Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)

Monatsrückblick März 2017

7 Comments

Woohoo!

Der März war lesetechnisch (aber auch so) richtig gut. Ein wenig geholfen hat, dass ich ein paar Tage Urlaub hatte und so hab ich richtig viel lesen können – dafür hatte ich keine Lust auf Rezensionen und so gibt es nur zu zwei Büchern eine Rezension, aber natürlich werde ich jetzt kurz meine Meinung pro Buch kund tun. Und hier sind sie:

Mirror – Karl Olsberg:
Spannender Blick in die Zukunft – oder eigentlich schon jetzt erschreckend, wie sehr wir uns auf die Technik verlassen. Karl Olsberg hat das auf die Spitze getrieben und zeigt eine sehr wahrscheinliche Möglichkeit, leider mit einigen Längen.

Gun Street Girl – Adrian McKinty:
Anstandslos reihe ich mich in die Lobeshymnen ein, die man zu McKintys Serie um den “katholischen Bullen” Sean Duffy, lesen kann. Auch mit Gun Street Girl hat er mich hervorragend unterhalten und fast ist es schon schade, dass ich nun bei “Rain Dogs”, dem neuesten Teil, angelangt bin, denn danach hab ich ja keinen Sean Duffy Puffer mehr….

IQ – Joe Ide:
Gute Idee, aber ich habe mit der Umsetzung gehadert. Es waren nämlich zwei Geschichten mit gleichem Gewicht: der aktuelle Fall von Isaiah Quintabe und Isaiahs Vergangenheit. Gespickt noch mit ein paar anderen Perspektiven und schon war mein Lesefluss irgendwie gestört. Ein zweiter Fall, falls vorhanden oder in Planung, könnte aber besser sein – das Thema Vergangenheit ist ja nun abgehakt, und… wer einen Granatwerfer im Kofferraum mit sich herum fährt, hat bei mir einfach ein Stein im Brett.

Mila – Matteo Strukul:
Eigentlich war das ein Film. Oder halt ein Drehbuch. Natürlich für einen Actionfilm. Viel Gewalt, wenig Hintergrund/Tiefe, die auch die traurige Geschichte der Protagonistin nicht herausholen konnte. Aber ganz unterhaltsam für einen Nachmittag.

Das dunkle Schweigen – Wolfgang Schorlau:
Ich mag Dengler. Der erste Teil hat mir sehr gut gefallen, dieser hier nicht mehr ganz so gut, aber immer noch recht gut. Vielleicht bin ich einfach ein wenig genervt, dass es, wenn es um ein dunkles Geheimnis geht, immer etwas mit dem 2. Weltkrieg zu tun hat. Muss doch auch noch was anderes geben in der Geschichtsschreibung, was Stoff für Geheimnisse liefert – oder?

Im Sommer der Mörder – Oliver Bottini:
Zugegeben fand ich es ein wenig anstrengend Louise Boni nach ihrer Entziehungskur zu erleben, aber ich muss auch zugeben, dass es sehr authentisch geschrieben war. Spannend war es trotzdem – und sehr überraschend. Oder wie erklärt Ihr Euch, dass man mit Jugoslawien startet und in Pakistan landet?

Das Jahr des Falken – Jo Walton:
Endlich der letzte Teil der Trilogie! Man muss erwähnen, dass der dritte Teil nur noch wenig mit Krimi zu tun hat, dafür aber eine beklemmende Alternativwelt zeigt, in welcher der Faschismus in fast ganz Europa fest Fuß gefasst hat. Ein würdiger Abschluss!

Fünf schräge Vögel – Donald E. Westlake:
Was eine skurrile Jagd nach dem Balabomo-Smaragd – ein tolles Buch um Dortmunder, den Dieb und Mastermind, der mit 4 anderen das religiöse Od eines kleinen afrikanischen Staates klaut. Und klaut. Und klaut. Und….
Hoffentlich wird die Übersetzung der Reihe fortgesetzt….

Zu “Die Stunde der Entführer” von Robert Wilson und zu “Suff und Sühne” von Gary Victor findet ihr die Rezensionen hinter den Links.

Was gab es sonst noch im März?

Derweil alle anderen… na ja, zumindest einige, auf der Leipziger Buchmesse waren, hab ich ein Alternativprogramm gestartet. Neben der Lesung von Gary Victor, für die ich mich nach Mainz begeben habe, hatte ich Bloggeburstag und habe dazu ein paar Mini-Interviews mit Autor*innen vorbereitet und veröffentlicht. Mit dabei waren:
Lawrence Block
Anne Goldmann
Gary Victor
Jo Walton
Und vor zwei Tagen habe ich tatsächlich noch ein weiteres Interview erhalten. Der Autor hatte mir schon zugesagt, aber erwähnt, dass er gerade im Stress ist und es wohl ein wenig dauern würde. Nichtsdestotrotz – jetzt ist es da. Und diese Woche werde ich mich dann an die Übersetzung machen und es auch Euch zur Verfügung stellen. Ihr könnt Euch also schon mal vorfreuen!

Und nun noch einen kurzen Blick in den April. Nach dem Buchmesse-Monat März sieht es im April in der Tat ein wenig mau aus. Zumindest für mich. Der Unionsverlag veröffentlicht weiterhin James McClure und vervollständigt nach und nach die Reihe, doch ich fange dann erst mal mit Teil 1 an, auch von Ken Bruen gibt es neues im Polar Verlag, doch mir hat es diesen Monat das folgende Buch angetan:


Apostolos Doxiadis – Des Menschen Wolf
Inhalt: Ben Frank hat Blut an seinen Händen. Bei einer Kneipenschlägerei tötet er den Sohn des berüchtigten Mafiabosses Tonio Lupo. Und dieser sinnt auf Rache: Auch Franks Söhne sollen in dem Alter ermordet werden, in dem sein Sohn starb. Schicksal, Zufall, bewusste Entscheidungen: ein spannender Rache-Thriller über die Frage, wie wir dem Tod ein Schnippchen schlagen können.

Al, Nick und Leo Frank sind sich keiner Schuld bewusst. Doch der vom Tode gezeichnete Mafiaboss nimmt seine Rache ernst: Er setzt einen Profikiller auf die drei Brüder an, der sie umbringen soll, sobald sie 42 Jahre alt sind. Während Al sich durch Reichtum zu schützen sucht, flüchtet Nick in den Glamour von Hollywood, um sich unverwundbar zu machen. Nur der jüngste Bruder Leo ist noch zu klein, um von dem Fluch zu erfahren, und führt zunächst ein unbeschwertes Leben. Aber auch für den Profikiller stellt sich die Frage, wie er leben soll, bis seine Opfer ihr entsprechendes Alter erreicht haben.
Mein Kommentar: Schon das Cover ist genial, die Beschreibung hört sich nach einem Gemisch von Alt-Bekanntem und Neuem an – ich bin schon gespannt!

Worauf freut Ihr Euch denn im April?

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7 thoughts on “Monatsrückblick März 2017

  1. Himmel! Und ich bin froh, wenn ich eins gelesen kriege. *lach* Urlaub bräuchte ich allerdings auch. Längeren. Dringend. 😦

    • Der kommt bestimmt auch irgendwann bei Dir… und auch die Lesezeit kommt wieder. Manchmal ist halt mehr los, manchmal nicht ganz so viel – mehr lesen würde ich immer gerne. 🙂

  2. Was für ein toller Lesemonat! Ich hoffe, bei mir geht es ab Mai wieder los. Momentan schaffe ich nur ein Buch pro Monat oder – wenn es gut läuft – zwei. 😦 Somit hinke ich ganz schön hinterher. Ide, Olsberg, Bottini, McKinty … liegt alles noch ungelesen hier.
    Des Menschen Wolf klingt ja unglaublich interessant – habe ich gar nicht gesehen!

    Schönen neuen Lesemonat dir!

    • Hallo Iris! Schon lange nichts mehr voneinander gehört… wie geht’s Dir? Ich hoffe gut….
      Ach, irgendwann hast auch Du wieder mehr Lesezeit. Manchmal ist eben mehr los, manchmal weniger – aber egal wie, ich hab sowieso immer das Gefühl, ich hab zu wenig gelesen. Mehr würde da doch immer gehen… 🙂

  3. Oh, welch feine Bücher! :3
    Da will man doch direkt (fast) alles einsacken!
    Westlake muss ich auch dringend noch nachholen – seit Philly ihn vorgstellt hat, wartet er eigtl schon auf mich 😀
    Und das dir McKinty so gut gefällt erfreut mein Leserherz 🙂

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