Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)

Tote Bräute: Mord in Weiß – Jean G. Goodhind

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Jean G. Goodhind – Mord in Weiß
Verlag: Aufbau
Übersetzerin: Ulrike Seeberger
325 Seiten
ISBN: 978-3746630793

 

 

Ah, da ist sie wieder – Honey Driver, Hotelbesitzerin in Bath und Kontaktperson des Hotelverbandes zur Polizei in ihrem tatsächlich schon 11. Fall. Und jetzt will sie endlich Chief Detective Inspector Steve Doherty heiraten. Eigentlich soll es ja nur eine kleine Feier werden, aber ein paar Vorbereitungen müssen doch gemacht werden. Als die beiden eine kleine schnuckelige Kirche im Dorf Wainswicke besichtigen, die sie für die Trauung in Betracht ziehen, findet sich am nächsten Tag eine tote Braut in den Bänken der Kirche. Die “Braut” ist zwar schon um die 80 und somit nicht mehr die Jüngste, aber nichtsdestotrotz war es ein Mord. Als Honey und Doherty auch noch seltsame Drohungen erhalten, muss Honey sich fragen, ob wohl jemand ernsthafte Einwände hat, dass sie Doherty heiraten will. Doch wer sollte das sein?

Ich folge der Serie um Honey Driver nun schon recht lange und ja, ich mag sie immer noch. Natürlich ist es durch und durch ein Cozy Crime, doch dass der Verlag das Buch auf dem Rückcover in einem Zitat mit Rosamunde Pilcher verglichen hat, hat mich dann doch tief erschüttert. Verkaufsargument? Abschreckung? Also bitte!

Meistens bin ich ja mittlerweile in anderen Subgenres unterwegs, aber ich mag auch gerne mal eine locker-leichte Krimiermittlung für Zwischendurch. Das Buch lässt sich in einem Flutsch weg lesen und man muss nicht darüber nachdenken oder besonders aufmerksam sein. Es ist einfach ein Vergnügen und eine tolle Lektüre für einen Sonntagnachmittag. Ob es nun den Vergleich mit Frau Pilcher verdient weiß ich nicht, da ich von ihr keine Bücher kenne, sondern nur das Genre mir nicht liegt – aber ich sträube mich immer noch gegen den Vergleich.

Das hintergründige Mordmotiv ist dann übrigens gar nicht so Cozy wie man denkt, aber die Ermittlung dann schon eher, da diese mittlerweile fast schon gemeinsam von Doherty und Honey durchgeführt wird und damit ja nicht unbedingt vor Realitätsnähe tropft. Das Privatleben spielt natürlich auch eine Rolle und so ist die Handlung eine Mischung aus recht spannender Ermittlung, dem Alltag einer Hotelbesitzerin mit viel Humor und englischem Charme.

Fazit:
Locker-leichte Unterhaltung für einen Sonntagnachmittag. Ich mag die Serie einfach.

 

Wer in die Serie einsteigen will, findet hier alle Bände, die bisher erschienen sind, sowie den bald erscheinenden 13. Teil “Mord unter Brüdern”.
Meine Rezension zum letzten Teil “Mord zu Halloween” findet ihr hier.

 

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