Die dunklen Felle

Krimis, Thriller und Science Fiction

Gefaltet: Der Spalt – Peter Clines

3 Kommentare


Peter Clines – Der Spalt
Verlag: Heyne
Übersetzer: Marcel Häußler
528 Seiten
ISBN: 978-3453317055

 

 

 

 

 

Nachdem ich dieses Jahr ja an einer ScienceFiction Challenge teilnehme, finde ich mehr und mehr Bücher in meinem SUB, die dazu gut passen. So wie zum Beispiel dieses hier. Aber auch schon das nächste Buch von Peter Clines, „Der Raum“, wartet in meinem SUB.

Mike Erikson wird von seinem Jugendfreund Reggie Magnus zum DARPA-Projekt „Das Albuquerque Portal“ hinzugeholt. Der Leiter des Projekts, Dr. Arthur Cross, hält sich akribisch an die Geheimhaltungsvereinbarung und verrät keine technischen Details, auch nicht der Kommission, die über die weitere Finanzierung entscheidet. Das kommt schlecht an, vor allem, weil der letzte Besucher des Projekts als er danach wieder zu Hause war, seine Frau nicht mehr erkannt hat. Magnus schickt also Erikson hin, um zu überprüfen, ob bei dem Projekt alles mit rechten Dingen zugeht.

Das Albuquerque Portal befördert Dinge, Tiere, Menschen von einem Punkt A zu einem Punkt B. Ursprünglich wurde an einem Verfahren der Teleportation gearbeitet, doch nach einem bedauerlichen Zwischenfall, wurde der Fokus geändert und nun wird der Raum „gefaltet“. Das Versuchsgelände befindet sich nahe San Diego, in der kalifornischen Wüste, Punkt A und Punkt B befinden sich in zwei Lagerhallen, die mehrere Hundert Meter voneinander entfernt sind. Das fetzt, die Zukunft lässt grüßen und nicht nur die Regierung leckt sich die Lefzen nach diesem Stückchen Fortschritt. Wie das „Falten“ so genau vor sich geht, wird nicht erklärt – Geheimhaltung! Ein cleverer Trick eigentlich, denn der Autor muss wirklich erst mal nicht viel erklären, da die Beteiligten ja gar nicht wollen, dass man weiß wie es funktioniert, so ist man nicht nur auf Mikes Untersuchung gespannt, sondern auch darauf angewiesen.

Leland „Mike“ Erikson ist genau der richtige für die Untersuchung, denn er ist hoch intelligent. Warum er dann nicht bei der NASA arbeitet oder an einem Heilmittel für Krebs forscht, sondern Schülern in einer Highschool englische Literatur beibringt, ist seinem Kumpel Reggie ein Rätsel. Schon oft hat er versucht, ihn hinzuzuziehen, doch erst jetzt gelingt es ihm Mike zu übertölpeln, ah, überreden, meinte ich. Zudem ist Mike noch mit einem fotografischen Gedächtnis ausgestattet. Was er einmal gesehen hat, vergisst er nicht, er kann es jederzeit wieder aufrufen. Und seine „Ameisen“ stellen dann die Zusammenhänge in seinem Gehirn her. Schwierig darzustellen, doch dem Autor gelingt das mit dem Vergleich der emsigen Ameisen, die in Mikes Gehirn alle Verbindungen ziehen. Trotz allem ist Mike ein sympathischer, gar nicht so nerdiger Mann, im Gegensatz zu den Beteiligten des Projekts, die erst mal alle unsympathisch sind und sich gegenüber Mike feindselig zeigen, denn schließlich will er entweder die technischen Details klauen oder das Projekt dicht machen. Zudem sind sie für mich recht austauschbar gewesen, die Mitarbeiter im Projekt unterscheiden sich kaum, ob nun Physiker oder Techniker, es ist nicht einfach diese auseinander zu halten, obwohl es sich eigentlich nur um 6-8 Leute handelt.

Nichtsdestotrotz hat „Der Spalt“ alles, was ein guter SF-Thriller haben soll: Spannung, einen sympathischen Protagonisten, mit dem man gerne den unerklärlichen Ereignissen auf den Grund geht, ein Thema, das sich eigentlich nur Physiker wirklich vorstellen können… aber das Ende, ja da hatte der Autor für meinen Geschmack ein wenig zu viel Fantasie. Es ist nun schwierig, daran Kritik zu üben, ohne genau zu sagen, worum es dabei eigentlich geht, aber meines Erachtens wäre der Schluss auch völlig ohne Auftauchen derjenigen, die ich nicht nennen möchte, ausgekommen, denn die Auswüchse des Portals und dessen Implikationen, wären für einen dramatischen und spannenden Abschluss völlig ausreichend gewesen.

Am Ende tauchen im Übrigen noch Mulder und Scully auf. Na gut, sie sagen ihre Namen nicht und sehen auch anders aus, aber die arbeiten bestimmt in der gleichen Abteilung. Jedenfalls lässt sich die Vermutung aufstellen, dass „Der Raum“ die Geschichte  – oder einen Teil davon – weiterführt, auch wenn „Der Spalt“  a) abgeschlossen ist und b) der Klappentext von „Der Raum“ anderes vermuten lässt. Aber vielleicht taucht Mike Erikson dort als Nebenrolle wieder auf? Ah, es wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als es zu lesen, um meine Vermutung bestätigt zu wissen.

Fazit:
Der SF-Thriller ist mega-spannend und ratz-fatz weggelesen, doch das Ende war mir persönlich zu fantastisch. Eine ideale Lektüre für einen verregneten Sonntag.

3 Kommentare zu “Gefaltet: Der Spalt – Peter Clines

  1. Pingback: Challenges 2019 | Die dunklen Felle

  2. Man man man, schmeiß ich dich wieder aus meinem Feed-Reader?! *lach
    Das Buch, beide Bücher, stehen bereits auf meiner Wunschliste und das anscheinend zu recht, mal sehen wann sie einziehen werden – und pscht, es braucht keinen weiteren anfixer-Kommi ;P

    Mukkelige Grüße!

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