Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)

Gleiches Schema, anderes Lebensmittel: Tödliche Oliven – Tom Hillenbrand

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9783462046953
Tom Hillenbrand – Tödliche Oliven
Verlag: KiWi
320 Seiten
ISBN: 978-3462046953
9,99 €

 

 

 

 

Als allererstes muss ich mich ein wenig über den Titel auslassen. „Tödliche Oliven“ – wie fürchterlich albern der Titel doch ist. Was kommt denn als nächstes: „Mörderisches Toastbrot“ oder „Meuchelnde Salami“? Bisher waren die Titel kulinarisch angehaucht, aber dennoch stilvoll. Vor allem aber wusste man nicht von vornherein um welches Produkt es ging. „Tödliche Oliven“ finde ich einfach nur albern. Hat sich Tom Hillenbrand den Titel wohl selbst ausgedacht oder stammt der aus dem Verlag? Nun gut – genug davon, kommen wir zum Inhalt.

Xavier Kieffer will mit einem alten Freund seinen jährlichen Trip nach Italien antreten, um herrlichen Wein und köstliches Olivenöl zu testen und für sein Restaurant zu kaufen. Doch als Xavier reisebereit bei Alessandro ankommt, ist niemand da. Durch seine Frau erfährt er, dass Alessandro schon vor zwei Tagen plötzlich und überhastet nach Italien aufgebrochen ist und seitdem nicht erreichbar ist. Xavier macht sich natürlich auf die Suche nach ihm.

Aus diesem Grund spielt ein großer Teil des Krimis diesmal in Italien und natürlich geht es um Oliven und Olivenöl – das verrät ja schon der Titel. Wie in jedem Krimi um Xavier habe ich wieder viel um kulinarische Güter gelernt – diesmal eben um Olivenöl. Oder wusstet ihr, dass es gar nicht genügend Oliven gibt für all das Olivenöl, welches verkauft wird, und es aus diesem Grund oft mit Haselnussöl gestreckt wird? Ich wusste es jedenfalls nicht. Bei Herrn Hillenbrand geht es – unter dem Deckmantel der kulinarischen Genüsse – eigentlich um Wirtschaftsverbrechen. Es fängt immer ganz harmlos an und wuselt sich dann durch ein Geflecht von privaten Sorgen, kleinen Firmen bis zu verschlungenen Konzernwegen. So ist es auch in diesem Fall und da Xavier „nur“ Koch ist, kann der Leser dem Weg ohne Probleme folgen, da auch Xavier sich einiges erklären lassen muss.

Xavier selbst ermittelt wie immer ohne sich einer Gefahr oder gar einem Fehlverhalten bewusst zu sein und treibt die Polizei – diesmal die hübsche Lobato – bis zur Weißglut. Über seine Ecken und Macken habe ich schon das letzte Mal genug geschrieben. Mir bleibt nur zusammenfassend zu sagen: er ist wie immer – charmant, neugierig, stur. Valerie kommt diesmal nur selten vor, dafür lernen wir Lobato besser kennen – zumindest ein wenig.

Das Buch war in einem Tag ausgelesen, hat allerdings auch nur etwas über 300 Seiten. Es war recht spannend, wenn auch nicht sonderlich überraschend und brachte auch nichts Neues. Herr Hillenbrand setzt auf sein bewährtes Konzept und tauscht nur das Lebensmittel aus. Nicht unspannend, aber eben auch nichts Neues. Da hat Herr Hillenbrand dieses Jahr wohl sein Pulver schon in „Drohnenland“ verschossen. 😉

Fazit:
Der charmante Xavier Kieffer löst wieder einen interessanten Fall um Kulinarisches – spannend, aber nichts Neues. Von mir gibt es 3 ½ Schafe.

3 und ein halbes Schaf

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