Die dunklen Felle

Krimis, Thriller und Science Fiction

Shorty | Mystery Girl – David Gordon

14 Kommentare


David Gordon – Mystery Girl
Verlag: Suhrkamp
Übersetzerin: Stefanie Jacobs
412 Seiten
ISBN: 978-3518465288

 

 

 

 

Warum dieses Buch?
Damals, als es My Crime Time, den Blog von Nicole, noch gab, hat sie das Buch dort rezensiert. Die Geschichte hat sich abgedreht angehört und Nicole war auch positiver Meinung, so dass das Buch in meinen SUB einziehen durfte. Nun muss es aber wieder ausziehen – SUB Abbau!

Worum geht es?
Sam Kornberg, erfolgloser Schriftsteller, wird von seiner Frau Lala verlassen. Er soll sein Leben auf die Reihe kriegen, die Luft ist raus, wirft sie ihm vor. Also macht sich Sam auf die Suche nach einem Job und wird Assistent des Privatdetektivs Solar Lonsky. Dieser verlässt wegen seiner beleibten Fülle und anderer eingebildeter Krankheiten das Haus nicht, so dass Sam zu seiner rechten Hand wird. Im ersten Auftrag soll Sam Ramona Doon überwachen. Ein ziemlich normaler Job. Zumindest am Anfang. Doch natürlich bleibt das nicht so, denn schon bald geht es um Filmstars, Mexiko und einen Mord.

In drei Worten
Schräg, irrwitzig und ziemlich humorvoll.

Opfer, Tat und Täter
Das Mystery Girl: Ramona Doon, Mona Naught, Veronika Flynn, Eulalia Natalia Santoya de Marías de Montes oder auch: wer zur Hölle ist diese Frau? Ein mörderischer Film und ein Produzent.

Themen
Kunst in Film und Literatur, wahnwitzige Odyssee, ineinander verkettete Zufälle und Ereignisse

Was war gut?
Der Schreibstil ist witzig, locker-flockig und humorvoll, mit Ironie und Sarkasmus gewürzt. Sam Kornberg ist der typische Loser, der versucht, sein Leben auf die Reihe zu kriegen und dabei in ein Komplott hineingezogen wird, welches seinen Verstand übersteigt, dem er sich aber (mehr oder minder) tapfer stellt, weil er keine Wahl hat. Irgendwie gewinnt man ihn lieb, den Armen. Und möchte wirklich gerne, dass er einfach wieder mit seiner Frau zusammen kommt und die Odyssee ein Ende findet…

Was war schlecht?
Der Schreibstil, so witzig er war, kann einem auch irgendwann mal auf den Keks gehen. Aber es hielt sich in Grenzen, einzig zwei, drei Passagen, die eine Art Brief darstellen und Lebensläufe von beteiligten Personen enthalten, fand ich sehr langwierig und anstrengend. Sie gehen über mehrere Seiten und sind eben das was sie sind, Erzählungen. Ohne viel Handlung. Der Rest der Geschichte passt aber – da läuft die Geschichte und hin und wieder überschlagen sich die Ereignisse, genau in der richtigen Dosierung.

FAZIT:
Der Schreibstil hat Vor- und Nachteile, aber insgesamt war das Buch ein gut gemachter Roadtrip eines Losers, der Privatdetektiv wider Willen wird. Gute Unterhaltung für Zwischendurch.

14 Kommentare zu “Shorty | Mystery Girl – David Gordon

  1. Jetzt bin ich ja schon ein wenig erleichtert, dass dir das Buch im Großen und Ganzen gut gefallen hat. Ich kann mich ehrlich gesagt an meine Rezension auf My Crime Time damals gar nicht mehr so richtig erinnern. Aber an das Buch. Und den Schreibstil. Und dass ich die Lebensläufe als erzählerisch-literarisches Störelement wirklich mochte. Aber das ist nun wirklich reine Geschmackssache. 😊

    • Uh – sag bloß, Du hast Deine Rezis gar nirgends gespeichert? Sind die alle weg???? Oh, das würde ich sehr bedauern!

      Für mich war Mystery Girl genau grade richtig – ich wollte kein ernsthaftes Buch, ich wollte mal wieder richtig vor mich hinkichern. Und dafür war es genau das richtige. :-)

      • Dann musst du jetzt wohl bedauern. Die Texte sind alle weg. Ich habe damals nichts aufgehoben. Ich vermisse sie aber auch nicht. 😉 Komplett weg sind ja auch nicht alle. Einige Verlage haben komplette Rezensionen von mir auf ihre Homepage geklatscht. Natürlich ohne vorher zu fragen. 😉 Die ein oder andere kann man online also noch finden…

        • Hm, ja, schade finde ich es schon ein wenig. Du weißt ja, ich hab Deine Texte immer gern gelesen und tue das auch weiterhin sehr gerne.
          Bei den Verlagen fange ich trotzdem nicht an zu suchen – da käme ich gar nicht auf die Idee, da ganze Rezensionen zu suchen, zu lesen oder zu finden. Sehr seltsam…

          • Ich würde da auch nie selbst suchen oder lesen. Wurde von ner Freundin drauf aufmerksam gemacht. Habe dann aber auch nur mit den Schultern gezuckt. My Crime Time ist Geschichte. Wer meint, dass er davon noch was aufheben will, soll es halt tun. Ist mir egal. Meine Krimiliebe kommt auch ohne passenden Blog sehr gut klar. Und die Elbgängerin wächst und gedeiht und macht nach wie vor sehr viel Spaß. Der Richtungswechsel war eine sehr gute Entscheidung. 😊

          • Das ist gut – genau so soll es sein!
            Ich hab grad erst einer Freundin, die im Juni nach Hamburg fährt, Deinen Blog empfohlen. Schließlich erfährt man da Hamburg abseits der ausgetretenen Touristenpfade. :-)

  2. Pingback: #DasSuBabc – Woah! Ich mach eine Challenge mit! | Die dunklen Felle

  3. Pingback: #DasSuBabc – Extended! | Die dunklen Felle

  4. Also lesen werd ich es wohl nicht, aber das Cover ist schon ein Eyecatcher XD

  5. Hallo,
    also das klingt ja nach einem Buch für mich. Ich liebe es ja gerne schräg und vor allem Witz mit Sarkasmus 😄 Das Buch wandert sogleich auf meine WL.
    Danke für diese tolle Rezension, die mich total angefixt hat.
    Liebe Grüße aus Wien
    Conny

  6. Pingback: #DasSuBabc – Das Ende | Die dunklen Felle

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