen Kontinent zu geben. Und somit haben wir uns nur einen Teil von Asien herausgepickt , und zwar Ostasien. Tatsächlich ist die Abgrenzung, welche Länder zu Ostasien gehören nicht ganz so einfach, man kann dies geografisch angehen, aber auch kulturhistorisch. Wir sind dem kulturhistorischen Aspekt gefolgt und deshalb betrachten wir in unserem Spezial die Länder China, Japan, Korea und Vietnam genauer.  Hierbei sei dann erwähnt, dass ich diese Begriffe verallgemeinernd verwende, aber korrekterweise natürlich z. B. von der Volksrepublik China gesprochen werden müsste, ja und auch bei Korea muss man erwähnen, dass die besprochenen Autoren alle aus Südkorea stammen, aufgrund der politischen und gesellschaftlichen Abschottung Nordkoreas und so gut wie keiner vorhandenen, übersetzten (Kriminal-)Literatur aus diesem Land.

Wenn ihr nun gleich durch die Liste der Bücher lest, werdet ihr feststellen, dass Japan und Korea hier gut vertreten sind, denn tatsächlich hat der Buchmarkt, und auch der Kriminalliteraturmarkt diese beiden Länder für sich entdeckt. Hingegen gibt es aus China und Vietnam nur wenige Vertreter im Bereich der Kriminalliteratur, die hierzulande veröffentlicht sind. Somit ein kleiner Appell an die Verlage: Bitte mehr davon, aus allen diesen Ländern – vor allem natürlich Krimis. ;-)

Folgende Bücher werden wir besprechen:

03.09. – „Das Auge von Hongkong“ von Chan Ho-Kei (China) (Die dunklen Felle)
05.09. – „Tod einer roten Heldin“ von Qiu Xiaolong (China) (Wortgestalt)
07.09. – „Die Maske“ von Fuminori Nakamura (Japan) (Die dunklen Felle)
09.09. – „Der Hauptschlüssel“ von Masako Togawa (Japan) (Wortgestalt)
11.09. – „Das schwarze Pulver von Meister Hou“ von Tran-Nhut (Vietnam) (Die dunklen Felle)
13.09. – „Nach der Schlacht“ von Le Minh Khue (Vietnam) (Wortgestalt)
15.09. – „Der Sonnenschirm des Terroristen“ von Iori Fujiwara (Japan) (Die dunklen Felle)
17.09. – „Piercing“ von Ryu Murakami (Japan) (Wortgestalt)
19.09. – „Die Plotter“ von Un-Su Kim (Korea) (Die dunklen Felle)
21.09. – „Sieben Jahre Nacht“ von Jeong Yu-jeong (Korea) (Wortgestalt)
23.09. – „Die Umarmung des Todes“ von Natsuo Kirino (Japan) (Die dunklen Felle)
25.09. – „Giftaffe“ von Arimasa Osawa (Japan) (Wortgestalt)
27.09. – „Im Reich der Lichter“ von Kim Young-ha (Korea) (Die dunklen Felle)
29.09. – „Dein Schatten ist ein Montag“ von Jung-Hyuk Kim (Korea) (Wortgestalt)
01.10. – Bonusmaterial: Filmcheck (Wortgestalt)

 

collage_buchcover_blog_spezial_ostasien

(c) Wortgestalt

Nach Veröffentlichung der Beiträge werde ich diese hier natürlich verlinken.

Und nun lasset die Spiele beginnen! Das Blog Spezial startet übermorgen und wie immer freuen wir uns über jedes „Gefällt mir“, jeden Kommentar und jede Diskussionsanregung.
Aber auch wer „nur“ liest, ist natürlich gerne willkommen und wir wünschen viel Spaß beim Blog Spezial Kriminalliteratur aus Ostasien!

 

20 Kommentare zu “Blog-Spezial Krimialliteratur aus Ostasien – gemeinsam mit Wortgestalt

  1. Wie ich da viele feine Bücher sehe, die ich schon kenne oder hie rnoch liegen habe. bei alen anderen bin ich auf eure Meinungen gespannt :3

    Und jaha! Es sollte mehr Krimis aus dem Bereich übersetzt werden!

    • Ohh.. das ist dann aber besonders spannend, zu sehen, ob unsere Meinungen übereinstimmen, für die Titel die Du schon kennst.
      Wenn ich mich richtig erinnere hattest Du doch mal ein Japan Spezial, oder? Und wenn mich nicht alles täuscht, ist dabei „Die Umarmung des Todes“ bei mir eingezogen. :-D

      • Ja, ich hatte mal ein Special. lese aber auch so regelmäßig japanische Literatur :D

        • Ah, das weiß ich doch. Aber irgendwie hatte ich in Erinnerung, dass ich mir speziell dieses Buch bei Deinem Spezial ausgeguckt habe… aber im Moment zweifle ich an meiner Erinnerung.
          Na, egal. Ich denke, es ist sowieso nicht das einzige Buch, welches aufgrund Deiner Beiträge bei mir im Regal gelandet ist… :-D

  2. Das Traum-Duo ist wieder zurück! :-) – Ich freue mich schon sehr auf euer Ostasien-Spezial. Eine Region, in der mich (nicht nur) kriminalliterarisch ehrlich gesagt äußerst ungern bewege und die dann doch schon irgendwie eine gewisse Faszination ausübt. Ein paar der von euch geplanten Titel stehen im Regal oder auf dem Wunschzettel, so u.a. „Giftaffe“ und „Tod einer roten Heldin“. Bin sehr gespannt, inwiefern ihr mir die Titel doch noch schmackhafter machen könnt.

    Wünsche euch ganz viel Spaß!

    • Wohl wahr – wir sind wieder da!
      Mit Philly „arbeite“ ich aber auch immer sehr sehr gerne zusammen. Die Planungsphase mit ihr macht immer richtig viel Laune und jetzt, wo es dann losgeht, sind wir ganz hibbelig. :-)
      Und ich hoffe, Du findest in unserem Spezial Schätze wieder, die in Deinem Regal schlummern, aber auch neue Schätze, die bei Dir einziehen dürfen und Du entdeckst die Region für Dich. Ich kann nur sagen, mich hat es sehr bereichert!

      • Die finde ich ganz sicher. Das ist ja überhaupt das Schöne am Kriminalroman. Es ist das Genre, welches dem Leser am einfachsten einen Zugang zu fremden Kulturen und anderen Gesellschaftsformen ermöglicht – zumindest wenn ein guter Schreiberling am Werk war. ;-) Insofern lasse ich mich da wieder sehr gerne überraschen. Abgesehen davon freuts mich einfach, dass ihr wieder „frischen Wind“ in die Blog-Bude bringt. Ohne Philly hat auch was gefehlt. :-)

        • Das stimmt – ich freu mich auch, dass Philly wieder da ist!
          Wobei ich ja das Glück habe, schon eine Weile mit ihr das Spezial zu planen… aber ich freu mich sehr, dass ich jetzt auch wieder Beiträge von ihr lesen kann.

  3. Das ist toll und ich werde auf jeden Fall bei euch Beiden regelmäßig vorbeischauen! Da wanderts sicher das eine oder andere Buch auf meine Wunschliste!
    Liebe Grüße
    Martina

  4. *schnief* So schön gesagt, danke Dir! <3

  5. Liebe Christina,

    vielleicht wäre es für euer spannendes Ostasien-Special – obwohl es natürlich kein Roman VON DORT ist – auch interessant, einen Blick auf Clementine Skorpils historischen Shanghai-Krimi GEFALLENE BLÜTEN zu werfen? Da erfährt man anschaulich und spannend erzählt ungeheuer viel über Chinas bewegte (Kolonial-)geschichte, über die Menschen, Sitten und Konflikte dieser Zeit. Oder kennst du das Buch schon?

    Die Autorin Clementine Skorpil ist Österreicherin, studierte Sinologie und Geschichte, Auslandssemester in Taiwan, Shifan-Universität, Taipei. Ihr faszinierend detailgetreuer Roman spielt 1926 in Shanghai: Die europäischen Kolonialherren haben die Stadt in Verwaltungszonen aufgeteilt. Fabriken schießen aus dem Boden, Triaden beherrschen die Straßen, der Opiumhandel blüht. Da trifft eine ehrwürdige alte Frau vom Lande ein, um nach ihrer verschollenen Enkelin zu suchen. Die Spur führt zu den Kurtisanenhäusern, ins Reich der »wilden Hennen« von Shanghai, doch dann verliert sie sich plötzlich. Hängt das Verschwinden der schönen Pflaumenblüte mit dem ermordeten Komprador Liu Er zusammen? Die starrköpfige Großmutter lässt nicht locker. Sie betraut einen aufmüpfigen Studenten mit Nachforschungen und legt sich dabei arglos mit mächtigen Widersachern an. Skorpils ungleiches Ermittlerduo, die Großmutter vom Lande und der weltmännische junge Möchtegern-Revolutionär, wachsen den Lesenden sofort ans Herz. Durch ihre Augen sehen wir das historische Shanghai: ein Ort voller Widersprüche, wo Kulturen aufeinanderprallen, wo die industrielle Revolution tobt, der Opiumhandel blüht, während ›fremde Teufel‹ und heimische Gangster absahnen.

    »Ein spannender, atmosphärisch dichter Krimi, der ein Fenster zu einer anderen Welt öffnet.« (Deutschlandradio Kultur)

    Herzliche Grüße aus Hamburg Else

    • Liebe Else,
      jetzt musste ich doch glatt mal nachsehen. Ich hab „Gefallene Blüten“ tatsächlich schon gelesen, wusste aber nicht mehr wann – das war schon 2014! Noch in den Anfangszeiten meines Blogs, aber ich weiß noch genau, dass es mir sehr gut gefallen hat und nur zu empfehlen ist!
      Mit Le Minh Khue haben wir aber doch noch einen Argument Titel im Spezial – diesen liest allerdings Philly vom Wortgestalt-Buchblog, denn auch dieses Schätzchen aus Deinem Verlag kenne ich schon. :-)
      Viele Grüße aus dem Süden in den Norden!
      Christina

  6. Hallo,

    ich kann mich gerade nur an einen Krimi aus Japan erinnern, den ich gelesen habe: „Unter der Mitternachtssonne“ von Keigo Higashino. Ich würde aber gerne mehr Krimis aus Asien lesen!

    Eure Beiträge zu den verschiedenen Büchern werde ich mir auf jeden Fall anschauen!

    LG,
    Mikka

    • Hallo Mikka,
      „Unter der Mitternachtssonne“ war auch mein erster japanischer Krimi und hat mir sehr gut gefallen. In dem Sinne würde ich ihn auch als typisch bezeichnen, denn die Spannung ist eher unterschwellig und fein, und trotzdem kommt man von dem Krimi nicht los.
      Ich bin gespannt, ob Du viele Lesetipps aus dem Spezial mitnimmst. Es sind auf jeden Fall viele spannende Bücher dabei!
      Viel Spaß beim Stöbern!
      LG,
      Christina

  7. Gratulation – jetzt habt ihr es doch geschafft und meine Lust an der Region geweckt. Habe heute mal spontan mit „Das Jahr der Katze“ einen Krimi gekauft, der zwar aus der Feder eines Deutschen stammt, aber neben Berlin vor allem in Tokio spielt und sich mit der Yakuza beschäftigt. Der erste Band ist zwar äußerst bescheiden bewertet worden, aber der Klappentext hat mich schließlich überzeugt.

    Vielleicht ja auch ein Titel, den ihr noch in euer Special quetschen könnt. Ihr liest ihn in jedem Fall bestimmt früher als ich. :-)
    LG und schönes WE
    Stefan

    • :-D :-D :-D
      Ich hab das Buch auch mal spontan auf meine Wunschliste gesetzt, aber für das Spezial ist das nichts mehr. Mir persönlich zu kurzfristig, das jetzt noch zu lesen, aber tatsächlich haben wir auch Wert darauf gelegt, dass es asiatische Autoren und Autorinnen sind, die wir besprechen. Aber sei’s drum – auch Du hast es nun, wie so oft, geschafft, dass meine Wunschliste praller wird. Tz tz tz!

      Dir auch ein schönes Wochenende!

      • Wenn unser Portemonnaie mal so prall wäre, wie unsere Wunschlisten. :-D :-D :-D

        • Haha, könnte abgesprochen kaum besser passen, ich habe von Peters „Der Arm des Kraken“ (auch schon wieder relativ lange) hier stehen, den ersten Roman dazu. :D Großstadtthriller, Berlin, dazu die Themen, das geht gar nicht anders. Aber fürs Spezial hat Christina völlig recht, das lag der Fokus wirklich auf ostasiatischen Autoren und Autorinnen und da passt das dann nicht. Wäre eher etwas für ein Berlin-Spezial! :D

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