Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)

Stefan Mühlfried – Der steinerne Zeuge

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der steinerne zeuge

Der steinerne Zeuge – Stefan Mühlfried
Verlag: Sieben Verlag
337 Seiten
ISBN: 978-3864433443
14,90 €

 

 

 

 

Inhalt:
Vor 20 Jahren ist Davids Vater auf einer Expedition verschollen, doch nun erhält er ein Päckchen mit einer antiken Statue von ihm. Schon kurz nach Erhalt versucht jemand ihm die Statue zu stehlen und desweiteren reisst das Päckchen alte Wunden auf. David fragt sich erneut, was damals mit seinem Vater geschehen ist. Die Expedition war privat finanziert und geheim, so dass damals gar nicht richtig nach seinem Vater gesucht wurde, doch das Päckchen enthält als Packpapier alte Zeitungsausschnitte, die einen Hinweis geben: Mexiko. David macht sich auf nach Mexiko und trifft dort die junge Archäologin Kira, die er überredet mit ihm auf eine ungewisse Expedition zu gehen und nicht nur nach dem Verbleib seines Vaters sondern auch nach einem geheimnisvollen Schatz zu suchen. Doch er ist nicht der einzige, der den Schatz sucht….

Meine Meinung:
Ich lese wirklich gerne Abenteuerromane und für mich fallen die in die Kategorie Krimi/Thriller einfach mit rein. Spannend sind diese ja meist und somit ist doch zumindest das wie bei Thrillern, die ja auch nicht in ein Schema passen, sondern oft von unterschiedlichsten Themen handeln, aber trotzdem gemein haben, dass sie spannend sind. Diesen Abenteuerroman habe ich bei der Leserwelt gewonnen und hiermit bedanke ich mich herzlich für den Gewinn und die tollen Lesestunden damit.

Der Verlag und der Autor sind mir neu. Irgendwie kommen mir die Seitenränder schmaler vor als bei anderen Büchern/Verlagen und da musste ich mich kurz dran gewöhnen. Der Autor, Stefan Mühlfried, hat einen flüssig zu lesenden, leichten Schreibstil, die Kapitel sind mitunter lang, doch sie enthalten Unterkapitel, so dass man auch mal kurz ein paar Seiten dazwischen schieben kann.

David Rost, der Protagonist, ist mir nicht immer sympathisch gewesen. Er ist getrieben von der Unwissenheit, was damals mit seinem Vater geschah, doch trotzdem benötigt er einen Schubs, damit er auf die Suche geht. Das Verhältnis zu Gerhard, seinem Stiefvater, wird immens zerrüttet und David ist dann eine Weile nur damit beschäftigt, auf ihn wütend zu sein. Kira, die Archäologin, begibt sich nur ungern und gezwungenermaßen mit David auf Expedition. Letztendlich gleicht sie sein Temperament aus und stößt ihn manchmal in die richtige Richtung. Vor allem in Bezug auf Davids Stiefvater, der wie sein Vater Archäologe ist. Über Belmont, den anderen Schatzjäger, gibt es nicht viel zu sagen – er ist eben der typische Bösewicht und Gegenpart.

Die Schatzsuche dreht sich um Teotihuacán, eine antike Ruinenstadt in Mexiko, genauer gesagt, um die Kultur, die hinter dieser Stadt steht, denn darüber ist sehr wenig bekannt, da es keine schriftlichen Quellen gibt. Man geht davon aus, dass es eine reiche Kultur war, denn Teotihuacán war ein Handelszentrum. Der Niedergang der Stadt ist noch heute ein Rätsel. Die Jagd nach dem Schatz findet aber nicht in der Stadt statt, sondern an einer anderen Stelle – ich bin mir nicht sicher, ob es diese wirklich gibt, doch der Autor hat hier Authentizität einfließen lassen: es gibt dort viele Wandmalereien und auch die Statue, die David erhält, spielt eine zentrale Rolle. Beides Nachweise, die von dieser unbekannten Kultur hinterlassen wurden. Zugegebenermaßen hätte ich über diese Kultur gerne mehr erfahren und musste jetzt Wikipedia bemühen.

Das Geheimnis um Davids Vater löst sich ungefähr in der Mitte des Buches und ich war schon ein bißchen baff. Ich hab mich schon gefragt, was wohl jetzt noch kommt, denn für David war es ja seine eigentliche Suche, festzustellen, was mit seinem Vater passiert ist. Doch natürlich muss noch der Schatz gefunden werden! Insgesamt ist David in der zweiten Hälfte in seinen Handlungen recht eingeschränkt und von anderen getrieben, so dass mir das Lesen da nicht mehr ganz so viel Spaß gemacht hat wie im ersten Teil. Das Ende hat mich dann aber doch einigermaßen überrascht. Und so soll es dann ja auch sein!

Fazit:
Ein spannender Abenteuerroman mit einigen kleinen Schwächen, vor allem hätte ich mich über mehr Infos über die verschwundene Kultur um Teotihuacán gefreut. Nichtsdestotrotz hatte ich tolle Lesestunden und vergebe 4 Schafe.

Vielen Dank nochmal an die Leserwelt für diesen Buchgewinn!

4 Schafe

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