Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)

Leserunde: London Undercover – Don Winslow

30 Comments

Winslow London Undercover
Heute beginnt eine weitere Leserunde mit Philly von Wortgestalt und mir. Diesmal haben wir uns ein weiteres Thrillerschmankerl ausgesucht. Wir lesen “London Undercover” von Don Winslow. Und darum geht’s:
46580
Don Winslow – London Undercover
Verlag: Suhrkamp
370 Seiten
ISBN: 9783518465806
9,99 €
Inhalt:
Allie Chase, die minderjährige, rebellische Tochter eines prominenten Senators, ist in die Underground-Szene Londons abgetaucht. Neal hat nur wenige Tage Zeit, um Allie aus dieser Hölle voller Junkies, Drogendealer und Schläger zu befreien, damit sie pünktlich zum Wahlkampf aufgeräumt und strahlend an der Seite ihrer Eltern auftreten kann. Doch was der Untergrund aufzubieten hat, ist nichts gegen das, was Neal an der Oberfläche erwartet – falls er es dorthin zurückschafft…

Falls noch jemand Lust hat, mitzumachen, wir würden uns freuen. Ich weiß, es ist ein wenig kurzfristig, aber auch noch ein, zwei Tage später kann man einsteigen.
Für jeden Leseabschnitt lege ich einen Kommentar an, unter dem dann die Meinung zu dem Abschnitt geschrieben werden kann.
So, und jetzt kann es losgehen.

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30 thoughts on “Leserunde: London Undercover – Don Winslow

    • Uuuh, super, das banner passt ja perfekt! 🙂 *daumen hoch*

      Aaaalso, ich muss sagen, ich bin schwer begeistert bisher. Endlich ist ein Winslow mal so, wie ich ihn mir vorgestellt habe. ^^ Hatte ja bisher ungünstiger Weise nur “Vergeltung” und “Missing. New York” von ihm gelesen und bei beiden gedacht, dass das eigentlich nicht das ist, was ich von ihm erwartet hatte. Aber jetzt ist alles gut. “London Undercover” ist genau so, wie ich es mag. Bisher. 🙂

      Neal Carey ist cool, ich war ganz erstaunt über sein junges Alter, ich hatte eher wieder mit so einem abgeranzten Typen gerechnet, aber der Typ ist ja mal erfrischend. Englischprofessor will er werden, wie sympathisch! 🙂

      Auch die Stimmung ist klasse, der Ton, das Tempo, das passt alles. Ich glaube, das werden vergnügliche Lesestunden! Was man hier im ersten Abschnitt über die Hintergründe von Allies Verschwinden erfährt, hätte ich eigentlich auch so ungefähr erwartet, daher bin ich gespannt, was passiert, wenn Neal sich auf nach London macht. Und man wird vermutlich Stück für Stück noch mehr über die Sache mit Halperin erfahren, das liegt ja nahe. 😉

      • Ja, das will ich doch hoffen, dass wir noch mehr über die Sache mit Halperin erfahren. Da ergeht sich Winslow ja in Andeutungen… 😉

        Mir gefällt der Anfang auch gut. Neal Carey ist ja schon eine Type für sich. Klar, er ist recht jung, aber zeigt auch gleich mal zwei sehr unterschiedliche Seiten. Nennen wir es mal die dunkle Seite mit einer Jugend voll Taschendiebstählen und später Aufträgen für die “Family” und auf der anderen Seite die normale, bodenständige Seite, in der er studiert und Englischlehrer werden will. Vom Charakter her finde ich ihn toll. Sehr sarkastisch und trocken – genau wie ich meine Helden mag. 😉

        Bin ja noch sehr gespannt, was wir über die “Family” so weiter erfahren. Hört sich ja schon sehr nach Geheimbund bzw. -gesellschaft an. Aber irgendwie doch gut. Zumindest bisher. Anscheinend reicht der Bekanntenkreis ja schon recht weit, wenn auch Neals Professor dazu überredet werden kann, Neals Prüfung zu verschieben.

        Und Allie? Da bin ich ja mal ganz gespannt drauf, ob Neal sie findet (wobei ich das schon vermute), aber auch, wie sie so ist. Ob sie tatsächlich so ist, wie man sie jetzt seziert bekommen hat, oder ob sie einen noch überrascht. Aber jetzt gehts dann auf nach London!

        P.S.: “Vergeltung” kenne ich nicht, aber “Missing. New York” fand ich toll. Aber viele sagen ja, dass es nichts bzw. nur eine Fingerübung ist, im Gegensatz zu “Tage der Toten”. Und ja, es ist schon ganz anders. Ich gehe mal soweit “Tage der Toten” als Epos zu bezeichnen. Also vielleicht willst Du da ja mal reinschnuppern und entdeckst mehr Winslow? Also natürlich nur nach “London Undercover”. 😉

      • Das kann ich nur so unterschreiben, so mögen wir unsere Krimi-Helden! 😉

        Bei Winslow war es bisher so, dass ich schon seit mindesten 5 Jahren endlich mal seine Bücher lesen wollte. Natürlich “Tage der Toten” und “Savages”, aber auch die anderen. Letztes Jahr habe ich dann bei LB “Vergeltung” gewonnen und daher war das nun mein erster Winslow. Und ich unterstelle dem Buch bis heute, dass es mit Absicht so eine Militärparade geworden ist, weil ich glaube, dass Winslow damit eine ganz gezielte Aussage treffen wollte. Aber dennoch war es mir viel zu sehr Hollywood-Kino und nicht das, was ich von Winslow erwartet hätte. Immer, wenn ich einen Winslow im Laden in der Hand hatte, hatte ich eine ganz bestimme Vorstellung davon, wie die Geschichten sind, die Stimmung, die Figuren, eben das raubeinige, dreckige, eben hard-boiled und “Vergeltung” war einfach nur Aktion-Kino. Deshalb dachte ich dann, “Missing. New York” müsste ja eigentlich so sein, wie gedacht, deshalb hatte ich das dann im Herbst letzten Jahres gelesen. Und das war zwar nett gemacht, aber eben nicht mehr, war eigentlich ganz schön gerade und Mainstream und ich hätte einfach mit mehr Dreck und Rotz und mehr Ecken und Kanten gerechnet, “Missing” war mir viel zu glatt. Aber ich war mir nach wie vor sicher, dass Winslow eigentlich nicht das ist, was diese beiden Bücher mir gezeigt haben und so hatte ich dann beschlossen, mir im neuen Jahr, also jetzt 2015, seine älteren Bücher vorzunehmen, da ich wusste, dass ich da eher das finden würde, wonach ich suchte. Und “London Undercover” beweist das ja gerade und definitiv werde ich dann auch noch “Tage der Toten” lesen, das steht ja sowieso schon ewig auf meiner Liste, man lässt sich nur immer zu leicht ablenken von anderen Büchern… Also was ich eigentlich sagen wollte, auf Winslow habe ich schon große Stücke gehalten, bevor ich seine Bücher überhaupt gelesen habe, und auch wenn “Vergeltung” und “Missing” nicht an das waren, womit ich gerechnet hätte, wusste ich, dass seine anderen Bücher besser sein werden und ich sie lesen mag! 🙂

      • Man kann also fast sagen, dass Du Dich bei Winslow von unten nach oben liest. Wie gut, dass der Suhrkamp Verlag jetzt den Neal Carey Zyklus neu auflegt – und das auch noch vollständig. Ursprünglich sind ja nur drei Teile übersetzt worden. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht mehr, mit welchem Winslow ich angefangen habe, aber Tage der Toten kann ich nur empfehlen. Sehr gut hat mir auch Bobby Z gefallen. Ich hab aber auch noch ungelesene Winslows im Regal – wie Du schon sagst, es gibt einfach so viele gute Bücher. Man kommt gar nicht hinterher. 😉

    • Hihi, genau, und das immer mit dem Urvertrauen, dass die älteren Bücher von Winslow mich umhauen werden, ich muss sie nur endlich mal lesen. Und wie gut, dass sich das hier nun bewahrheitet. ^^

  1. Abschnitt 2: S. 66 – 136

    • Hui, ich bin ein bisschen verknallt! 🙂 Also in das Buch!! Es ist so großartig, ich bin schwer begeistert, das ist aktuell genau die Art von Lektüre, die ich bevorzuge, Neil Carey kann sich direkt zu Kemal Kayankaya und Joe Kurtz gesellen, wobei dieses Trio definitiv “too big” wäre, um in irgendeinen Roman zu passen! ^^

      Was mir besonders gefallen hat, waren jetzt die Kapitel, die sich mit Neals Vergangenheit beschäftigen. Ich fand es schön, dass sich Winslow hier die Zeit genommen hat, Neals “Ausbildung” zu schildern und die Bindung zwischen ihm und Graham zu entwickeln, das bringt mir die Figuren noch viel näher und so hat die Geschichte auch ein schönes Polster und nicht “nur” den aktuellen Fall.

      Auch die ganzen Verwicklungen mit der “Familie” lesen sich spannend, ich hab ja da eine Schwäche für diese mafiösen Strukturen entwickelt, also in Romanen, selbstverständlich, ich mag das gern lesen. ^^ Mit der Suche nach Allie in London wird es nun ja erst richtig losgehen, bin gespannt, was die Figur zu erzählen hat, sobald sie auftaucht.

      Und Neals liebe zur Literatur finde ich großartig sympathisch, das lässt das Buch im Kurs nur noch zusätzlich steigen! 😉

      • Puh, da hab ich mal daneben gelegen. Ich dachte, es geht direkt nach London, aber jetzt ging es erstmal in die Vergangenheit. Du hast natürlich recht damit, dass die Ausbildung schon viel von Neal zeigt und man ihn so auch besser kennen lernen kann. Aber schön zu sehen, dass er nicht nur ein gewiefter, kluger Taschendieb ist, sondern auch ein ganz normaler Teenager und Rotzlümmel, der gerne zu Dates geht. Da zeigt sich mal wieder, dass er einfach zwei Seiten hat.

        Und schon ganz schön beeindruckend, was man bei Graham alles lernen kann. Jemandem vorfolgen oder einen Raum lesen – das ist schon die hohe Kunst des Verbrechens. Nun ja, zumindest der Beginn davon, denn die Fähigkeiten können ja auch anderweitig nützlich sein – beim Suchen von Kontaktlinsen z. B. 😉

        Joe Kurtz und Kemal Kayankaya – da wirfst Du zwei Namen ein, die ich zwar schon gehört habe aber immer noch nicht kenne (so viel zum Thema, es gibt einfach zu viele Bücher!). Spontan landet Joe Kurtz jetzt wieder mal vorne auf der Wunschliste… hoffentlich klappt es irgendwann.

        So, jetzt will ich aber nach London! So gut mir die Tiefe von Neal, die Winslow beschreibt, gefällt, jetzt möchte ich los. Allie suchen. Allie finden. Und dann am besten noch einige Überraschungen erleben. 😀

      • Jip, auf geht es, London wir kommen! Ist schon wieder sehr clever gemacht vom Herrn Winslow, durch den Abschnitt hier mit der Vergangenheit ist man jetzt richtig heiß auf die Suche nach Allie! Das wäre vielleicht weniger ausgeprägt, hätte er beides parallel erzählt. Also, sehr raffiniert den Leser gelenkt! 😀

      • Achso, ja, fast vergessen, also Joe Kurtz fand ich ziemlich cool, hatte beim Lesen so richtig schönes Sin City-s/w-Kopfkino. Ist eine Trilogie und die habe ich letztes Jahr quasi inhaliert. ^^ Und Kemal Kayankaya, der Privatdetektiv von Jakob Arjouni, da bin ich auch gerade frisch verliebt in die Reihe, Band 2 ist schon gelesen und Band 3 liegt schon hier, da gibt es insgesamt 5 Bücher, aber sehr überschaubar was die Seitenanzahl betrifft, liest sich flott weg.

      • Hmmm…. na dann muss ich mir Jakob Arjouni wohl auch auf die Wunschliste setzen, wenn Du so von ihm schwärmst.

      • Jaaaaa, mach das! 🙂 Wenn man Privatdetektive mag, kann da eigentlich nicht viel schiefgehen und sei es nur zu investigativen Recherchezwecken, Arjouni kann man, glaube ich, so oder so mal gelesen haben. Also so fürs Gesamtbild der Krimilektüre.

    • Schon komisch, wie eine Suche fürchterlich anstrengend und zugleich zermürbend langezogen sein kann. Nun ist Neal also in London und bringt erstmal das Hotelpersonal und den ‘hauseigenen’ Polizisten gegen sich auf, weil er die Nutten im Dauerlauf anmarschieren lässt. Herrlich komisch!

      Und dann streift er stundenlang, tagelang durch London. Nur durch die ominöse Telefonzelle zeitweise an einen Ort festgenagelt und in der Hitze brütend. Tage, Wochen vergehen und das Ziel, dass eigentlich in noch weiter Ferne war und gut zu erreichen, rückt gleichzeitig näher und immer weiter weg. Kann ja keiner drauf kommen, dass der Drogendealer mit seinen Freunden einen netten Trip nach Frankreich unternimmt – natürlich ausgerechnet in den Tagen/Wochen, in denen Neal Allie sucht. Da hat Winslow wirklich ein paar herrliche Schoten eingebaut.

      Tja, und nun hat er sie gefunden. So rein zufällig. In einem Restaurant. Und er schnappt sie sich nicht nur einfach. Er schmuggelt sich in die Truppe. Findet fast schon Gefallen an Colin. Die Szenen in der Disco waren ja fast schon surreal – mit Punkmusik und Drogen untermalt. Drin ist er jetzt – aber wie bekommt er Allie da raus?

      Ich hätte mir die Suche anders vorgestellt. Mehr mit Hinweisen, denen Neal nachjagt und immer wieder in Sackgassen tritt, bevor ein weiterer Hinweis weiterführt usw. Doch er schlendert auf seiner Suche ja fast schon gemütlich durch London. Und hat verdammtes Glück Allie einfach so zu sehen. Wie er sie jetzt wohl aus der Gruppe rauslöst? Ob der angedeutete Plan, ihr Colin zu verleiden, aufgeht? Irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen. Das wäre doch langweilig und Winslow ist ja vieles, aber langweilig sicher nicht!

      • Ja, ich habe mir die Suche nach Allie auch ganz anders vorgestellt und finde es deshalb schon wieder gut, dass es hier eben ganz anders passiert ist. Aber komischer Weise hat sich auch Neals fruchtlose Zeit in London nicht langweilig gelesen, die Wochen sind ähnlich schnell verflogen wie es ja auch im echten Leben manchmal so ist und man hat eine ganz gute Ahnung davon bekommen, wie zermürbend die erfolglose Suche bis dato für Neal war.

        Und nun Allie. Ich finde es im Moment noch ganz spannend, dass sie eher aus der Distanz beschrieben wird. Collin kennt man ja nun fast besser als Allie, aber das passt. Hätte Neal jetzt gleich ne dicke Bindung zu Allie aufgebaut, wäre es unglaubwürdig geworden. Und ich ahne auch schon, mit was er Collin ködern könnte, aber das wäre ne ganz schön fiese Nummer. Andererseits ist er auch nicht dazu da, Allies bester Freund zu werden, sondern sie nach Hause zu holen. Wobei man sich ja wirklich fragen muss, ob Neal das wirklich durchzieht. Er scheint ja doch ein Typ mit Grundsätzen zu sein und Allie zu ihrem “Vater” zurückzubringen, muss ihm doch auch gehörig gegen den Strich gehen. Eher noch zur Mutter, damit die beiden sich aussöhnen können.

        Hm, spannende Sache!! Ich konnte gestern leider nur wenige Seiten lesen, weil der Tag so vollgestopft war, aber ich werd mich nach dem Frühstück direkt wieder ans Buch setzen, mag schon gern wissen, wie sich die Geschichte ausgeht! 😀

        Achso, ja, das Punkkonzert war schon echt gut beschrieben, kam mir vor wie bei den Sex Pistols, nur halt in den 90ern. Kam mir ziemlich authentisch vor, so die Clubatmosphäre, die Leute, den Moshpit konnte ich mir richtig schön vorstellen, wobei mich persönlich das ganze Herumpogen bei Konzerten ja tierisch stresst. 🙂 Und ich muss immer lachen, wenn ich das bei Konzerten im Fernsehen sehe (wenn im Sommer dann so Mainstream-Festivals übertragen werden), wo es überhaupt nicht zur Band/zum Musikstil passt. Aber ganz die coolen Kids, da kann man auch schon mal bei den Sportsfreunden Stiller pogen! 😉 Wobei, das ist auch gehässig, ist ja eigentlich cool, wenn die ihren Spaß da haben, egal, ob das nun passt oder nicht.

      • Puh, schwierige Frage. Eigentlich denke ich ja nicht, dass er Allie in die Fänge ihres Stiefvaters zurück gibt. Aber ihre Mutter macht sich ja schon Sorgen und die will Allie bestimmt wiedersehen. Aber wie macht man das? Der Mutter die Tochter zurückbringen, aber dem Stiefvater sie vorenthalten?
        Hört sich vielleicht auch komisch an, aber wenn Allie erfährt, dass er “nur” ihr Stiefvater ist, dann nimmt ihr das vielleicht ein bisschen die Verzweiflung und gibt ihr Lebenswillen zurück. Na, mal sehen.

    • Tja, wer hat Neal da wohl gelinkt? Hoffentlich nicht Graham!!! Bin gespannt, welche Motive dahinter stecken! Muss weiterlesen, bin jetzt aber erstmal unterwegs, werd also eher morgen das Finale erleben. *zähneknirschend davontrab*

      • Hmm… ja, wer da wohl noch seine Finger im Spiel hatte? Ich kann ja Levine nicht leiden, aber irgendwie kann ich es mir nicht so recht vorstellen. Vielleicht doch der Senator mit seinem Gehilfen Richmond? Das könnte ich mir wiederum gut vorstellen. Graham war es bestimmt nicht – da würde Winslow an meinen Grundfesten knabbern, wenn Graham es gewesen wäre. Er hat Neal über Jahre ausgebildet und wie einen Sohn behandelt – was für eine linke Socke wäre er, wenn er Neal jetzt linkt? Nein, das geht nicht in meinen Kopf. Basta.

        Colin tut mir ja fast schon ein wenig leid. Klar, er wollte Neal auch linken und das ohne mit der Wimper zu zucken. Aber der hat sich ja wirklich alles verbockt und hat jetzt noch den Chinesen an der Backe. Ich sehe da mal schwarz für ihn. Dafür ist Vanessa ja fast schon zur Hochform aufgelaufen, dafür das man von ihr sonst kaum etwas mitbekommen hat.

        Und nun? Jetzt schauen wir mal, ob der kalte Entzug wirkt und wie es dann weitergeht. Ich kann mir immer noch nicht so richtig vorstellen, dass Neal Allie zu ihrem Stiefvater zurück gibt. Und wer will den schon als Vizepräsident? Pfff.

        Ach ja, und: nur keine Hektik, wenn ich weiß, Du kommst heute nicht mehr zum Lesen, dann lass ich es heute auch. Na ja, zumindest in “London Undercover”. So können wir morgen das Finale gemeinsam genießen. Ich mach mich dann an “Night Train” – auch wenn das in Deinem Monatsrückblick des schlechteste Buch war (aber immerhin noch mit 60%), will ich doch wissen, wie es ist. 😉

      • Die Figur des Colin hat in mir kein Mitleid wecken können, fand ihn recht klar gezeichnet, wenn auch etwas einseitig, aber schon eben als den skrupellosen, egoistischen Dealer, der nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist und jegliche Gefühlsregung gegenüber Allie ja eher auf Besitzansprüchen beruht als auf Zuneigung.

        @Night Train: Das Buch war trotzdem gut, hatte im letzten Monat einfach zu viele harte Konkourrenz. 😉 Aber es war schon sehr speziell und eigen, aber das hatte auch seinen Charme. Meine Rezension dazu ist nächste Woche fällig, bin schon gespannt, wie Du es finden wirst. Du hast da ja bessere Vergleichsmöglichkeiten, weil Du auch “Es gibt keine Toten” kennst.

      • Ja, das mit dem Fast-Mitleid gibt sich dann auch im letzten Leseabschnitt wieder. Da hat er es ganz schön versaut und erfüllt damit aber auch das letztendliche Klischee des dämlichen Drogendealers und Zuhälters. Na ja, Hauptsache er hat in die Geschichte reingepasst und Spannung verursacht.

        Zu Night Train: Ja, dass das Buch speziell und eigen ist, habe ich schon gemerkt. Anne Kuhlmeyer hat doch ihren ganz eigenen Stil. Das war auch schon “Es gibt keine Toten” so, wobei es hier extremer ist. Aber mal sehen, wie es so noch so weitergeht. Ich hab erst so die Hälfte. Bin schon auf Deine Rezension gespannt – die Prozente kenne ich zwar, aber ein bisschen mehr will ich schon noch dazu lesen. 😉

    • So, fertig! 🙂 Danke, dass Du auch eine kleine Pause eingelegt hast! Mir hat das ja gestern gar nicht behagt, dass ich nicht weiterlesen konnte, aber so gab es heute Vormittag den letzten Abschnitt in einem Rutsch zu lesen, das hatte auch was!

      Und das Ende war schon irgendwie toll gemacht, fand ich. Ich hatte bis zuletzt keine genaue Vorstellung davon, was Neal plant, das hat mir gefallen. Und auch die genauen Umstände um diesen schmierigen Typen Lombardi haben sich ja erst ganz zum Schluss ausgeklärt, und auch hier hat es mir gut gefallen, wie Winslow da seine Figuren übers Schachbrett geschoben hat. So diese kleine Kniffen und Wendungen mit doppeltem Boden mag ich ja sehr, mitraten ist zwar fein, aber mal einfach den Autor machen lassen und sich auf die Auflösung freuen, auch. 😀 Ja, doch, also das Ende gefällt mir.

      • Ich hab den letzten Abschnitt gerade eben zu Ende gelesen und muss sagen, dass mich das Ende doch noch überrascht hat. Eigentlich hat es ja recht entspannt und fast idyllisch angefangen, mit Neal und Allie in dem Cottage. Und dann hat Winslow immer so kleine Einblicke nach London und in die USA gegeben, so dass das Spannungslevel gehalten wurde.
        Und ich finde es auch sehr schön, dass Winslow da noch einige Kniffe eingebaut hat und mich überraschen konnte.
        Ich errate nicht sehr oft, wie ein Buch ausgeht und darüber bin ich ehrlich gesagt auch froh, bei Krimis würde einem das doch irgendwie ein bisschen den Spaß versauen. Aber wenn der Autor es schafft, am Ende noch einige Unabwägbarkeiten und Überraschungen einzubauen finde ich das doppelt gut.
        Mir hat das Ende auch gefallen. 😀

    • Irgendetwas sagt mir, dass ich Band 2 schon recht bald lesen werde. 😀 Ein, zwei Bücher dazwischen zum Kopf durchpusten und dann schnell den nächsten Fall von Neal Carey lesen!!

      Ich bin begeistert, mir hat der Stil und der Ton sehr gut gefallen, ich mochte die Figuren, insbesondere Neal und Graham natürlich, aber auch Levine hat sich am Ende bei mir dazugesellt und auch der Dr. Ferguson war raffiniert eingesetzt worden. Ich bin mehr als happy, dass es sich hier um Reihe handelt, viele der Figuren möchte ich unbedingt wiederlesen, der Chef der Family hat ja nun scheinbar auch mehr Facetten als zunächst gedacht und überhaupt scheint das Team dort noch viel zu bieten zu haben.

      Außerdem mochte ich den Literatur-Einschlag sehr!! Ein Privatdetektiv, der Bücher liebt, das ist ja im Prinzip sowas wie die perfekte Figur für meinen Lesegeschmack! 😉

      • Oh ja, da kann ich nur zustimmen. Und glücklicherweise liegt Band 2 hier schon bereit.
        Ich finde Neal Carey ist eine tolle Figur und auch ich möchte die Reihe gerne fortsetzen. Aber ich finde es gut, dass es “nur” fünf Teile sind – Du weißt ja bestimmt, dass ich auch immer für Standalones – in dem Fall für Fünfalones – bin. 😀
        Ich will mal hoffen, dass Neal seine Ausbildung fortsetzen kann und dann als Englischlehrer / professer arbeiten kann. Wobei ich mir vorstellen könnte, dass es dann nicht mehr so einfach für ihn ist, seinen zweiten Job, bei der Familie, auszuüben. Vielleicht spielen alle fünf Teile aber ja auch noch zu seiner Studentenzeit? Aber wir werden sehen, wie Winslow das hinkriegt. Ich bin jedenfalls schon gespannt.

    • Ja, ich bin auch tierisch neugierig, habe gerade den Fehler gemacht und einen Blick auf die Klappentexte der bisher angekündigten Bände anzusehen, das war mir zum jetzigen Zeitpunkt schon zu viel Information, hab schnell wieder weggeklickt! 😉 Aber ich bin gerade zum Bücherregal gewandert und habe “China Girl” schon mal rausgelegt, noch zwei Rezensionsexemplare und dann wieder Winslow! 😀

      Endlos-Reihen müssen auch echt nicht sein. Ich liebe Reihen, aber man muss auch wissen wann Schluss ist und wenn es am schönsten ist, soll man ja bekanntlich aufhören! 😉 Stand-Alones mag ich genauso. Hauptsache gute Geschichte! 🙂

      • Stimmt – Hauptsache der Inhalt passt.
        Aber mit fünf Teilen bin ich glaub ich ganz zufrieden. Das wäre auch für andere Reihen eine gute Menge gewesen – man muss halt wissen, wann man aufhören muss und das Thema / den Held nicht bis zum Ende auslutschen.

        Tztztz… nicht vorschauen. 😀

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