Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)

Neuerscheinungen im November 2015

6 Comments

Wieder ist ein Monat vorbei und jetzt könnt ihr es wirklich nicht mehr aufhalten: bald ist Weihnachten! Ich freu mich!
Aber zuerst hab ich jetzt dann mal Urlaub. Ganze zwei Wochen. Juchu! Viel Lesezeit… hoffe ich zumindest. 🙂
Da wollen wir doch mal sehen, was der November so für uns Leseratten bietet. Hier kommt meine kleine Auswahl:

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Malla Nunn – Tal des Schweigens
Inhalt:
An einem frühen Oktobermorgen des Jahres 1953 wird Detective Sergeant Emmanuel Cooper ins Gebirge geschickt, um einen Todesfall zu untersuchen. Detective Constable Shabalala begleitet ihn als Übersetzer und Fährtenleser.
Wie aufgebahrt liegt Amahle, 17-jährige Tochter eines Zulu-Chiefs, an einem Hang der Drakensberge. Jemand hat Wildblumen über das Mädchen gestreut und ihre Leiche mindestens eine Nacht lang vor Raubtieren beschützt. Doch weder die trauernden Zulus am Fundort noch irgendwer von den weißen Farmern im Tal ist willens, den Ermittlern Hinweise auf den Hintergrund der Tat zu liefern.
Dabei zieht sich mehr als eine soziale Kluft durch die Bevölkerung der Berglandschaft. Eine jahrhundertelange Feindschaft trennt die niederländischstämmigen Afrikaaner von den vermögenderen britischstämmigen Siedlern, die die ›Buren‹ verachten. Auch die ansässigen Zulu-Clans belauern einander voller Argwohn. Und zwischen Schwarz und Weiß verläuft die praktisch unüberbrückbare Trennlinie der Segregation.
Cooper und Shabalala treffen durchweg auf Dünkel, Misstrauen und hartnäckiges Mauern. Eine mächtige Sippe macht ihren politischen Einfluss geltend und versucht die Ermittler kaltzustellen. Jedermann scheint hier Geheimnisse – und Dreck am Stecken – zu haben. Das kollektive Schweigen ist umso rätselhafter, da Amahle scheinbar überall beliebt und geachtet war. Aber sie muss in etwas verstrickt gewesen sein, das die verfeindeten Parteien allesamt deckeln möchten. Hat das Mädchen womöglich ein Doppelleben geführt?
Emmanuel Cooper ist kein Freund diplomatischen Lavierens und Verschleierns, er will den Fall aufklären. Doch je tiefer er bohrt, desto grimmiger wird das Schweigen, das ihm entgegenschlägt. Bis jemand erneut zu Gewalt greift…
Mein Kommentar: Eine weitere Möglichkeit, Afrika kriminalistisch näher zu kommen – und außerdem aus dem Hause Argument, da kann man nichts falsch machen!

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Joe R. Lansdale – Mucho Mojo
Inhalt:
Was ist schlimmer: Das vermüllte Haus eines Messie-Onkels zu erben, mitsamt Kinderleiche im Keller, oder Nachbarn, die dummdreiste Drogendealer sind? Jedenfalls müssen Leonard Pine und sein treuer Kumpel Hap Collins da erst mal richtig aufräumen. Und dann, mit oder ohne Hilfe der Polizei, das Rätsel um die furchtbaren Kindermorde lösen. »Mucho Mojo« ist, nach »Wilder Winter«, das zweite Abenteuer des texanischen Desaster-Duos, und auch hier fließen wieder jede Menge Blut, Schweiß und Lachtränen!
Mein Kommentar: Hap und Leonard muss einfach jeder Krimi-Fan mal gelesen haben und die toll gestalteten Ausgaben des Golkonda-Verlages machen es einem noch leichter, zuzugreifen.

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Mechthild Borrmann – Die andere Hälfte der Hoffnung
Inhalt:
Valentina wartet auf die Rückkehr ihrer Tochter aus Deutschland. Seit Monaten hat sie nichts mehr von ihr gehört. Sie scheint spurlos verschwunden – wie viele andere Studentinnen, die angeblich ein Stipendium in Deutschland erhalten haben. Valentina lebt dagegen in der verbotenen Zone von Tschernobyl, ihrer alten Heimat. Um dem trostlosen Warten und dem bitterkalten Winter zu trotzen und die Hoffnung nicht zu verlieren, beginnt Valentina ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. In Deutschland versteckt währenddessen Martin Lessmann eine junge osteuropäische Frau vor ihren Verfolgern. Als sie sich kurz darauf die Pulsadern aufschneidet, rettet er sie ein zweites Mal – und erfährt Ungeheuerliches.
Mein Kommentar: Ich muss endlich mal einen Mechthild Borrmann lesen – der wandert gleich mal auf die Wunschliste.

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Sam Hawken – Kojoten
Inhalt:
Mehr als 11 Millionen illegale Einwanderer leben und arbeiten in den USA. Die meisten passieren die Grenze über Mexiko. In der heißen Einöde von Texas verbindet Sam Hawken drei Schicksale miteinander. Das der Texas Rangerin Ana Torres, die in der Nähe der Grenzstadt Presidio während einer Kontrolle die Leiche eines Mexikaners findet. Das des ehemaligen Kojoten Luis Gonzales, der früher Einwanderer in die USA schmuggelte und dessen freiwilliger Rückzug als Ladenbesitzer endet, als der Coyote-Boss Ángel Luis‘ erneut seine Dienste in Anspruch nehmen will. Und das der jungen Marisol Herrera, die von El Salvador aufbricht, um ihren Traum zu verwirklichen, in die USA auszuwandern. Hawken beschreibt das eindrucksvolle Porträt einer Grenzregion, in der Menschen spurlos auf der Suche nach dem Glück verschwinden. Mitten im Niemandsland, in dem ein Menschenleben nichts bedeutet.
Mein Kommentar: Ich hab noch ein anderes Buch von Sam Hawken hier stehen… aber das hier zieht bestimmt auch bald in mein Regal ein. 🙂

 

Worauf freut Ihr Euch denn im November?

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6 thoughts on “Neuerscheinungen im November 2015

  1. Ich fange heute Abend mit dem ersten Hap & Leonard-Roman an, wenn es gut läuft, wandert Band 2 also auch auf meine Einkaufsliste für den November! 😉

    Sam Hawken ist sogar schon vorbestellt, habe erst vor wenigen tagen “Die toten Frauen Juaréz” von ihm beendet, irre gutes Buch!

    Wünsche Dir schon mal viel Spaß mit der Lesezeit im Urlaub!! 😀

    • Viel Spaß mit “Wilder Winter” – den hab ich schon gelesen, Band 2 ist auf meiner Wunschliste für Weihnachten.
      Sam Hawken wird da wohl auch drauf landen – und ich beneide dich schon ein wenig wegen “Die toten Frauen von Juarez” – das liegt hier noch rum und schmachtet mich an. Hoffentlich hab ich jetzt dann mehr Lesezeit… ich werd noch ganz kirre…. 🙂

  2. Sam Hawken finde ich am interessantesten,”Die Toten Frauen von Juarez” fand ich auch sehr gut. Ansonsten erschient auch der neue Band aus der Dengler-Reihe von Wolfgang Schorlau, den werde ich mir vielleicht nicht sofort, aber demnächst bestimmt vornehmen.

  3. Sam Hawken ist super, und dieses Buch ganz besonders. Grenzzäune, bewaffnete Grenzer und tote Flüchtlinge gibt es auch auf dem nordamerikanischen Kontinent, an der Grenze zu dem Land, dass zu beinahe 100% aus Einwanderern besteht, dem Land of the free. Sam Hawken setzt die Grenzproblematik perfekt in Literatur um.

    Mechthild Borrmann ist für mich eine der ganz großen Erzählerinnen in Deutschland; tolles buch, auch wenn ich den Geiger noch nen Tick besser fand.

    • Oh, ich wollte auch erst Der Geiger lesen – hab ich sogar schon hier stehen, aber der neue hört sich ja auch spannend an. Mal sehen, vielleicht krieg ich den Geiger ja noch dieses Jahr unter und den anderen pack ich auf meinen Weihnachtswunschliste… hihi….

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