Die dunklen Felle

Krimis, Schafe – und Felle.

Deutscher Noir: Tiefenscharf – Roland Spranger

11 Kommentare


Roland Spranger – Tiefenscharf
Verlag: Polar Verlag
260 Seiten
ISBN: 978-3945133590
Mit einem Vorwort von Wolfgang Franßen

 

 

 

 

Warum dieses Buch?
Muss ich das erst erklären? Ist das nicht offensichtlich? Nein? Ok, dann:
– Polar Verlag
– Deutscher Noir
– Fränkischer Autor
Wie hätte ich dieses Buch denn nicht übersehen können??? Klar musste das her. Als Bonus hab ich mir das auf der Lesung dann auch signieren lassen und den Autor persönlich getroffen. Eines meiner Highlights auf bzw. nach der Messe.

Worum geht es?
Max ist in der Bredouille. Nachdem er vor einer Polizeikontrolle ein Päckchen Crystal Meth in den Wald geworfen hat, ist der Dealer auf der Suche danach. Doch Schnee und ein Obdachloser machen ihm die Suche schwer, er muss das Päckchen als Verlust verbuchen. Max muss wieder die Oberhand gewinnen und reagiert mit Kontrolle, Gewalt und Wut.
Derweil ist Sascha, der gerade seinen Job beim Sender verloren hat, auf der Suche nach einem Thema, welches er als freier Videojournalist an einen Sender verkaufen kann. Mit seinem Kumpel Carsten zieht er auf eigene Faust los und stolpert über Max.

In drei Worten
Noir, abgründig und ja: regional.

Opfer, Tat und Täter
Ein Obdachloser und zwei Polizisten, doch das ist erst der Anfang. Mord. Max, aber nicht nur.

Themen
Drogen, Nazis, der schnelle Kick – ob nun durch Drogen oder mediale Berühmtheit, Provinz.

Was war gut?
Regional und noir – lässt sich das kombinieren? Aber sowas von!
Spielt die Geschichte doch an der tschechischen Grenze, Nahe Hof, der Heimat des Autors und zeigt doch eine tiefschwarze Realität. Provinz muss eben nicht Regionalkrimi sein, sondern kann auch zwischen Meth-Dealern, Nazis, korrupten Bullen und sonstigen Losern stattfinden, ganz ohne granteligen Kommissar und Dialekt. Passend nüchtern geschrieben, zwischen kalten Schneelandschaften und verkrachten Existenzen zeigt der Autor hier, dass Noir eben auch in Deutschland funktioniert. Ein düsteres Gemälde meiner Heimat, ein genauer Blick in den Abgrund, tiefenscharf porträtiert. Ein großes Lob an Autor und auch den Verleger, fürs Finden und Herausgeben.

„Scheiß Jahreszeit. Scheiß Schnee. Scheiß Cops.“ (S. 19)

Was war schlecht?
Hier gibt es nichts zu berichten.

FAZIT:
Deutscher Noir – geht nicht? Geht doch. Und wie, dass zeigt Roland Spranger hier par excellence. Düster, abgründig und spannend. Sehr empfehlenswert!

11 Kommentare zu “Deutscher Noir: Tiefenscharf – Roland Spranger

  1. Das klingt alles so gut! Hatte es mir auch fest vorgemerkt, und ich mag es auch gar nicht mehr lange auf der Liste stehen lassen, das lockt schon arg.

  2. Okay, okay. Überredet. Ich hole es mir.

  3. Nächsten Monat – bei der nächsten Bucbestellung – ist er dann endlich dabei :3

  4. Ach herrje, noch ein Buch mehr auf der Liste. Schön langsam hoffe ich nur mehr auf Verrisse, um den Stapel eingrenzen zu können 😉

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