Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)

Neuerscheinungen September 2016

15 Comments

Ja, schon wieder ist ein Monat vorbei. Der August war ein lesensreicher Monat, aber dazu dann mehr in meinem Rückblick. Jetzt wollen wir erst mal einen Blick in den nächsten Monat werfen – der September steht vor der Tür. Dass dieser sich dann allerdings schon mit Morden im Winter ankündigt… nun ja, ab September gibts ja normalerweise auch schon Nikoläuse in den Supermärkten, warum also nicht auch Wintertode…. 🙂
Es ist bald Weihnachten – stimmt Euch schon mal ein!

 

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Thomas Nommensen – Wintertod
Inhalt: Ein früher Wintereinbruch überzieht die Hauptstadt mit eisigem Frost, da wird auf einem verwilderten Friedhof in Berlin-Buch eine Leiche gefunden. Hauptkommissar Arne Larsen nimmt zusammen mit seiner Kollegin Mayla Aslan die Ermittlungen auf, doch die Spuren sind alles andere als eindeutig. War es Mord, oder sollte ein Suizid vertuscht werden? Und wie sind die Hinweise auf ein angeblich geheimes Haus Nr. 24 in der Waldsiedlung der DDR zu werten?
Gleichzeitig spielen sich seltsame Dinge an einer Berliner Grundschule ab: Ein Mädchen kritzelt mehrfach «Hilfe» in sein Aufsatzheft, und eine Lehrerin fürchtet ihre Schüler. Aber wie hängt das alles mit der toten Frau zusammen?
Gerade als Larsen und Aslan sich auf der richtigen Fährte glauben, machen sie einen weiteren grausigen Fund.
Mein Kommentar: Beim ersten Teil “Ein dunkler Sommer” war nicht nur die Jahreszeit anders, sondern auch der Ermittlungspartner von Arne Larsen. Und der Epilog spaltete die Leserschaft – wie es diesmal wohl wird? Ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen….

 

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Beate Maxian – Mord in Schönbrunn
Inhalt: In Schönbrunn bietet sich der Wiener Polizei ein grausiges Bild: Mitten im Park des Schlosses liegt – auf Rosen gebettet und in ein Brautkleid gehüllt – die Leiche einer Frau. Die Ermordete ist keine andere als die vor fünf Jahren verschwundene Exverlobte des prominenten Wiener Hoteliers Felix Beermann, der in wenigen Tagen seine neue Liebe heiraten will. Die Journalistin Sarah Pauli, die für eine Sonderausgabe gerade über Hochzeitsbräuche recherchiert, macht der Fall misstrauisch. Und als sie kurz darauf eine geheimnisvolle Botschaft mit Bezug zu dem Fund in Schönbrunn erhält, beginnt sie zu ermitteln. Dabei stößt sie auf weitere mysteriöse Spuren, die sie in gefährliche Nähe zum Täter bringen …
Mein Kommentar: Ein neuer Sarah Pauli Krimi! Wer Fan der Serie ist, merkt natürlich gleich, dass diesmal das Wort “tot” fehlt und dafür auf “Mord” zurück gegriffen wurde. Eigentlich ist dieser Teil ein Muss – allerdings bin ich gerade ein wenig auf dem Trip “Ich beende die Serien, die ich schon ewig lese und die mir zwar immer noch gefallen, aber nichts Neues bieten”…. hmm. Na mal sehen – ihr dürft Euch überraschen lassen, ob der neue Sarah Pauli auf meiner Speisekarte landet. Ehm, Leseliste meinte ich natürlich. 😉

 

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Ben Sanders – American Blood
Inhalt: Marshall Grade hat zwei Leben. Früher war er undercover für das New York City Police Department im Einsatz. Nachdem er enttarnt wurde, hat das organisierte Verbrechen ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Jetzt sitzt er im Zeugenschutzprogramm in New Mexico fest und soll sich unauffällig verhalten. Doch dann verschwindet eine junge Frau, die jemandem aus seinem ersten Leben zum Verwechseln ähnlich sieht. Grade schlägt alle Warnungen in den Wind und begibt sich auf ihre Spuren. Wird es ihm diesmal gelingen, die Frau zu retten?
Mein Kommentar: Der Autor ist mir völlig unbekannt und ich hab das Buch auch noch in keiner anderen Vorschau von meinen Bloggerkollegen entdeckt – aberdas Cover sieht schon mal gut aus, um nicht zu sagen fantastisch, ob auch der Inhalt punkten kann?

 

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Candice Fox – Eden
Inhalt: Heinrich Archer, genannt Hades, das kriminelle Mastermind von Sydney, wird bedroht. Er ›bittet‹ Detective Frank Bennett, den Kollegen seiner Tochter Eden, um diskrete Hilfe, denn die Spuren könnten tief in das faszinierende, gewaltsatte Vorleben von Hades führen.
Gleichzeitig hat Eden, Top-Detective bei der Mordkommission mit dem seltenen Talent, Verbrecher aufzuspüren und zur Strecke zu bringen, einen extrem schwierigen Auftrag: Drei Mädchen sind verschwunden, und die Spur führt sie zu einer verlassenen Farm, auf der sich ein Serienkiller rumtreibt. Sie begibt sich dort undercover in eine Kommune, ein rabenschwarzes, gefährliches Paralleluniversum mit Mördern und Vergewaltigern. Sie muss all ihre erstaunlichen Fähigkeiten einsetzen, um zu überleben. Zudem ist ihre Beziehung zu ihrem Partner Bennett kompliziert, beide sind traumatisiert, und dass Bennett gerade auf Alkohol und Drogen ist, macht die Sache nicht einfacher. Aber die beiden sind auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen.
Mein Kommentar: Über den Vorgänger “Hades” gab es ja sehr gemischte Rezensionen. Der Klappentext hier verspricht auch wieder viel Spannung, aber natürlich sollte man wohl vorher den ersten Teil lesen. Immerhin wurde er schon ertauscht und schlummert im SUB….

 

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Yrsa Sigurdardottir – DNA
Inhalt: Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen.
Mein Kommentar: Yrsa Sigurdardottir beginnt also eine neue Krimireihe, nachdem sie bei ihrer Reihe um Dora Gudmundsdottir schon hin und wieder mit einzelnen, ein wenig mystischen Thrillern abgewechselt hat. Gute Sache – man muss eine Reihe nicht bis zum Umfallen treiben und ich werde auf jeden Fall in die neue Serie reinlesen.

 

 

Fehler behalte ich mir vor – Ihr wisst ja, ab und an überseh ich eine tolle Neuerscheinung. Aber zum Glück gibt es ja noch andere Blogger und auch Ihr habt immer wieder tolle Tipps, die in den Kommentaren auftauchen und dann bei mir ganz anders erscheinen als in der Vorschau. Also immer her mit Euren Lieblingen für den September – was hat es bei Euch auf die Wunschliste geschafft, oder gar schon in das Regal?

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15 thoughts on “Neuerscheinungen September 2016

  1. *American Blood* hatte ich mir bei Random House – Blogger in die Merkliste gelegt, dann aber wieder verworfen. Diesen Monat ist für mich nichts dabei.

    • Ach, das ist vielleicht auch mal gut, auch wenn mir das bisher noch nie passiert ist. Irgendwas, was mein Interesse weckt ist eben doch immer dabei – ob es dann auch hält, was es verspricht ist natürlich die andere Seite.
      Und ich vermute mal, jeder hat noch so viele Bücher in petto, die er gerne mal lesen wollte und noch nicht geschafft hat, dass keine gefunden Neuerscheinungen nicht wirklich schlimm sind. 🙂

      • Ganz ehrlich: Das ist die Sorte von Buch, die mir nichts mehr gibt, nicht einmal mehr Spannung. Die Krimis, welche vor 10-20 Jahren raus kamen, waren deutlich besser. Und von denen habe ich genug hier.

        Mein Eindruck: Inzwischen wird jeder Dreck veröffentlicht, in der Hoffnung, wenigstens seine Kosten zu decken. Ein Vorauswahl bei den Verlagen entdecke ich bei Krimis nur noch bei Diogenes und Liebeskind, vielleicht bei spezialisierten Verlagen.

      • Ich denke, es kommt eben ganz darauf an, was man sich vom Lesen erwartet. Ich mag gerne politische und solzialkritische Krimis, Krimis, die einen Blick in die Zukunft werfen und welche, die literarisch hochwertig sind. Aber ich hab auch immer wieder Lust auf nur Lesen.
        Du hast natürlich recht, dass mittlerweile sehr viele Bücher veröffentlicht werden – zusätzlich zu den ganzen Selfpublishern – und auch immer wieder schade, wie kurz die Halbwertszeit der Bücher ist.
        Zu den erwähnentswerten Verlagen zähle ich auf jeden Fall noch Argument und Pendragon – neben den von Dir erwähnten. Doch auch die üblichen Verlage bringen hochwertige Kriminalliteratur heraus – nur eben nicht immer. In einem Monat findet man was, im nächsten nicht. Und Bücher von vor 10, 20, 30 Jahren kann man jederzeit auch noch lesen.

      • Witzigerweise habe ich vor einer Minute dazu etwas in der Welt gelesen: Warum ich das Gemetzel im Krimi nicht mehr ertrage: https://beta.welt.de/kultur/literarischewelt/article157949192/Warum-ich-das-Gemetzel-im-Krimi-nicht-mehr-ertrage.html

        Vor 10, 20 Jahren (oder älter) waren die Krimis einfach spannend. Heute quellen sie über vor Sex und Gewalt, oft kombiniert mit einem Schrott-Plot.

      • So pauschal kann man das aber nicht sagen. Es gibt immer noch Krimis, in denen es nicht vor Blut und Gewalt wimmelt. Klar, ein Krimi hat im Normalfall per se etwas mit einer Tat zu tun, aber es muss ja nicht in Strömen Blut fließen. Spontan fallen mir da z. B. die Krimis von Anne Goldmann ein – oder eben überhaupt aus dem Argument Verlag (sorry, falls ich da nerve – aber er Verlag hat es mir angetan). Kennst Du diese denn? Falls nicht, möchte ich Dir diese nahe legen – ich denke, die könnten Dir liegen.

      • Ich werde mir das Programm des Verlages einmal ansehen, danke für den Tipp.

  2. Oh, ein neuer Krimi von Beate Maxian. Ich habe vor knapp zwei Jahren “Tödliches Rendezvous” gelesen und fand es ziemlich, ziemlich schlecht! Seitdem lasse ich die Finger von ihren Büchern. 😉

    • “Tödliches Rendezvous” war der erste Teil der Serie, den ich erst nach dem zweiten Teil gelesen habe – ich fand den ersten auch nicht so gut, aber gut für die Autorin und die Serie, dass ich eigentlich mit Band zwei eingestiegen bin.
      Aber jetzt muss ich mal sehen, ob ich überhaupt weiterlese…. diese ganzen Serien treiben mich sonst irgendwann in den Wahnsinn – man kann einfach nicht allen folgen. Völlig unmöglich.

  3. Ich habe das erste Buch von Thomas Nommensen gelesen. Jetzt habe ich gesehen, dass er zu “Wintertod” eine Leserunde bei Lovelybooks macht. Da werde ich mal mein Glück versuchen.
    Ansonsten habe ich mir für diesen Monat noch ganz fest “Asphaltseele” von Gregor Weber notiert.

    • Den ersten Teil hab ich auch gelesen – allerdings nicht direkt bei Erscheinen, sondern erst irgendwann dieses Jahr. Bei “Wintertod” möchte ich jetzt auch ein wenig schneller sein, aber die Lovelybooks Runden bringen mir immer nicht so viel Spaß. Ich lese es dann lieber alleine….
      Asphaltseele hört sich auch recht spannend an – da sehe ich mal, was Du so dazu schreibst und greife dann zu. 🙂

  4. Die gute Yrsa muss ich auch mal starten … hab hier noch ein Buch auf dem SUB, aber glaube das ist eins ihrer Einzelbände. Hör ja nur Lob von ihr!

    Und Nommensen hab ich mir jetzt gerade mal den ersten Band besorgt. Die Philly ist ihn schon immer am loben, da muss er endlich mal einziehen, wenn jetzt schon Band 2 rauskommt 😀

    • Von Yrsa Sigurdardottir hab ich fast alles gelesen – das letzte fehlt mir noch, aber das ist eh ein unabhängiger Einteiler. Ist doch eigentlich gut für Dich, dass sie eine neue Reihe startet – da kannst Du ja problemlos reinlesen und bist damit topaktuell. 😀
      Ja, lies mal den ersten Nommensen und dann berichte uns, wie Du den Epilog fandest – der spaltete wirklich die Leserschaft – und ich bin gespannt, wie Du ihn findest.

      • Mit Yrsa hab ich jetzt gestartet. Ist ein wenig ungewohnt, aber irgendwie hat sie einen Stil, der einen neugierig macht auf alles kommende. Entscheide nach dem Buch “Seelen im Eis” ob ich mit ihrer neuen Reihe auch durchstarte 😀

        Morgen müsste die Sendung ankommen, dann werde ich auch recht zeitnah reinlesen und brav berichten!

      • Ich bin schon gespannt, was Du zu Seelen im Eis sagst. Ich persönlich mag ihre Reihe um die Anwältin Dora ein wenig lieber. Ich glaube, das liegt daran, dass sie in den Einzelbänden, die ich von ihr kenne, immer ein wenig mystisch war. Das ist zwar ab und an ok, aber so ganz meins ist das nicht.

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