Die dunklen Felle

Krimis, Thriller und Science Fiction

Hell Island – Matthew Reilly

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Matthew Reilly – Hell Island
Verlag: Ullstein
Übersetzer: Hellmuth Hartmann
111 Seiten
ISBN: 978-354828688
Da dieser Titel auf der Verlagsseite nicht mehr verfügbar ist, hier der Link zur Scarecrow Reihe auf der Verlagsseite (die allerdings auch ein wenig schmächtig ist, zugegebenermaßen)

 

 

Mir ist es ein wenig schwer gefallen, passende Bücher für das diesjährige Special mit dem Thema „Inseln“ zu finden, aber letztendlich bin ich sehr glücklich mit meiner Auswahl. Auch wenn ich bei „Hell Island“ total übersehen habe, dass es sich nur um 100 Seiten handelt und demnach um ein kurzes Vergnügen, macht das gar nichts, denn seien wir mal ehrlich – wen es ein Thrillerautor nicht schafft, in den hundert Seiten Spannung einzubauen, wird das auch auf der 200. oder 300. Seite nichts. Von dem Autor hatte ich bisher nur „Showdown“ gelesen – anderes Thema, aber doch ein ähnliches Schema, nichtsdestotrotz lesen sich seine Thriller wie „geschnitten Brot“, vor allem, wenn sie auf 100 Seiten komprimiert sind.

Captain Shane Schofield, genannt „Scarecrow“ wird mit seinem Team sowie wie 3 weiteren Teams von verschiedenen Spezialeinheiten auf der Insel „Hell Island“ abgesetzt. Ihre Aufgabe ist es, herauszufinden, was mit der Besatzung der USS George Washington passiert ist und mit deren Ladung: 600 Marines. Der Funkkontakt ist abgebrochen, kein Lebenszeichen wurde registriert. Als Scarecrows Team landet, finden Sie Zerstörung und viel Blut, doch keine Menschen, weder lebend noch tot. Was ist hier passiert?

„Die Insel hatte früher den Namen Grant Island getragen und war im Zweiten Weltkrieg von den Japanern als Stützpunkt benutzt worden. Sie besaß sogar einen Flugplatz, der mittlerweile jedoch völlig überwuchert war. Merkwürdigerweise war sie auf keiner einzigen Seekarte mehr verzeichnet.
Im Jahr 1943 war die Insel in blutigen Kämpfen von amerikanischen Marines besetzt worden. Weil die Kämpfe so unglaublich grausam waren und weil es auf beiden Seiten schwere Verluste gab, hatten die Marines der Insel einen neuen Namen verliehen.
Sie tauften sie ‚Hell Island‘, die Hölleninsel.“ (S. 7)

Ha – es gibt doch kaum einen aussagekräftigeren Namen für eine Insel, der Spannung, Action und Grusel verspricht, als Hell Island. Und so ist es auch. Man ist direkt im Geschehen, stößt in die Geschichte kurz bevor Scarecrows Team über der Insel abspringt. Hier wird definitiv keine Zeit verloren, ein Fakt, der bei der Kürze der Geschichte schon wichtig ist.

Zwar werden alle in Scarecrows Team vorgestellt, doch nur kurz und auch nur wenige kommen etwas mehr zur Geltung. Manche enden gar sehr schnell als Kanonenfutter, hier wäre die Arbeit der Charakterzeichnung also auch verlorene Liebesmüh.  Anders sollte es mit Scarecrow sein, denn „Hell Island“ ist schon der vierte Teil um den ausgefuchsten Helden des Thrillers, der zwar auch ein Haudrauf ist, aber immerhin auch sein Hirn benutzen kann. Und ja, am meisten Einblick erhält man von Scarecrow, nichtsdestotrotz ist Charakterentwicklung nun nicht die Stärke des Buches – hier geht es um Action und Spannung. Das Buch muss in einem Flutsch gelesen werden, alle paar Seiten präsentiert das Buch eine neue Wendung.

Zugegeben – die Auflösung des Rätsels um die Insel ist jetzt nicht sehr überraschend, doch das tut dem Lesevergnügen nun keinen Abbruch. Der Thriller bietet genau das, wofür er vorgesehen ist: eine hervorragende Fast Food Mahlzeit, die man sich ab und an schon gönnen kann, ganz ohne es sich von seinem Gewissen schlecht reden zu lassen.

Fazit:
Spannung, Action und ein wenig Grusel mit Scarecrow, einem smarten Marine, der so nicht nur sich sondern auch sein Team (na gut, einen Teil davon) in den nächsten Teil der Serie bugsiert.

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