Die dunklen Felle

Krimis und Schafe – und Felle (oder Fälle?)

Bis ans Ende ihrer Tage – Jens Østergaard

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BisansEndeihrerTage

Bis ans Ende ihrer Tage – Jens Østergaard

Verlag: Egmont Lyx
276 Seiten
Taschenbuch
ISBN-13: 978-3802592676
9,99 €

 

 

 

 

Inhalt:
Ein Mann wird mit einer Lanze durchbohrt tot in seiner Wohnung aufgefunden. Blutige Fußspuren zeigen, dass der Täter jemand verfolgt haben muss. Kurze Zeit später wird eine junge Frau aufgefunden – verwirrt, aber unverletzt. Thomas Nyland, der ermittelnde Komissar, fährt ins Krankenhaus, um zusammen mit seinem Kollegen Zahle, die Frau zu befragen. Doch der Täter taucht auf, verletzt Nyland, tötet Zahle und schafft es, die junge Frau in seine Gewalt zu bringen. Als Nyland zwei Wochen später beginnt sich in die Ermittlungen einzubringen, erinnert er sich an das einzige Wort, dass die junge Frau geflüstert hat: Zmej, das russische Wort für Drache oder Schlange. Diese Spur führt ihn zu Nataljia Rudowa, deren Spezialgebiet Bylinen sind, epische Geschichten aus dem slawischen Raum.

Meine Meinung:
Das Cover und der Klappentext haben mich gleich angesprochen, doch da ich schlechte Erfahungen mit Lyx Thrillern hatte, musste ich erstmal nachschauen, ob hier nicht auch Romance dahinter steckt und war froh, dass das Buch ‚nur’ mit dem Schlagwort Spannung versehen war.

Der Autor hat nicht nur einen flotten und gut zu lesenden Schreibstil, sondern weiß auch so, wie er seine Leser fesseln kann – ich habe das Buch in doch recht kurzer Zeit durchgelesen.

Die beiden Protagonisten sind Thomas Nyland und Nataljia Rudowa. Nyland war durchaus charakteristisch und sympathisch beschrieben, doch bin ich nicht so recht mit ihm warm geworden. Die Ermittlung verfolgt er – trotz seiner Krankschreibung – hartnäckig. An seine ermittelnden Kollegen denkt er zwar auch, aber erst wenn er alles herausgefunden hat, was er braucht. Da hat mir Nataljia schon eher gefallen, obwohl ihr Charakter eher unnahbar und abweisend ist. Sie ist irgendwie seltsam, aber lässt einen doch schmunzeln. Andere Figuren sind aber kaum erwähnenswert, sogar die Einblicke, die man in die Sicht des Täters bekommt, sind eher unscheinbar und recht kurz.

Der Täter ist beeinflusst von den Bylinen um Dobrynja, eine russische Sagengestalt. Viele – auch ich – haben nach der Leseprobe gedacht, die Taten sind von der Nibelungensage geprägt, doch hier kann der Autor überraschen und führt einen in die russische Sagenwelt ein – zumindest ein wenig. Es manifestiert sich recht schnell auf Dobrynja, nichtsdestotrotz war es interessant mal in die Geschichte von ganz anderen Volksmärchen und –sagen einzutauchen.

Fazit:
Ein gelungener erster Thriller, an dem es noch ein paar Ecken und Kanten gibt. Das Thema ist auf jeden Fall gut gewählt. Wenn im nächsten Teil das Thema und die Charaktere noch ein bißchen tiefer beschrieben werden, bin ich höchst zufrieden. Von mir gibt es 3 ½ Schafe.

3 und ein halbes Schaf

 

Dieses Buch habe ich bei der Leserwelt Liest & Lauscht gewonnen – vielen Dank dafür!

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