Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)

Mal so nebenbei bemerkt…

3 Comments

Heute ist mir mal wieder etwas aufgefallen, was mich schon seit längerem ärgert und da ich jetzt einen Blog habe, kann ich meinem Ärger einfach mal Luft machen.

Früher hat man seine Empfehlungen im Buchladen geholt – das funktioniert auch heute noch. Ist aber einfach eingeschränkt, was ich natürlich verstehe. So ein Buchhändler hat natürlich nicht nur Krimi- und Thrillerfans und schon gar nicht kilometerweise Platz, so dass die Auswahl an verfügbaren und mir gefallenden Titeln mitunter recht eingeschränkt ist.
Heute holt man seine Empfehlungen von Blogs oder auf Facebook und natürlich wird man von den Buchhändlerseiten gnadenlos verfolgt und erhält dann vor allem nach Weihnachten immer sehr komische Empfehlungen (nein, ich höre keine Andrea Berg, lese kein (nun gut, kaum) Fantasy und besitze keinen Webergrill – aber echt toll, was es da so alles gibt:-(). Egal – das ist jetzt nicht das Thema, wo ich drauf hinaus will.

Denn früher gab es in Büchern am Ende immer noch Empfehlungen (so ganz ohne dass ein Programm im Internet alle meine Vorlieben filtert und mir das vorschlägt, von dem er denkt, das es mir gefällt). Auf den letzten Seiten hat man da sagen wir mal 3 – 20 Buchempfehlungen bekommen, die im gleichen Genre spielen und die einem gefallen könnten, wenn man das gerade beendete Buch gelesen hat. Beim Internethändler ist das dann aber nicht mehr auf das eine Buch abgestimmt sondern auf jegliche Bücher, die ich gekauft, angeschaut, angeklickt oder auch nur mit der Maus drüber gefahren bin.

Ich vermisse meine Empfehlungen am Ende und ich will die wieder haben – ich habe da oft Schätze gefunden, die mir keine Buchhandlung oder Internethändler vorgeschlagen hätte oder bieten konnte. Warum gibt es diese nicht mehr so oft? Überlassen die Verlage die Arbeit den Blogs und Literaturforen?
Kostengründe kann und will ich nicht gelten lassen, denn gerade bei den kleinen Verlagen fällt mir auf, dass die Empfehlungen immer noch da sind und ich lese diese mit einer Herzenslust. Positiv hervorheben möchte ich hier vor allem die kleineren Verlage, aber auch ein, zwei größere…. Leider aber nicht mehr alle, vor allem die großen Verlage scheinen sich die Leseempfehlungen zu sparen. Anscheinend ist diese Art von Eigenwerbung für sie nicht mehr notwendig. Wie schade!

Den Vogel abgeschossen hat dann aber ein Buch, welches ich mir neulich ertauscht habe. Dieses hat nicht nur keine Leseempfehlungen mehr, sondern auf dem Innencover eine Werbung für eine Zeitschrift – sorry, aber: geht’s noch? Keinen Platz für Leseempfehlungen aber eine völlig unpassende Zeitschriftenwerbung andrucken? Pfui!
Etwas schade finde ich auch, wenn z. B. im fünften Teil einer Reihe am Ende als Leseempfehlung nur auf die vorherigen Bände verwiesen wird. Ok… es mag schon Leute geben, die die vorigen Bände nicht kennen, aber viele werden die Serie kennen und deshalb sind das verschenkte Seiten an potentielle Leser von anderen Krimis / Thrillern in diesem Verlag. Aber ich mag nicht mäkeln – wenigstens sind noch Leseempfehlungen enthalten!

Ich will wieder meine Leseempfehlungen haben – von jemand aus dem Verlag, der sich darüber Gedanken macht und nicht von einem Programm, welches meine aufgerufenen Seiten und Produkte analysiert.
Schon klar, ich steh auf verlorenem Posten – aber trotzdem musste das mal gesagt werden.

So, genug geärgert. Jetzt wird wieder gelesen. 🙂

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3 thoughts on “Mal so nebenbei bemerkt…

  1. Es gibt sie noch, die Verlage – besonders die kleineren – die in ihren Büchern Werbung für ihr Programm machen.

  2. Ja, zum Glück! Ich wünschte das würden mehr tun, aber ich freu mich, dass gerade die kleineren Verlage noch Eigenwerbung machen.

  3. Da sagst du was, es wird leider wirklich immer weniger. In manch älteren Auflagen findet man das noch und ich stimme Dir zu, da hat man schon so manch tolles entdecken können. Bei Grafit gibt es das zum Glück auch noch, aber insgesamt ist es weniger geworden. Findet man bei vielen Verlagen nicht mehr und das ist schon schade. Ich such mir meine Bücher zwar meist selbst zusammen, aber das war immer eine schöne Ergänzung nach der Lektüre eines Buches noch ein wenig hinten in den Buchempfehlungen zu blättern. Und eine Zeitungswerbung auf der Innenseite eines Buchdeckels? *schauder* Nein, das sollte an dieser Stelle wirklich nicht da hin!

    Liebe und verständnisvolle Grüße, WortGestalt

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