Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)

Unzufriedenheit und damit einhergehende Entscheidungen

6 Comments

Ich bin unzufrieden.
Unzufrieden mit der Rezension, die ich am Mittwoch zu “Totenleuchten” von Klara Nordin gepostet habe. Ich war schon unzufrieden damit, als ich sie geschrieben habe, erst recht nach dem Posten. Nach dem kleinen Kommentaraustausch mit meiner Bloggerkollegin von My Crime Time und einem Gespräch im Freundeskreis bin ich noch unzufriedener und habe beschlossen, diesen Zustand zu ändern.

Fangen wir mal mit der Rezension zu “Totenleuchten” an sich an. Die wird jetzt mal gnadenlos runtergestuft. Ich bin mir noch nicht sicher, ob es 3 Schafe sind oder vielleicht doch eher weniger – so 2 oder 2 1/2. Der Text selbst drückt meine Unzufriedenheit ja schon aus und die gute Schafbewertung hat er nur im Vergleich zu vorigen Rezensionen bekommen, weil ich ihn nicht schlechter bewerten wollte, wie z. B. Nané Lénards “SchattenTod”, da mir der noch weniger gefallen hat.

Aber meine Lesermeinung hat sich durch das Bloggen verändert und ich möchte das nun auch in meinen Rezensionen und Bewertungen widerspiegeln. Ich hab zwar schon vor meinem Blog einige Rezensionen (ach ja, hiermit möchte ich keinen professionellen Anspruch erheben – bei mir steht das gleichbedeutend mit Lesermeinung) verfasst, aber in den letzten Monaten ist das natürlich exponentiell angestiegen. Ich mache mir einfach viel mehr Gedanken darüber, was mir letztendlich an einem Buch gefallen hat und was nicht. Ist ja logisch, denn schließlich möchte ich Euch ja meine Meinung mitteilen und auch ausführen können, warum ich das Buch mag oder nicht.

Aus diesem Grund werde ich mein Bewertungssystem ab sofort straffen. Es wird keine Vergleiche zu vorher geben. Wenn ich ein Buch jetzt schlecht finde, dann ist das eben so und wird nicht im Vergleich bewertet. Nichtsdestotrotz werde ich bei meinen 1-5 Schafen bleiben. Ich überlege noch, ob ich ein Sonderschaf für eine “absolute” Kaufempfehlung vergeben möchte – hierunter würde bis jetzt nur Dominique Manottis “Ausbruch” fallen – aber ich bin noch unschlüssig.

Ich werde allerdings – bis auf bei “Totenleuchten” – keine nachträgliche Neubewertung vornehmen. Ich denke, man kann und darf durchaus sehen, dass sich mein Lesegeschmack verfeinert hat und sich dies auch in den Bewertungen widerspiegelt.

Ach ja, eine weitere Neuerung habe ich schon still und heimlich umgesetzt und zwar habe ich bei “Totenleuchten” schon auf den Inhalt verzichtet. Ich denke, damit spare ich mir Zeit und vermute, dass viele es eh nicht lesen, bzw. sich dann auch einfach den Klappentext durchlesen können. Ich habe diesen Teil bisher auch nur eingefügt, da ich doch oftmals mit dem Klappentext nicht zufrieden bin. Aber es hindert mich ja keiner dran, diese Unzufriedenheit dann im Meinungsteil kund zu tun.

So, jetzt fühl ich mich schon viel zufriedener.
Meinungen? Kommentare? Ich bin für alles offen und bereit – immer her damit!

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6 thoughts on “Unzufriedenheit und damit einhergehende Entscheidungen

  1. Pingback: Totenleuchten – Klara Nordin | Die dunklen Felle

  2. Finde ich gut. 🙂 Es ist ja nun auch so, dass sich der Lesegeschmack im Laufe eines Leselebens verändert. Vollkommen normal. Da bewertet man irgendwann meistens auch anders. Nachträglich würde ich allerdings auch nichts ändern (höchstens beim Aulöser, also so, wie du es machst), denn das ist ja das Interessante an einem Blog: er zeigt mit jedem Posting den Ist-Zustand. Das kann man dann als kleine eigene Lesechronologie ruhig so stehen lassen. Finde ich. Übrigens: weil ich weiß, dass sich auch bei mir der Geschmack und die Strenge der Bewertungen ständig verändern, habe ich bei mir erst gar kein Bewertungssystem eingeführt. Erleichtert die Sache ungemein. 😉

  3. Ich finde es gut – und mutig. Zum einen spiegelt eine Rezension ja Deine Meinung wieder und die sollte nicht von vorigen Rezensionen beeinflusst sein. Zum anderen ist es ja so das man sich weiterentwickelt, wenn man sich länger und intensiver mit einem Thema beschäftigt. Damit ändert sich der Blickwinkel, die “Erfahrung” die man mit dem renzensieren hat etc. Außerdem finde ich es als Leser Deines Blogs richtig gut, dass Du Dir Gedanken um die Qualität Deiner Rezensionen machst. Schließlich lege ich ja einen gutes Stück Wert darauf hier gut informiert zu werden. Und da ist es mir persönlich auch wichtig auf die Perlen aufmerksam gemacht, vor dem Schrott gewarnt und auf den Mainstream hingewiesen zu werden. Es ist einfach immer zu allen lieb und nett zu sein, aber es macht einen guten Blog bzw. eine gute Rezension aus, kritisch zu hinterfragen. Das jedes Buch toll ist und ich es unbedingt lesen muss, macht mir ja schon die Werbung auf dem Cover klar 😉
    Also – Daumen hoch!

  4. Ich zitiere dich mal kurz: “Ich denke, man kann und darf durchaus sehen, dass sich mein Lesegeschmack verfeinert hat und sich dies auch in den Bewertungen widerspiegelt. ”

    Der Satz bringt es so gut auf den Punkt!! Und ich kann Dir da nur zustimmen!!! Auf ganzer Linie. Deine Entscheidung und die Umsetzung finde ich gut getroffen und gut gelöst!!

    Ich hadere mit den Bewertungen der Bücher manchmal mehr, manchmal weniger. Wenn es mir sehr schwer fällt, herauszufinden, wie schlecht oder wie mittelmäßig oder auch wie gut ein Buch war, dann habe ich ja mein 9-Punkte-System, das kennst Du ja von meinen Rezensionen. Da vergebe ich einfach nüchtern die Sterne für jeden Aspekt, der mir persönlich wichtig ist und am Ende sprechen die nackten Zahlen einfach für sich. Wenn dann nur 1,89 durchschnittliche Punkte herauskommen, dann brauch ich über die 3 Sterne nicht mehr zu grübeln.

    Ich hatte es auch schon in Erwägung gezogen, die Stern-Bewertung bei meinen Rezensionen wegzulassen. Aber ich weiß, dass ich oft sehr schwammig schreibe und denke, dass es für Leser auf der Suche nach Buchtipps praktisch ist, einfach in der Seitenleiste nach den Büchern zu schauen, die von mir 4 oder 5 Sterne bekommen haben, um sich einen Eindruck von meinem Lesegeschmack zu machen oder sich Buchtipps herauszusuchen. Und letztlich stehe ich ja dann doch bei Amazon, LovelyBooks und goodreads wieder vor dem gleichen Dilemma, denn da gibt man ja auch schlussendlich nach diesem Muster die Bewertung ab.

    • Als ich den Beitrag geschrieben habe, hab ich schon auch an Dein Bewertungssystem gedacht. Schließlich stromere ich ja doch ab und an durch Deinen Blog. Ich finde es gut, dass Du durch Deine Kategorien zu der Gesamtpunktzahl kommst. Bei mir ist das eher intuitiv nachdem ich die Rezi verfasst habe. Aber auch ich will meine Schäfchen erstmal behalten. Aber wer weiß – vielleicht sieht das in einem halben Jahr schon wieder anders aus? 😉

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