Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)

Ein Oxford Schmankerl: Die Toten vom Magdalen College – Katharina M. Mylius

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Katharina M. Mylius – Die Toten vom Magdalen College
Verlag: Goldfinch
252 Seiten
ISBN: 978-3940258397
11,95 €

 

Der Goldfinch Verlag veröffentlich nur Bücher, die die Britischen Inseln zum Thema haben. Hier finden sich Reiseführer, aber eben auch Krimis, genauer gesagt Cosy Krimis. Von Mara Laue und Goldfinch habe ich schon zwei Bücher gelesen und der dritte liegt schon auf dem ungelesenen Bücherstapel und nun habe ich zu Weihnachten „Die Toten vom Magdalen College“ von Katharina M. Mylius geschenkt bekommen. Da habe ich mich sehr gefreut, denn ich arbeite „hart“ daran, mich durch das Verlagsprogramm zu lesen. 😉

Beim Alumni-Dinner am ehrwürdigen Magdalen College in Oxford bricht ein Mann zusammen – vergiftet. Als Täter kommen eigentlich nur die Serviererin oder die umsitzenden Gäste in Frage. Fünf ehemalige Kommilitonen, teils noch gut befreundet, des Toten: Counciller Jules McCann, einer der Kanditaten zum nächsten Lord Mayor. Heidi Green, alteingesessene Oxforderin, ermittelt gemeinsam mit ihrem neuen Kollegen Frederick Collins und stößt bald auf ein dunkles Geheimnis in der Vergangenheit der illustren Clique.

„Die Toten vom Magdalen College“ ist ein klassischer Cosy. Es geht weniger um die Action und Spannung, sondern um Gespräche mit Opfern, Verdächtigen, Zeugen, um sympathische Ermittler und eine heimelige Atmosphäre. Das alles bietet der Krimi von Frau Mylius. Fangen wir mal mit dem Setting an. Ich war ja schon mal in Oxford und trotzdem konnte ich hier noch einiges lernen. Dadurch, dass Frederick Collins neu in Oxford ist, hat Heidi Green die Chance ihm nicht nur die Sehenswürdigkeiten zu zeigen, sondern auch Lokalkolorit und Eigenarten der Oxfordianer in die Gespräche einzubauen. Man fühlt sich fast schon nach Oxford versetzt, als würde man auf dem Rücksitz bei Heidi und Frederick mitfahren. Für mich als Großbritannien-Fan ein wahres Schmankerl!

Ein wenig bin ich ja schon auf die Ermittler eingegangen. Heidi Green ist verheiratet und hat Zwillinge, beide noch ziemlich jung und ist somit auf die Unterstützung ihres Mannes und der Großeltern angewiesen. Frederick Collins ist nach Oxford umgesiedelt, als er von seiner Freundin verlassen wird und ist demnach nicht immer in guter Stimmung. Die beiden müssen sich erst mal ein bisschen beschnuppern und sind auch mal ungleicher Meinung. Beide werden auch mal vom jeweils anderen ausgebremst, aber an sich raufen sie sich gut zusammen. Sie sind beide sympathisch, doch ich gebe zu, dass ich mir ein wenig mehr Ecken und Kanten gewünscht hätte, auch wenn es sich um einen Cosy handelt.

Die Handlung ist klassisch. Es gibt einen bestimmten Täterkreis und das obwohl der Mord auf einem recht großen Dinner stattgefunden hat. Letztendlich hatten nur die Umsitzenden die Möglichkeit, das Opfer zu vergiften. Die Verdächtigen waren alle im gleichen Studienjahr und eine Clique. Alle sind recht versnobt und nach und nach kristallisiert sich heraus, dass sie ein dunkles Geheimnis hüten, welches zu ihrer Studienzeit passiert ist. Ehrlich gesagt, finde ich das Geheimnis, als es dann gelüftet wird, nicht sonderlich spannend. Allerdings wurde es sehr gut gehütet und bis dahin steigert sich die Spannung, weil man eben einfach wissen will, was damals passiert ist. Das Geheimnis selbst… na ja, wie gesagt, nicht so richtig spannend. Allerdings natürlich der Grund für die Tat. So ein vergangenes Ereignis eignet sich einfach immer herrlich für späte Rache – und so ist es auch hier. Nebenbei hat die Autorin sehr schön eine zweite Spur eingebaut: Geld und Erpressung. Die Auflösung war mir dann fast zu schnell, aber der Fall schließt sich schön ab.

Fazit:
Ein klassischer Cosy-Krimi mit sympathischen Ermittlern, einem kleinen illustren Täterkreis und einem wundervoll dargestelltem Oxford. Von mir gibt es 4 Schafe!

4 Schafe

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