Die dunklen Felle

Krimis, Schafe – und Felle.

London Undercover – Don Winslow

Ein Kommentar

46580
Don Winslow – London Undercover
Verlag: Suhrkamp
370 Seiten
ISBN: 978-3518465806
9,99 €

 

 

 

 

Ich habe zwar mit Philly von Wortgestalt eine Leserunde zu „London Undercover“ gemacht, doch irgendwie möchte ich zumindest kurz meine Meinung dazu schreiben. Zudem hab ich schon lange keine Kurz und Schmerzlos Rezension geschrieben und somit passt das perfekt.

Welch ein Glück, dass sich der Suhrkamp Verlag dazu entschlossen hat, die Neal Carey Reihe, die „Erstlinge“ von Don Winslow, neu zu veröffentlichen. Gut, mit dem roten Buchschnitt sieht „London Undercover“ eindrucksvoll aus, doch ich kann den gefärbten Schnitten nicht sehr viel abgewinnen. Ich habe immer die Befürchtung, dass ich damit Seiten einreiße, da die Seiten ja durch die Farbe zusammenkleben und hab das auch schon mal geschafft. Aber genug vom Aussehen.

Neal Cary soll Allie suchen. Allie ist die Tochter eines Senators, mit Chance auf die Vizepräsidentschaft, und soll fürs Familienfoto wieder in den Schoß der Familie zurückgeführt werden. Die Informationen sind spärlich – gesehen wurde sie in London – und Neal wird losgeschickt. Fast aussichtslos ist das Unterfangen, doch Neal hat noch so einige Tricks drauf.

Winslow erzählt in diesem ersten Band nicht nur den ersten Fall von Neal, den der Leser verfolgen darf, sondern zeigt auch Neals Entwicklung. Seine Ausbildung bei Graham, sein Erwachsenwerden, seine Begabungen. Die Ermittlung ist auch sehr abwechslungsreich – zwischen Warten und ersten Begegnungen, zwischen Hetzjagd und Entzug, mit Verrat und Verwirrungen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei und Langeweile kommt auf keiner Seite auf.

Neal Carey ist dabei der junge, „werdende“ Hardboiled Held mit dem gewissen Extra. Er hat tolle Fähigkeiten – ich wusste ehrlich nicht, dass man einem Menschen statt verfolgen vorfolgen kann – und weiß diese einzusetzen. Er ist durchaus nicht muskelgestählt und beinhart, er ist eher schmal, nicht dürr, aber dünn und zäh. Er weiß auch durchaus was er nicht aushält, aber er kann trotzdem einstecken, wenn es sein muss. Nebenbei ist er aber auch pfiffig und lässt sich nichts vormachen. Und das Extra? Na ja, kann ja nicht jeder angehende Hardboiled Held englische Literatur des 18. Jahrhunderts studieren und sich als Beruf Literaturprofessor wünschen – Neal Carey aber schon!

Fazit:
Ein gelungener Auftakt um Neal Careys ersten Fall, den man keinesfalls verpassen sollte!

4 Schafe

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