Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)

Monatsrückblick Mai 2017

2 Comments

Kann das jemand glauben? Schon wieder ein Monat vorbei und schon ist Sommer. Wäre nicht ein verlängertes Wochenende dabei gewesen, sehe mein Rückblick wieder ein wenig spärlich aus, doch so kann ich immerhin mit ein paar Büchern punkten. Ganz besonders freue ich mich, dass ich zwei wirklich großartige Bücher aus dem Hause Argument lesen durfte. Fast schon ist es mir ja ein wenig peinlich, die Bücher des Verlags immer zu loben, aber was will man anderes machen, wenn der kleine Verlag eben immer ein so verdammt gutes Händchen hat?

Die Rezensionen zu Drift und Alles so hell da vorn sind ja von mir schon veröffentlicht worden, die Rezension zu Im großen Stil fehlt noch, kommt aber bestimmt bald. Auch Des Menschen Wolf habe ich im Mai ausgelesen, auch wenn das Buch schon den nächsten Leser gefunden hat und deshalb nicht auf dem Bild erscheint. Zu den folgenden wird es keine Rezension geben, aber zumindest eine Kurzmeinung findet ihr hier:

Mitra Devi – Filmriss
Der zweite Teil mit Nora Tabani, diesmal geht es um eine Entführung. Nora zwischen Ebbe in der Kasse und großen Fällen, klein gibt es hier nicht. Langweilig aber eben auch nicht. Hat mir gut gefallen.

Der Mann mit der Bombe – Christian Roux
Larry, ein arbeitsloser Tontechniker, vereitelt einen Banküberfall indem er mit seiner Bombenattrappe die Anführerin Lu als Geisel nimmt. Hört sich abgefahren an? Ist es auch – und ganz nebenbei zeigt das Buch die Probleme Frankreichs. Ein Roadtrip.

Blake Crouch – Dark Matter, Der Zeitenläufer
Parallele Universen – auch wenn sich die Sprüche auf dem Rückcover vor Begeisterung überschlagen, ist das keine neue Idee. Ganz spannend, ja, aber nicht neu und leider auch nicht überraschend.

Nicht auf dem Bild, da ebook, aber trotzdem im Mai gelesen:
Die steinerne Matratze – Margaret Atwood
Schon lange wollte ich mal bei Margaret Atwood reinschnuppern, aber an der Madaddam Trilogie bin ich erstmal gescheitert. Deshalb hab ich mich jetzt mal an die Kurzgeschichten getraut – da kann man ja auch  mal eine sein lassen, wenn nötig. War aber gar nicht nötig. Alle Geschichten drehen sich um ältere Herrschaften, einige sind sogar miteinander verwoben. Gar herrlich und sehr köstlich!

Mitten im Tod – Lawrence Block
Weiter geht es mit Matthew Scudder! Immer noch gut, immer noch Scudder. Wie schön, dass immer mehr Teile neu rausgebracht werden. Dann kann man seiner Sucht weiter frönen.

 

So – und was gibt es im Juni? Na da schauen wir mal, aber einen Favoriten hab ich schon lange im Auge, denn Jutta Maria Herrmann hat ihr neues Buch veröffentlicht:


Jutta Maria Herrmann – Amnesia
Inhalt: Du hast nichts zu verlieren.
Du hast eine mörderische Wut.
Und du kannst dich an nichts erinnern …
Als die Berlinerin Helen die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, ist es ihr einziger Wunsch, sich vor ihrem Tod endlich mit ihrer Mutter auszusöhnen, zu der sie ein schwieriges und distanziertes Verhältnis hat. Bei ihrer Familie in der südwestdeutschen Heimat angekommen, muss sie dann schockiert erfahren, dass ihre schwangere Schwester Kristin von ihrem Ehemann Leon misshandelt wird. Am liebsten würde Helen Leon dafür umbringen, zu verlieren hat sie ja nichts mehr. Aber einen Menschen töten? Helen glaubt nicht, dass sie dazu wirklich fähig ist.
Am nächsten Morgen allerdings ist Leon tot – und Helen, die Medikamente mit schwersten Nebenwirkungen nimmt, hat keinerlei Erinnerung an die vergangene Nacht. Amnesie …

Wem das nun zu “Mainstream” ist, der sollte sich die folgenden Tipps für den Juni ansehen:

Dennis Lehane – Dunkelheit, nimm meine Hand
Benjamin Whitmer – Im Westen nichts
Don Winslow – Corruption

 

Und falls da nichts dabei ist, kann man einfach weiterhin warten, bis Smonk von Tom Franklin erscheint…. 😀

 

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2 thoughts on “Monatsrückblick Mai 2017

  1. “Dark Matter” habe ich im letzten Jahr im Original gelesen und fand es schon sehr spannend und interessant, wenn auch nicht immer optimal durchdacht – ich hätte mir zum Beispiel ein bisschen mehr Wissenschaft gewünscht, die Erklärungen von Blake Crouch fand ich in dieser Hinsicht meistens ziemlich oberflächlich. Ich bin wahrlich kein Physik-Experte, aber für meinen Geschmack hat es sich der Autor manchmal ein wenig zu einfach gemacht 😀

    Um die “Madaddam”-Trilogie schleiche ich mich auch schon eine ganze Weile herum, irgendwie traue ich mich da aber noch nicht ran 😀

    • Spannend war Dark Matter schon – und es ließ sich auch “wegsaugen”, aber mir haben einfach ein paar interessante Wendungen oder neue Ideen gefehlt.
      Und auch wenn ich hin und wieder mal Ausflüge in andere Genres mache, mir war die Madaddam Trilogie zu weit weg von meiner Wohlfühlzone… das wird wohl noch ein wenig dauern, bevor ich mich da wieder ran wage. 🙂

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