Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)

Eiskalte Umarmung: Poesie der Angst – Astrid Korten

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Diesen Thriller durfte ich in einer Leserunde auf dem Blog von Buchstabenfängerin mitlesen und möchte mich dafür erstmal bedanken. Es war für mich ein neues Erlebnis, eine Leserunde auf einem Blog im kleinen Kreise zu folgen und fand die Erfahrung sehr interessant. Etwas schade fand ich, dass keine so richtge Interaktion zwischen den Teilnehmern stattfand, wo ich mich aber auch nicht ausschließen will. Ich hatte privat grad soviel um die Ohren, dass ich hier leider auch nicht die Energie und Zeit reinstecken konnte, wie ich gerne gewollt hätte.

Eiskalte Umarmung
Astrid Korten – Eiskalte Umarmung: Poesie der Angst
Verlag: dotbooks
ca. 373 Seiten
ISBN: 978-3955204464 (e-book)
5,99 €

 

 

 

 

Inhalt:
Eine brutale Mordserie gibt der Polizei Rätsel auf. Die Opfer sind junge Frauen – attraktive blonde Engel mit blau lackierten Fingernägeln. In den Wohnungen der Toten findet sich stets dieselbe mysteriöse Nachricht: „Ich bin die Sehnsucht, ein Prinz und schön wie die Liebe.“ Die Kommissare Robert Hirschau und Benedikt van Cleef wissen genau: Irgendwo dort draußen bereitet sich der Killer darauf vor, erneut zuzuschlagen. Währenddessen ahnt die junge Katharina nichts von den fieberhaften Ermittlungen der Polizei – und von der Gefahr, in der sie schwebt …
(Zusatzinfo: Hierbei handelt es sich um den originalen Klappentext. Diesmal ist mir einfach nicht eingefallen, wie ich diesen besser oder zumindest anders zusammenfassen soll. Schließlich will ich die Handlung ja nicht schon zum Teil verraten…)

Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen und lässt sich flüssig weg lesen. Am Anfang hatte ich kurz Probleme, die Zeitsprünge mitzumachen, doch das hat sich gegeben und im Nachhinein machen gerade die Zeitsprünge auch die Spannung aus. Der Täter, dem man hier folgt ist eben über mehrere Jahre aktiv und somit muss ein wenig gesprungen werden. Auch gibt es Ausflüge in die Vergangenheit des Täters, um das Bild zu vervollständigen. Auch ein plötzlicher Ortswechsel nach Brasilien hat mich wirklich erstaunt – den hatte ich so gar nicht erwartet.

Einen durchgehenden Protagonisten kann man hier leider nicht finden. Man folgt dem Täter, der von Anfang an einen Namen hat, aber dessen Identität unklar ist, und durch die große Zeitspanne begleitet man zum einen Katharina und ihre kleine Schwester Anna und zum anderen Kommissar Robert Hirschau und Kommissar Benedikt van Cleef, seinen Nachfolger. Der Täter war für mich in dem Fall nicht der Protagonist und die Handlungen um die Schwestern wechseln ab, genauso wie die Ermittler. Somit bleiben die Ermittler, Opfer, Zeugen, etc. eher flach. Einzig der Täter hat Tiefe, über ihn erfährt man sehr viel. Mit dem fehlenden, sagen wir mal ‚positivem’ Protagonisten hat mir etwas der Bezug zum Thriller gefehlt, doch zum Glück wurde das durch andere Dinge wett gemacht.

Die Handlungen des Täters sind durchweg recht grausam, blutig und sehr anschaulich beschrieben – der Thriller ist also nichts für schwache Nerven. Der Täter hat zwar ein Muster, das er verfolgt, doch ist er echt gefuchst. Mal legt er falsche Spuren, mal weicht er von seinem Muster ab, usw.; er ist wirklich einfallsreich. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich hier zwei Ermittler die Zähne ausbeißen. Zuerst ermittelt Robert Hirschau, der durchaus richtige Schlüsse zieht und dem es fast gelingt, eines der Opfer zu retten, doch leider gelingt es ihm nicht, den Täter zu schnappen. Die Jagd nach dem Täter geht also in die zweite Generation und an Benedikt van Cleef über. Die Jagd über zwei Ermittlergenerationen war wirklich sehr spannend, doch dadurch war ich auch von dem recht kurzen Show-down am Ende enttäuscht. Hier hätte man noch mehr rausholen können.

Fazit:
Ein sehr spannender Thriller, der nichts für schwache Nerven ist. Ein durchgängiger Protagonist hat mir gefehlt, aber ein Thriller fast schon über zwei Generationen hinweg ist wirklich eine Wahnsinnsidee. Somit gibt es von mir 4 Schafe.

4 Schafe

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