Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)

Leipziger Buchmesse 2016 – Mein Messebericht, Teil 1

5 Comments

Ich weiß, es hat ein wenig gedauert, aber hier ist er nun endlich: mein Bericht von der Leipziger Buchmesse 2016.

Da mein Blog ja nun schon zwei geworden ist, konnte ich mich dort als Blogger akkreditieren (letztes Jahr hat mir doch tatsächlich eine Woche gefehlt…) und ich hab so einen schicken Presseausweis bekommen, den ich donnerstags gar nicht und Freitag hin und wieder getragen habe. Ob ich den nun wirklich gebraucht hätte oder nicht – na ja, jedenfalls habe ich die Vorteile genutzt, so dass ich ja keine Parkgebühren, keinen Eintritt und nichts für die Garderobe zahlen musste.

Nachdem ich mir für Donnerstag keine Veranstaltung rausgesucht habe, habe ich die Hallen “abgegrast” und mir die Stände, die vielen tausende Bücher und bestimmt fast genauso viele Menschen angesehen. Da mir aber nach und nach die Füsse weh taten, hab ich mich doch hin und wieder hinreissen lassen, eine oder zwei Lesungen zu hören. Die habe ich mir nicht bewusst rausgesucht, sondern einfach immer mal wieder nachgelesen, wer gerade wo liest und mich dann einfach dazu gesetzt. So bin ich zum einen auf der Lesung von John Berndt zu “Luise 1945: Erinnerungen einer deutschen Krankenschwester” gelandet und zum anderen bei Sarah Bosetti mit “Mein schönstes Ferienbegräbnis”.

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John Berndt

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Sarah Bosetti

 

 

 

 

 

 

Beide Lesungen waren interessant, wenn auch sehr unterschiedlich. Der Reiz bei Herrn Berndt waren seine persönlichen Erinnerungen, auf denen das Buch auch basiert. Seine Zeit im Kinderheim, kurz nach dem Krieg, in dem er den Krankenschwestern und ihren Geschichten gelauscht hat.
Sarah Bosetti ist dann eher in Richtung Comedian einzuordnen. Und ganz wichtig: das Cover hat einen süßen Hamster – anscheinend das Verkaufsargument schlechthin, auch wenn sie diesen wohl schon im ersten Satz ermordet. Die Lesung war witzig und unterhaltsam, sie hat nicht nur aus ihrem Buch gelesen, sondern auch aus einer Kladde mit Kurzgeschichten von ihr.

So, und nachdem ich dann durch die Hallen geschlendert bin, ist mir aufgefallen, dass ich noch gar keine Bilder von den Ständen gemacht habe. Also hab ich die, welche ich länger besucht und nette Gespräche geführt habe, nochmal besucht. Hier ein paar Impressionen:

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Die Bilder zeigen den Argument Verlag, den Pendragon Verlag, den Alexander Verlag Berlin, den Diogenes Verlag und den KBV Verlag. Natürlich hab ich noch viel mehr Stände besucht, aber ich will hier ja kein Bilderbuch veröffentlichen. 🙂

Am Argument Verlag hab ich das neue Team um Else Laudan kennen gelernt, nachdem Dörte Graul den Verlag verlassen hat, um eine neue berufliche Perspektive ins Auge zu fassen. Es war wirklich toll, die neuen Ansprechpartner Lisa Mangold und Ariane Mönche mal von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Sowohl Donnerstag als auch Freitag habe ich dort einige der Autorinnen gesehen und gesprochen. Neben Monika Geier, die ja auch auf der Langen Leipziger Kriminacht gelesen hat, war dort natürlich Christine Lehmann anzutreffen, aber auch Anne Goldmann, die ich letztes Jahr bei der Lesung hören durfte und wir haben uns kurz unterhalten. Sie hat mir einige Fragen über meinen Blog gestellt und ich habe gefragt, ob denn schon ein neues Werk von ihr geplant ist. Das wird wohl noch ein wenig dauern, auch wenn sie schon daran arbeitet. Macht aber nichts – ich habe ja noch “Triangel”, welches mir von ihr fehlt, und so kann ich mir die Wartezeit locker vertreiben. Und wer weiß, vielleicht sehe ich sie nächstes Jahr ja wieder – dann ist es ja fast schon eine Tradition.

Auch am KBV Stand waren einige Autoren anzutreffen. Auf dem Bild sind Beate Maxian (vorne, dunkles Haar), deren Sarah Pauli Reihe ich ja sehr gerne lese, Christiane Dieckerhoff (blonde Haare), die gerade mit “Spreewaldgrab” in aller Munde ist und Ralf Kramp (logischerweise der Mann rechts im Bild), den ich gefühlt immer gesehen habe, wenn ich am KBV Stand vorbei gekommen bin. Ihr wisst ja nun schon, dass ich von seinem Vorlestalent begeistert bin und so werde ich demnächst in “Totholz” reinhören, ein Buch von ihm, dass er selbst als Hörbuch eingelesen hat. Ich bin gespannt, ob er mich “aufgenommen” auch so begeistern kann, wie er das live macht.

Am Pendragon Stand hab ich dann noch ein wenig mein Leid mit James Lee Burke geklagt und nochmal die Bestätigung bekommen, im Herbst mit dem ersten Dave Robicheaux Krimi zu beginnen und nochmal mein Glück zu versuchen.

Und zum Glück hab ich Freitag noch eine halbe Stunde gewonnen, so dass ich mich durch das Programm von Dorling Kindersley wühlen konnte. Schon klar, da gibt es keine Krimis, aber ich finde deren Ratgeber toll und hab auch zwei mitgenommen: “Gärtnern im Topf” und “Die Keine-Zeit-zu-Kochen Küche”.

So, mehr möchte ich zu meinen Rundgängen durch die Hallen nicht erzählen, wobei ich natürlich noch viel gesehen habe, nette Unterhaltungen geführt habe und ein, zwei Bücher für mich sichern konnte. Aber ich habe noch vier Highlights von Freitag, von denen ich Euch berichten möchte. Dazu dann aber mehr im nächsten Teil – sonst wird der Bericht zu lang und ihr langweilt Euch womöglich. 😉

 

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5 thoughts on “Leipziger Buchmesse 2016 – Mein Messebericht, Teil 1

  1. Dass du mit Burke nicht so viel anfangen kannst… Ich habe schon wieder den Neuesten auf dem Stapel. Schöner Bericht übrigens!

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