Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)

Leipziger Buchmesse 2016 – Mein Messebericht, Teil 2

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So, hier nun der zweite Teil meines Messeberichts und meine Freitags-Highlights.

Am Anfang bin ich wieder durch die Stände gestromert, doch um Punkt 12 Uhr hatte ich mir die Lesung mit Dror Mishani aufgeschrieben. Ich bin schon mal kurz vorher am Stand von Israel vorbei gegangen und da war gerade eine andere Lesung und es war proppevoll. Und so bin ich zu Dror Mishanis Lesung auch ein wenig früher hin, um einen guten Platz zu bekommen, schließlich will ich ja was davon mitbekommen. Bei ihm war es aber nicht ganz so voll und da ich früh dran war, saß ich in der ersten Reihe.

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Shelly Kupferberg, die Dame rechts im Bild, hat das Gespräch geführt, ein Schauspieler, dessen Namen ich mir leider nicht gemerkt habe, hat dann noch zwei Textpassagen aus seinem Buch vorgelesen. Dror Mishani war sehr angenehm und der Literaturprofessor hat noch einige interessante Details aus seiner Heimat beigesteuert, u. a. dass er wirklich schon überall Lesungen hatte, aber noch nicht in seinem Heimatdorf, in dem ja auch die Krimis spielen. Nach der Lesung hab ich mir natürlich noch eine Signatur in sein neuestes Buch “Vermisst” geben lassen.

Danach habe ich mich aufgemacht zum Bloggertreffen vom Diogenes Verlag. Nun bin ich ja noch nicht so lange Blogger und war noch nie bei einem Bloggertreffen und so hatte ich diesmal sowohl das Bloggertreffen vom Diogenes Verlag als auch dem vom Rowohlt Verlag auf dem Plan. Über das vom Rowohlt Verlag berichte ich nicht – da war ich höchstens fünf Minuten. Da ja nur wenige Blogger, bzw. eigentlich nur Melli von Lesezauber, mit denen ich in Kontakt stehe auf der Leipziger Messe zugegen waren, war das Treffen nicht sonderlich spannend. Das vom Diogenes Verlag allerdings umso mehr.
Das Treffen hat in einem Konferenzraum statt gefunden und ungefähr 20 Blogger waren da. Susanne Bühler, die das Treffen organsiert, hat dann das Herbstprogramm vorgestellt und dort lassen sich wieder einige spannende Krimis finden, z. B. von Dennis Lehane oder auch Ross MacDonald.
Und dann kam das Highlight im Highlight: Benedict Wells. Der Autor von “Das Ende der Einsamkeit” – leider kein Krimi und mir damit unbekannt, hat in unserem kleinen Kreis Fragen rund um sein Leben und Schreiben beantwortet und war dabei sehr unterhaltsam, hat aber auch äußerst interessante Einblicke gegeben.

Susanne Bühler

Susanne Bühler

Benedict Wells

Benedict Wells

 

 

 

 

 
Das Treffen war wirklich toll und falls ich nächstes Jahr wieder eingeladen werde, werde ich bestimmt zusagen. 🙂
Gleich nach dem Treffen habe ich mich mit Melli von Lesezauber getroffen, der einzigen Bloggerin, die ich kenne und die auch auf der Buchmesse weilte (soweit ich weiß).

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Melli und ich

Endlich hab ich mal jemanden getroffen, denn ich sonst nur online kenne und konnte über alles Mögliche klönen, natürlich hauptsächlich über Bücher und Blogthemen. Eine schöne, wenn auch kurze halbe Stunde, denn ich musste weiter – zur Lesung von Christine Lehmann.

Christine Lehmann

Christine Lehmann

Das Buch “Allesfresser” hatte ich vorher schon als Fahne erhalten und kannte den Inhalt schon, doch natürlich ist es immer ein Erlebnis, das Gelesene nochmal vom Autor selbst zu hören.
Christine Lehmann war so unprätentiös und geradlinig wie auf der letzten Lesung, die ich von ihr gesehen habe, aber sie hatte sichtlich diebische Freude daran, ihre Publikum mit dem doch recht taffen Start von “Allesfresser” zu schocken.
Ich habe mit ihr übrigens einen Interview Termin ausgemacht und bin schon ein wenig nervös, weil sie das gerne per Telefon führen möchte. Also lasst Euch überraschen, im April wird das ganze statt finden und dann auch veröffentlicht werden.

Abschließend möchte ich Euch noch einen Reisetipp geben, falls ihr in den Genuss kommt, auch mal nach Leipzig zu fahren, bzw. ja die Buchmesse besucht.
Im Anschluss am Samstag bin ich nämlich in Merseburg vorbei gefahren. Fast hätte ich da übernachtet, weil meine Freundin es mir empfohlen hatte, aber ich habe mich doch für mein übliches Hotel entschieden. In Merseburg ist nämlich nicht nur ein Schloß mit einem Museum, sondern auch der Dom, welcher im Kreuzgang, in einem unterirdirschen Seitenraum die Merseburger Zaubersprüche beinhaltet, die man dort im Original, aber natürlich hinter Glasscheiben besichtigen kann. Diese werden sehr stimmungsvoll präsentiert und auch in althochdeutsch vorgetragen (natürlich von Band, aber mit einer schönen Inszenierung).
Natürlich ist auch das Gelände an sich recht beschaulich und beinhaltet auch ein Rabenpärchen, einen Garten usw. Mein Highlight waren aber die Merseburger Zaubersprüche, die mir schon in meinem Studium zugesagt haben.

So, das war nun meine Leipziger Buchmesse 2016 und ich hoffe, meine Berichte haben Euch gut gefallen. Für mich waren es sehr schöne, wenn auch anstrengende Tage, nicht nur wegen meiner schmerzenden Füße, sondern auch durch die vielen Eindrücke und die unglaublich vielen lockenden Buchversuchungen. Ich kann noch nichts garantieren, aber wenn es alles klappt, dann komme ich 2017 natürlich wieder!

 

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